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Selfpublisher nutzt KI-Illustrationen und löst Streit aus
Ein Selfpublisher veröffentlicht einen Aphorismenband mit KI-generierten Illustrationen und löst in einem Forum einen Streit aus. Der Text, so sagt er, sei zu 100 % von ihm selbst.
Selfpublisher von Aphorismen erregt Zorn wegen KI-Nutzung
Ein selbst veröffentlichter Band mit Aphorismen und Reflexionen über die Sinnlosigkeit des Lebens, erhältlich über Kindle Unlimited, hat in einem Forum einen Sturm entfacht. Der Autor, der Kunstgeschichte studiert hat, betont, der Text sei hundert Prozent von ihm selbst, entnommen aus seinen persönlichen Tagebüchern; nur die Illustrationen habe er mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt. Das Werk, das er selbst der „dunklen Philosophie“ zuordnet, ergründet Leere, Bewusstsein und Tod anhand von Zitaten von Nietzsche, Cioran und Pessoa. Die Kontroverse ließ nicht lange auf sich warten: Mehrere Beteiligte warfen ihm vor, in zwei Nachmittagen einen „Schund“ mit KI produziert und den Beruf verachtet zu haben. Der Autor wehrt sich: „Der Text ist zu 100 % von mir, null KI. Ich habe sie nur genutzt, um die Illustrationen zu erstellen“.
Der Vorwurf: „Du hast in zwei Nachmittagen einen Schund mit KI erstellt“
Die Diskussion eskalierte, als ein Schriftsteller ihm vorwarf, trotz seines Kunstgeschichte-Studiums auf KI-generierte Bilder zurückgegriffen zu haben, statt einen menschlichen Illustrator zu beauftragen. „Wenn der Autor Scheißbilder (KI) verwendet, verliert das Buch für einen großen Teil der Menschen an Attraktivität. Ich werde es nicht lesen“, schrieb er. Der Autor antwortete, er habe weder „die Mittel noch die Möglichkeiten, einen Illustrator zu beauftragen“, und falls er sie künftig habe, werde er es „wie es sich gehört“ tun. Die Antwort beruhigte die Gemüter nicht: Ein weiterer Teilnehmer bezeichnete ihn als „unaufrichtig“ und warf ihm vor, „heiße Luft zu verkaufen“. Das Klima wurde zunehmend schroffer, bis hin zu direkten Beleidigungen, mit dem Vorwurf, das Buch „mit KI in zwei Nachmittagen“ erstellt und es als „dunkle Philosophie“ ausgegeben zu haben, ohne „die leiseste Ahnung zu haben, was ein Buch ist“. Der Autor erwiderte, Respektlosigkeit „charakterisiere den, der sie zeigt, nicht den, der sie erhält“, und genau dieses Verhalten zeichne er in seinem Werk nach.
Was ist die „dunkle Philosophie“, zu der der Autor steht?
Der Autor beschreibt sein Konzept als eine „lebendige und schonungslose“ Philosophie, fernab der Akademie, die er für „viel zu langweilig“ hält. „Es ist eine Philosophie für ganz normale Menschen“, sagt er, zentriert auf Depression, Sinnlosigkeit und die ehrliche Auseinandersetzung mit dem, was in der Welt nicht funktioniert. Das Werk stützt sich auf Referenzen wie Nietzsche, Cioran, Eugene Thacker, Ligotti und Pessoa, und im letzten Teil reflektiert es Zitate dieser Denker. Der Autor zitierte zu seiner Verteidigung Pessoa selbst: „Zu wissen, dass das Werk schlecht sein wird, das niemals getan werden wird. Schlechter jedoch wird stets das sein, das niemals getan wird“. Das Zitat überzeugte seine Kritiker nicht, die ihm vorwarfen, sich mit dem portugiesischen Dichter zu vergleichen.
Der Hintergrund: der Krieg zwischen Mensch und Maschine
Über das konkrete Buch hinaus spiegelt der Vorfall eine wachsende Spannung im Kreativsektor wider. Ein Schriftsteller brachte es auf den Punkt: „Ich bin Humanist, und ich werde das MENSCHLICHE bis zum Tod verteidigen“. Der Autor seinerseits betonte, die KI sei nur ein Werkzeug gewesen, und die künstlerische Leitung der Illustrationen sei vollständig seine gewesen. „Als Kunstgeschichts-Absolvent habe ich nicht irgendetwas verwendet, das die KI produziert hat; das Ergebnis war gezielt gesucht und nicht leicht zu erreichen“, erklärte er. Die Diskussion verlagerte sich auch auf persönliches Terrain, mit Fragen, ob der Autor „pessimistisch“ sei oder „zur Depression neige“, worauf er antwortete: „Ich vermute beides“.
Der Autor beendete seinen Auftritt, indem er sich ironisch bei seinem schärfsten Kritiker für die Zeit bedankte, die dieser damit verbracht hatte, sein Buch bei Amazon zu suchen und seine Verkaufszahlen zu prüfen. „Danke, dass du mein besessenster Leser bist“, schrieb er. Das Buch ist derweil weiterhin auf Kindle Unlimited verfügbar, und die Kontroverse über den Einsatz von KI im literarischen Schaffen scheint weit von einer Lösung entfernt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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