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Singles erkranken laut umstrittener Studie 68 % häufiger an Krebs als Verheiratete
Eine Studie bringt das Singleleben mit einem um 68 % höheren Krebsrisiko in Verbindung. Die Zahl entfacht den Streit zwischen Verheirateten und Singles: Korrelation, Vermögen und Lebensroutinen.
Singles mit 68 % mehr Krebs: die Zahl, die den Bürgerkrieg neu entfacht
Eine um 68 % höhere Krebsrate unter denen, die nie vor den Traualtar getreten sind. Diese Schlagzeile reichte aus, um eine der bittersten Diskussionen der letzten Monate in einem Wirtschafts-Unterforum zu entfachen: Verheiratete gegen Singles, mit der Statistik als Waffe. Der Bericht von El Confidencial behauptet, alleinlebende Erwachsene seien zudem Spaniens größte Süßigkeiten-Konsumenten, und viele Süßwarengeschäfte hätten dank nostalgischer älterer Käufer ihre Umsätze in die Höhe getrieben. Mit diesem Cocktail — Krebs, Einsamkeit und Zucker — dauerte es nicht lange, bis die Fackeln gezückt wurden.
Das Erste, was auffällt: Fast niemand glaubt die Studie. Der häufigste Vorwurf ist der alte: Korrelation ist nicht Kausalität, und ein Journalist, der das eine ins andere umwandelt, um Klicks zu ergattern, verdient genauso viel Vertrauen wie ein Horoskop. Manche gehen weiter und behaupten, die Stichprobe sei schlecht zusammengesetzt: Verheiratete konzentrieren sich im mittleren Alter mit geringerer Krebsinzidenz, während der Großteil der Unverheirateten bereits ältere Geschiedene sind. Diese beiden Gruppen zu vergleichen, so das Argument, sei der Klassiker unter den statistischen Fehlern.
Der Trick mit Hund und Geliebter
Unter den Verteidigern der Ehe ist das Top-Argument nicht die Liebe, sondern die Logistik: Der Partner erzwingt Routinen, feste Zeiten und eine weniger chaotische Ernährung. Der Single dagegen verfällt dem sündigen Leben, dem Alkohol und Fertig-Lasagnen. Die These wird amüsant, wenn man sie umdreht: Vielleicht leben Verheiratete länger, weil sie einen Hund haben — und der Hund zwingt zum Gassigehen. Oder weil die Partnerin den Mann zum Gemüseessen drängt. Jede Erklärung taugt, nur nicht die naheliegende: dass Heiraten nichts heilt.
Die Kehrseite liefern jene, die an die finanziellen Kosten der Scheidung erinnern. Hier verlässt die Debatte die Onkologie und landet vor Gericht: Hypothek auf der gemeinsamen Wohnung, neue Immobilie, Unterhalt und ein zerrüttetes Seelenleben. Manche nehmen lieber das Krebsrisiko in Kauf als die Gewissheit, ihr Vermögen zu verlieren — und sagen das ohne mit der Wimper zu zucken. Die Chemotherapie existiert; der Ruin und der Wahnsinn aber auch.
Heiraten, um im Geschäftsleben seriös zu wirken
Die kurioseste Wendung kommt, als das Gespräch in die Geschäftswelt abschweift. Ein Ring am Finger, so die Behauptung, öffnet Türen: Er vermittelt Stabilität, Seriosität und ein geordnetes Leben. Der chronische Junggeselle dagegen trägt den Verdacht der Unzuverlässigkeit mit sich herum. Die Antwort folgt sofort: Wer einen Ring braucht, um ernst genommen zu werden, steht nicht allein auf eigenen Beinen. Und gleich dazu die Anekdote: Mehr als einer schlägt vor, sich im Billigladen einen falschen Ring zu kaufen, um bei Frauen besser anzukommen — denn, so der Mythos, Frauen begehren, was schon eine andere hat.
Den Schlusspunkt setzt die Zahl, die alles durcheinanderbringt: Kartäusermönche, zölibatär und ohne Partner, werden fast hundert Jahre alt. Sollen wir das dem Statistiker ausrichten?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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