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Sexualleben in Spanien: Lärmpegel und Rekord bei Jungfräulichkeit
In Spanien steigt der Anteil der Jungfrauen unter 25 auf ein Allzeithoch. Pornografie als Ersatz und die Geräuschkulisse der Nachbarn dienen als Indikator für das sexuelle Verhalten im Westen.
Nachbarschaftslärm als Indikator für das Sensual im Westen
In einem Gebäude aus Beton und Gipskarton dringt der Sens der anderen durch die Wände, bevor irgendetwas anderes zu hören ist. Dies ist der Ausgangspunkt einer Diskussion, die mit einer häuslichen Beobachtung beginnt – Wohnungswechsel, eine hörbare Nachbarin von oben bis ins kleinste Detail – und in einer Abrechnung mit dem Sensual der westlichen Welt endet. Die These des Initiators ist unbequem: Es wird wenig Sens gehabt, und immer weniger, was sich daran zeigt, wie selten man jemanden dabei hört.
Die Diagnose stützt sich eher auf Intuition als auf Zensusdaten. Der Autor hat eine stabile Partnerschaft und regelmäßige Aktivität und gibt zu, dass in seinem Fall alles zu hören ist. Das Bemerkenswerte, sagt er, sei das Gegenteil: Wie außergewöhnlich es sei, einen Nachbarn zu hören. Daraus leitet er eine grobe Schlussfolgerung ab: Wenn kaum etwas zu hören ist, wird auch kaum praktiziert. Er schließt mit einem Satz, der die Stimmung zusammenfasst: So verrückt ist die Welt geworden.
Der Anstieg der Jungfräulichkeit und Prono als Ersatz
Das erste genannte Argument ist keine Studie, sondern ein Eindruck: Der Anteil der Jungfrauen unter 25 Jahren läge auf Allzeithöchstständen. Es gibt keine Umfrage, die dies im Gespräch belegt, aber die Aussage dient als Rahmen. Danach erscheint Prono als großer Ersatz: verfügbar, kostenlos und von steigender Qualität. Ein Teilnehmer formuliert es direkt: Die Leute halten dank dieses Ersatzes durch, nun in 4K.
Die Beschwerde wiederholt sich in Varianten. Dass Sens überbewertet sei, wenn man ihn zur richtigen Zeit genug praktiziert habe. Dass der Preis des Treffens – an Aufwand, Zeit und Geld – so hoch geworden sei, dass es sich nicht mehr lohne. Man müsse um etwas betteln und kompensieren, was auf dem Papier reiner Instinkt sein sollte. Die Schlussfolgerung dieses Blocks ist immer dieselbe: Toca gewinnt klar gegenüber jeder Paarverwaltung.
Schalldämmung als perfekte Ausrede
Eine technische Verteidigungslinie entkräftet die halbe Diskussion: Neue Wohnungen lassen nichts durch. Jüngere Bauweise, gute Isolierung, und weder Partys noch Stöhnen erreichen den Nachbarn. Wer in solchen Gebäuden lebt, hört keinen Sens und vermutet, dass man ihn selbst auch nicht hört. In der vorherigen Wohnung hörte er dagegen sogar die Spülung. Die Architektur bestimmt, wie viel wir vom Sensual anderer wissen.
Die Gegenoffensive kommt vom anderen Extrem. In alten Gebäuden mit dünnen Wänden ändert sich die Erzählung vollständig: Selbst die Zurückhaltendste hat Sens, und manche beschreiben unfreiwillige Übertragungen in den gesamten Innenhof. Eine häufige Erfahrung in Wohnblöcken von Universitätsstädten, wo der Mieterwechsel für verschiedene Zeiten und Dezibelwerte sorgt. Die Schlussfolgerung ist so einfach wie unangenehm: Was man hört, hängt weniger davon ab, wie viel Sens es gibt, als davon, wo man wohnt.
Theater im Bett und Beschwerden der Nachbarn
Ein Standpunkt besagt, dass das Problem nicht die Häufigkeit, sondern die Inszenierung sei. Man hat Sens, aber übertreibt es. Quietschende Betten, künstliche Schreie, Schläge gegen die Wand. Die Empfehlung ist fast häuslich: Ruhig Sens haben, ohne eine Show zu machen. Wenn es keine Federn aus den vierziger Jahren oder ein loses Kopfteil gibt, muss der Akt nicht nach irgendetwas klingen.
Auf der anderen Seite stehen Zeugnisse des Zusammenlebens. Eine Nachbarin, die jedes Mal an die Tür hämmert, wenn Aktivität stattfindet, und die Szene detailliert beschreibt. Ein Dachgeschoss mit einem jungen Paar, das die Unteren durch Schreie weckt. Ein Gebäude, in dem Hunde und eine große Familie das Klangbild vervollständigen. Intimität ist in einem menschlichen Bienenstock eine rechtliche Fiktion.
Wer Sens hat und wer nicht: Ungleiche Verteilung
Im letzten Teil des Austauschs verlässt man die Akustik und geht zur Verteilung über. Eine wiederkehrende These: Ein kleiner Prozentsatz hat viel Sens, der Rest schaut zu. Man spricht von Hypergamie, vom Verlust der männlichen Kaufkraft und von Gruppen, in denen mehrere Männer um eine einzige Frau kreisen. Die Freitagabend-Szene wird spöttisch beschrieben: Vier oder fünf Kandidaten und nur eine Person, um die man wirbt.
Dieser Erzählung widerspricht die Erfahrung im Viertel teilweise. In Blöcken mit jungen Mieterinnen ist die Aktivität konstant und vielfältig. Man muss kein Model sein: Selbst die „Down“-Personen haben Sens, heißt es. Die Diskrepanz zwischen beiden Beobachtungen löst sich nicht auf und wird wahrscheinlich nie aufgelöst werden: Jeder schaut auf seinen Flur und zieht Schlüsse über den Planeten.
Verzerrung durch Befragung am falschen Ort
Der solideste methodische Einwand kommt fast zum Schluss: Nach sens Häufigkeit in einem bestimmten Umfeld zu fragen, ist wie auf einem Techno-Festival zu fragen, wer keine Drogen nimmt. Das Ergebnis ist von vornherein belastet. Wer antwortet, hat ein Profil, und dieses Profil repräsentiert nicht die Bevölkerung. Die hier gewonnenen Daten sind wertlos, und doch nähren sie das allgemeine Gefühl.
Es bleibt das Hintergrundrauschen, im wahrsten Sinne des Wortes. Das Erwachsenenleben – Kinder, Müdigkeit, ein sich verändernder Körper – ordnet Prioritäten neu und reduziert den Spielraum. Eine Mutter zweier Kinder fasst es ohne Dramatik zusammen: Alles ist temporär, man muss auf sich achten und die Phase durchhalten. Das Paar wartet derweil auf seinen Platz in der Liste der häuslichen Notfälle.
Was, wenn das Thermometer nicht der Lärm wäre, sondern die Stille?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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