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Sex-Dolls, Gelage und Anzeige bei der Guardia Civil
Ein Twitter-Profil zeigte Partys mit Sex-Dolls. Eine Anzeige bei der Guardia Civil folgte, das Konto wurde gesperrt, ohne bekannte gerichtliche Entscheidung.
Sens-Dolls, Gelage und eine Anzeige bei der Guardia Civil
Ein Mann posiert mit einem Küchenmesser und inszeniert Trinkgelage (Botellón) mit mehreren hyperrealistischen Sens-Dolls. Die Szene verbreitete sich auf Twitter und führte zu einer Anzeige bei der Guardia Civil, um die Festnahme des Verantwortlichen zu erwirken, so der öffentliche Bericht, der die Bilder begleitete. Sein Konto wurde schließlich geschlossen. Welche rechtliche Grundlage angerufen wurde, ist bis heute unklar.
Der Fall taucht von Zeit zu Zeit wieder auf, stets mit derselben Frage: Was ist daraus geworden? Und immer mit derselben Lücke: Niemand hat auch nur ein einziges Dokument vorgelegt.
Was über den Fall und die Anzeige bekannt ist
Das Verbreitete: Ein Profil veröffentlichte Fotos und Videos mit einer unbekannten Anzahl von Sens-Dolls und Szenen von Trinkgelagen mit ihnen. Jemand gab öffentlich an, zur Guardia Civil gegangen zu sein, damit der Verantwortliche festgenommen werde. Weder eine Festnahme noch eine gerichtliche Maßnahme sind irgendwo dokumentiert.
Von da an spaltete sich die Reaktion in zwei Lager. Das eine behauptet, es gebe hier kein Opfer: Er tötet oder vergewaltigt niemanden, fasst die am häufigsten wiederholte Haltung zusammen. Das andere Lager ist der Ansicht, dass der Inhalt eine Untersuchung rechtfertige und die öffentliche Zurschaustellung des Produkts zumindest fragwürdig sei. Dazwischen gibt es eine dritte Gruppe, die nichts diskutiert und sich auf billige Witze beschränkt.
Das Geschäft: Wiederverkauf, Porzellan und unmögliche Preise
Eine der am häufigsten wiederholten Versionen besagt, dass der Protagonist seine Sammlung durch den Wiederverkauf einer geerbten Porzellanfiguren-Sammlung finanzierte. Es ist eine ungeprüfte Erzählung, passt aber zum Profil, das die Bilder zeichnen: Akkumulation, Schaufenster und Wiederverkauf.
Die gehandelten Preise helfen ebenfalls nicht, Klarheit zu schaffen. Eine kursierende Schätzung beziffert die Herstellungskosten auf **20 Euro** und den Verkaufspreis auf **bis zu 2.000**. Eine andere Person, die angibt, eine gekauft zu haben, spricht von **1.300 Euro**. Keiner der beiden Werte wird durch eine Rechnung belegt, und beide variieren je nach Modell und Material. Das Produkt hat jedenfalls Nachfrage: Ein Video eines Mannes, der die Schaufensterscheibe eines Geschäfts einschlägt, um sich eine Doll zu holen, wurde verbreitet.
Was bringt jemanden dazu, 1.300 Euro für eine Puppe zu zahlen?
Eine besonders detaillierte Erzählung, die vom allgemeinen Ton der Angelegenheit abweicht, beschreibt eine Person, die sich mit einer anerkannten **kognitiven Behinderung von 8 %**, zwei Abschlüssen und ernsthaften Schwierigkeiten, soziale Codes zu entschlüsseln, vorstellt. Er erzählt, dass er vor zwei Jahren eine realistische Puppe für 1.300 Euro gekauft habe, seit seiner Kindheit unter Mobbing leide und im Alter von 17 Jahren eine Angststörung diagnostiziert bekommen habe.
Sein Zeugnis ist keine statistisch belegbare Ausnahme und sollte als das behandelt werden, was es ist: die Erklärung einer konkreten Person. Aber es führt eine Variable ein, die in keiner Marktanalyse üblicherweise erfasst wird, die nicht gewählte Einsamkeit, und die der Preis dieser Produkte in eine feste Ausgabenlinie verwandelt.
Warum war das Konto nicht mehr zugänglich?
Das Konto verschwand von Twitter, und es gibt keine öffentliche Bestätigung darüber, ob die Plattform es suspendierte oder der Inhaber es löschte. Eine der oft wiederholten Erklärungen besagt, dass solche Verhaltensweisen in Spanien als Hassverbrechen eingestuft würden, eine Aussage, die von keinem konkreten Gesetzestext oder keiner gerichtlichen Entscheidung begleitet wird.
Eine andere Hypothese deutet darauf hin, dass der Betroffene selbst angesichts der Flut von Erwähnungen den Stecker zog. Keine der beiden Theorien wird durch Dokumente gestützt. Die Ankündigung der Anzeige war öffentlich; das Ergebnis bleibt vorerst ein Vakuum.
Silikon, künstliche Intelligenz und Verbote
Ein Großteil der weniger lauten Kommentare blickt auf die Zukunft der Branche. Die vorherrschende These ist, dass die Integration künstlicher Intelligenz in das Produkt den Qualitätsprung liefern wird, der heute fehlt, und dass sich der Markt hin zu Modellen bewegen wird, die sprechen und antworten. Dies ist eine kommerzielle Vorhersage, kein Faktum.
Auch die gegenteilige Warnung kursiert: feministische Verbände hätten bereits ein Verbot des Vertriebs in Spanien gefordert. Dies wird oft wiederholt, aber in keinem Fall belegt. Zwischen technologischer Prophezeiung und regulatorischer Bedrohung ist das Einzige, was überprüfbar ist, dass das Produkt verkauft wird und dass jemand es stiehlt.
Das Konto bleibt geschlossen, die Anzeige hat zu keiner bekannten gerichtlichen Entscheidung geführt, und die Angelegenheit taucht mit derselben unbeantworteten Frage wieder auf. Das Detail, das irritiert: Die vollständigste Spur dieses Falls findet sich nicht in einem Gerichtsakte, sondern in den Kommentaren eines Forums, dessen Löschung niemand beantragt hat.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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