So finden Sie Turrón, der komplett aus Spanien stammt, auf dem Weltmarkt

Spanische Mandeln sind teuer, die Industrie kauft im Ausland ein: chinesischer Honig und Nüsse aus den USA und der Türkei. Echter spanischer Turrón kostet das Dreifache, heißt es.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

So finden Sie Turrón, der komplett aus Spanien stammt, auf dem Weltmarkt
Spanischer Turrón, der kein spanischer mehr ist: chinesischer Honig und US-Mandeln

Wie viel Spanien steckt eigentlich noch im spanischen Turrón? Immer weniger, wenn man den Leuten Glauben schenkt, die das Etikett genau unter die Lupe genommen haben. Einheimische Mandeln sind teuer, was Billighersteller dazu treibt, sie im Ausland zu kaufen. Der Honig, so die Annahme im Thread, stammt fast komplett aus China. Der Zucker ist importiert; das Verpackungspapier russisch oder finnisch. Und manche behaupten, die Schokolade enthalte der EU-Regelung zufolge gar keinen Kakao. Das Ergebnis, so ein anderer Teilnehmer, ist ein Weihnachtsgebäck, das als spanisch beworben wird und hier lediglich abgepackt wird.

Welche Zutaten enthält der billigste Turrón?

Die Aufstellung ist ernüchternd. Amerikanische Mandeln, Walnüsse und Pinienkerne unklarer Herkunft, importierte Pistazien. Über den chinesischen Honig herrscht derselbe Verdacht: Es sei gar kein Honig, sondern verarbeiteter Zucker, der seine Textur imitiert. Das Eigelb kann industriell sein, ohne dass ein Ei im Spiel war. Das Fazit der Vergleichenden: Echter Turrón ist selten, und Turrón spanischer Herkunft noch seltener.

Was kostet Turrón mit spanischen Zutaten?

Er existiert, aber man muss dafür zahlen. Die Rechnung, die wer den Markt durchforstet hat, aufstellt, ist eindeutig: das Dreifache zahlen, um heimische Rohstoffe zu garantieren. Turrones mit geschützter geografischer Angabe stellen, so wird angemerkt, strenge Anforderungen an Produktion und Herkunft der Zutaten. Außerhalb dieser Siegel ist die einzige Verteidigung das Handwerk: Nachbarschaftskonditoreien, kleine Mengen und eine hohe Rechnung. Manche beschränken sich auf drei Tafeln pro Jahr, andere kennen Leute, die seit eineinhalb Monaten Turrón essen.

Wo findet man 100% spanischen Turrón?

Die Suche führt über zwei Wege. Der erste ist die lokale Werkstatt: teuer und in kleinen Mengen gekauft. Der zweite ist der Saisonstand. Am Hauptplatz von Salamanca werden laut einem Forumsnutzer handwerkliche Turrones aus La Alberca als 100% spanischer Herkunft verkauft, und der Erzähler vermutet, dass es sie auch anderswo gibt. Es gibt keinen technologischen Abkürzung und kein Wunderetikett: Entweder man sucht den Handwerker auf, oder man akzeptiert die Verpackung ausländischer Rohstoffe.

Warum das Etikett nicht mehr reicht

Das eigentliche Problem ist die Rückverfolgbarkeit. Rohstoffe im Ausland kaufen, sie hier verarbeiten und abpacken ist eine weit verbreitete Praxis, und das Ergebnis darf kaum eingeschränkt als spanisch verkauft werden. Mandeln, Honig, Nüsse: In der Praxis gibt es fast immer ein importiertes Glied in der Kette. Der Preis hilft nicht, erinnert ein Teilnehmer, denn mehr zahlen garantiert keine bessere Herkunft, und der Verbraucher entdeckt die Wahrheit erst, wenn der Geschmack nicht mehr der alte ist.

Vor diesem Hintergrund ist die ehrlichste Option, ihn zu Hause mit heimischen Mandeln selbst zu machen. Oder zu akzeptieren, dass auf dem Weihnachtstisch die einzige hundertprozentig spanische Zutat, die übrig bleibt, das Gespräch danach ist.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (14 Antworten).

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