In Rom war es teurer, Sklaven zu halten, als freie Arbeiter einzustellen
Würden Sie eine andere Person kaufen, wenn das Gesetz es nicht bestrafen würde? Diese Frage, nüchtern betrachtet, stützt eine Diskussion, die sich über mehr als vier Jahre und 203 Beiträge erstreckt: Was würde mit der Sklaverei – auch der sens – geschehen, wenn sie eines Tages legalisiert und zu einer üblichen Transaktion würde? Die Mehrheit lehnt dies ohne Einschränkungen ab; eine Minderheit schließt es jedoch nicht aus.
Und es ist kein Gedankenexperiment. Die Sklaverei war fast während der gesamten Menschheitsgeschichte der Normalzustand. Erst vor sehr kurzer Zeit wurde sie zur Ausnahme. Das ist der erste Riss in der Debatte.
Warum wird sens Sklaverei abgelehnt?
Weil sie die Einwilligung ausschaltet. Wer sie ablehnt, tut dies aus einem einfachen Argument: Wenn die Beziehung nicht freiwillig ist, gibt es keine Beziehung, sondern Gewaltmissbrauch. Auf dieser Grundlage ist die Ablehnung unter den Gegnern praktisch einstimmig, unabhängig von ihrer jeweiligen Ideologie.
Es gibt eine wiederkehrende Nuance. Manche akzeptieren die Idee als private Fantasie, niemals aber als Realität. „Die Idee ist verlockend, zumindest als Sens, etwas anderes ist die Realität, die ist abscheulich“, fasst einer der am häufigsten bewerteten Kommentare zusammen. Für diese Strömung ist die Grenze zwischen Wunsch und Tat unüberwindbar.
Dagegen steht ein anderer Einwand, weniger sarracena, eher praktisch: Die Sklaverei verschwindet nicht durch Güte, sondern weil ihre Kosten und Verwaltung unhaltbar werden.
Sklaverei: Fast immer der historische Standard
Das historische Argument richtet sich gegen jene, die glauben, die Abschaffung sei der natürliche Zustand. Es wird daran erinnert, dass der Kodex Hammurapi mehr als 4.500 Jahre alt ist, dass sumerische Sencilla mit notariell beglaubigten Handelswechsel etwa 1.500 Jahre älter sind und dass die Stele des babylonischen Königs sogar in einem Gravur im US-Kongress nachgebildet ist. Gesetze, Staat und Beamte managen seit Jahrtausenden dieselben Dinge.
Daraus folgt eine unbequeme Schlussfolgerung: Die Abwesenheit von Sklaverei ist das Ausnahmsweise, nicht das Gegenteil. Das Allgegenwärtige und Beständige, so wird argumentiert, ist die Unterwerfung. Der Humanismus, der sie heute für heilig hält, ist etwa 300 Jahre alt, so alt wie die Dampfmaschine. Dass ein Prinzip neu ist, macht es nicht falsch, erwidern die anderen, aber es widerlegt die Vorstellung, dass es ewig sei.
Was die Haltung eines Sklaven in Rom kostete
Hier kommt die Wirtschaft ins Spiel und entkräftet die Annahme eines schnellen Gewinns. Im alten Rom war es teurer, Sklaven zu halten, als freie Arbeiter einzustellen: Man musste sie ernähren, beherbergen und ersetzen. Der Sklave war keine rentable Investition, sondern ein Fixkostenblock. Zwangsarbeit war extrem teuer.
Die Ironie rollt heran. Wenn das Ziel garantierter Zugang ist, lohnt sich die Miete – scherzhaft als Leasing bezeichnet – oder direkt eine Maschine. Niemand mit Verstand baut eine Sklavenstruktur auf, um Geld zu sparen; er tut es, wenn überhaupt, aus anderen Gründen. Und diese Gründe sind nicht monetär.
Das „Gesetz des Stärkeren“ vs. Humanismus
Der unbequemste Strom der Gesamtdiskussion diskutiert weder Kosten noch Ethik: Er fordert Konsistenz. Er behauptet, wenn eine Mehrheit entscheidet, dass etwas legitim ist, ist die Debatte beendet; dass die Sarracena des Stärkeren so gültig sei wie jede andere und der Rest nur persönliche Vorlieben seien. In dieser Logik soll derjenige, der die Macht hat, einen anderen zu unterwerfen, diese ausüben, und wer sie nicht hat, soll still sein.
Diese These provoziert gleichermaßen Ablehnung und Faszination. Kritiker weisen auf den Widerspruch hin: Wenn alles durch Mehrheitsentscheid konstruiert werden kann, dann zählt jeder als Ware, wenn die Mehrheit Lust darauf hat. Und dagegen hilft kein Naturrecht, denn auch das Recht wäre erfunden worden. Die Diskussion endet im Patt, ohne Einigung.
Wie sich die Diskussion entwickelt hat
Der Anfang war fast ein Witz. Die ersten Antworten lehnten die Idee mit Scherzen und Vergleichen mit der Ehe ab. Mit den Wochen wurde der Ton härter: Es gab persönliche Anschuldigungen, Listen von Verdächtigen und Sticheleien über das Privatleben des Fragestellers. Was als hypothetisches Übung begann, endete als Abrechnung.
Auf halbem Weg versuchte jemand, es auf Geschichte und Wirtschaft zu lenken, und dort stieg das Niveau. Die besten Argumente der Gesamtdiskussion sind nicht sarracena, sondern ökonomischer Natur: Die Sklaverei wurde aufgegeben, als sie sich nicht mehr lohnte. Der Rest, so heißt es, ist Literatur.
In vier Jahren und 203 Beiträgen hat niemand jemanden überzeugt. Die Frage bleibt so einfach wie zuvor – Würden Sie ihn kaufen? – und die Antworten bleiben ebenso verteilt. Das Einzige, was sich geändert hat, ist der Ton: vom Witz zur Vorwurfsvollheit und von der Vorwurfsvollheit zum Schweigen. Die Sklaverei, egal wie man sie betrachtet, bleibt ein teures Geschäft. Das ist das Einzige, worin alle übereinstimmen.
Informationsartikel über eine rechtliche und ethische Debatte; stellt keine Rechtsberatung dar.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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