So kommen Sie ohne Maut zum Terminal 4 des Flughafens Madrid-Barajas

Ein Nutzer beschreibt eine alternative Route über den Ort Barajas, die zwei Kilometer länger ist, aber die Maut der M-12 vermeidet, die er mit 1,90 € für rund 500 Meter beziffert.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ohne Kasse zum Terminal 4: die Route, die die Beschilderung verschweigt

Mit dem Auto ohne Mautgebühr zum Terminal 4 des Flughafens Madrid-Barajas zu fahren ist möglich, legal und kostet nur rund zwei Kilometer mehr. Entscheidend ist, die offiziellen Hinweisschilder zu ignorieren, die den Fahrer zur Autobahn M-12 drängen, und stattdessen einen Umweg über den Ort Barajas zu nehmen. Die Ersparnis ist gering —1,90 Euro für ein Teilstück von etwa 500 Metern, laut einer im Thread kursierenden Rechnung—, doch die Sache ist längst keine Verkehrsanekdote mehr, sondern ein kleiner Fallstudien-Beispiel dafür, wie Beschilderung gestaltet wird, wenn ein Mautbetreiber dahintersteckt.

Was die Maut auf der M-12 ist und warum man für 500 Meter zahlt

Die M-12 verbindet die M-11, die natürliche Zufahrt von Norden aus Madrid, mit dem Terminal 4. Das mautpflichtige Teilstück ist lächerlich kurz: etwa 500 Meter. Der Tarif liegt nach Angaben derer, die die Strecke täglich nutzen, bei rund 1,90 Euro. Das ist kein Vermögen, und genau darin liegt das Problem: Der Betrag ist so niedrig, dass kaum jemand die Gebühr anfechtet, doch die Gestaltung der Zufahrt macht die Zahlung scheinbar unausweichlich.

Die wiederkehrende Kritik richtet sich nicht gegen den Preis, sondern gegen die Methode. Die Beschilderung lenkt den Fahrer zur gebührenpflichtigen Autobahn, als wäre sie die einzige Zufahrt zum Terminal 4. Es gibt eine Alternative durch den Ort Barajas —Abfahrt 9 der M-11, Richtung Barajas Ort, Wende und anschließende Einfahrt über die Abfahrt 7B—, die zwei Kilometer mehr Weg bedeutet und die Mautstelle vermeidet. Die komplette Strecke mit allen Abzweigungen und dem genauen Punkt, an dem man sich einordnen muss, um nicht in die Mautspur zu geraten, ist in zwei Blogartikeln ausführlich dokumentiert, die seit Jahren kursieren und aktuell bleiben, weil sich an der Infrastruktur nichts geändert hat.

Der Flughafenzuschlag im öffentlichen Nahverkehr: drei Euro extra

Die Automaut hat ihr Pendant im öffentlichen Nahverkehr. Der sogenannte Flughafenzuschlag erhöht das Einzelticket für Metro oder Stadtbus nach Barajas um drei Euro. Manche verteidigen den Aufpreis für das Terminal 4, das mit privaten Mitteln finanziert wurde, aber nicht für die Terminals T1, T2 und T3, die mit öffentlichen Geldern bezahlt wurden. Für viele Nutzer ist die Ausweitung des Zuschlags auf alle Terminals der Beweis dafür, dass es nicht um die Rückgewinnung einer bestimmten Investition geht, sondern darum, einen gefangenen Kundenstrom auszupressen.

Die mautfreie Alternative existiert: Der Bus 200 fährt von der Avenida de América ab und erreicht das Terminal 4 in drei Haltestellen, dazu kommt die Cercanías-S-Bahn. Vom Terminal 4 aus verbindet ein kostenloser Shuttle die übrigen Terminals. Die Ersparnis beträgt drei Euro pro Fahrt, doch entscheidend ist nicht die Zahl: Der Zuschlag gilt auch für Fahrten, die die privat finanzierte Infrastruktur nie berühren.

In Flughafennähe parken, ohne sich zu ruinieren

Bei längeren Aufenthalten dreht sich das Gespräch darum, wo man das Auto abstellt. Die zur Debatte stehenden Optionen: Außenliegende Parkplätze mit Shuttle zum Terminal, Parken im Ort Barajas mit Fußweg zu den Terminals T1-T2-T3 —das Terminal 4 liegt abseits und erfordert den Interterminal-Bus— oder gleich ein Chauffeurservice, der bei nächtlichen Fahrten günstiger ist als Taxi plus Parkhaus.

Eine Zwischenlösung taucht in der Diskussion auf: ein Unternehmen, das einen Fahrer schickt, einen mit dem eigenen Auto zum Flughafen bringt und das Fahrzeug anschließend nach Hause zurückfährt. Günstiger als Taxi plus Parken, und das Auto ist sicher untergebracht. Das Misstrauen bezüglich der Verwendung dieser Daten —zu wissen, wann ein Haus leer steht— taucht in der Diskussion auf, ohne dass es jemand vertieft.

Das Navi als Werkzeug zur Mautvermeidung

Die am häufigsten genannte Lösung ist nicht, die Route auswendig zu lernen, sondern das Navigationsgerät auf „Maut vermeiden“ einzustellen. Google Maps und andere Apps erlauben diese Voreinstellung und warnen bei langen Strecken vor Staus und Blitzen. Wer vom Flughafen über die A-2 zum Terminal 4 fährt, passiert auf der natürlichen Route über die M-40 ohnehin alle Terminals ohne Maut. Und wer von Norden über die M-11 kommt, bleibt mit dem Umweg über den Ort Barajas schneller als an der Mautstelle.



Die praktische Schlussfolgerung ist einfach: Das Terminal 4 ist ohne Mautzahlung erreichbar, und die Informationen sind seit Jahren veröffentlicht. Absehbar ist, dass der Betreiber die Beschilderung so lässt, wie sie ist —sie funktioniert für ihn— und dass die Ersparnis weiterhin davon abhängt, dass der Fahrer vorab weiß, welchen Weg er nicht nehmen sollte.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (20 Antworten).

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