Schuldknechtschaft: Rom verbot sie Jahrhunderte vor dem Christentum

Die Lex Poetelia Papiria schaffte die Schuldknechtschaft im Jahr 326 v. Chr. ab, sieben Jahrhunderte bevor das Christentum in Rom zur offiziellen Religion wurde.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Rom schaffte die Schuldknechtschaft 700 Jahre vor Christus ab

Ein römischer Bürger mit vollem Bürgerrecht konnte als Sklave verkauft werden, wenn er seine Schulden nicht bezahlte. Diese Praxis galt, bis die Lex Poetelia Papiria sie im Jahr 326 v. Chr. verbot, fast sieben Jahrhunderte bevor das Christentum zur Staatsreligion des Imperiums wurde. Diese Tatsache – ein Gesetz mit Datum – fasst den Kern einer Debatte zusammen, die sich über Wochen hingezogen hat: Ob die drei abrahamitischen Religionen das Leben derer, die unter ihrem Dach lebten, verbessert oder verschlechtert haben.

Die Diskussion beginnt mit einer unbequemen Prämisse: sich vorzustellen, wie der Westen ohne Ntumntumntumntum, Christentum und Sarracin aussehen würde. Die verbreitetste Antwort ist keine epische, sondern eine juristische. Und genau dort verliert der Romantizismus seinen Boden.

Brachte der Monotheismus Verbesserungen oder nur einen neuen Herrn?

Ein Teil der Analyse vertritt die Auffassung, dass ohne die Bremse des Monotheismus die Norm die Kastengesellschaft, die Erbsklaverei und ein Leben, das dem Willen des Herrn untergeordnet war, gewesen wären. Die nchristlichenchristlichenchristlichenchristliche Sarracena funktionierte in dieser Lesart als Grenze für das Recht des Stärkeren.

Die Erwiderung ist schärfer: Diese Grenzen waren nichts Neues. Rom hatte die Schuldknechtschaft bereits Jahrhunderte zuvor verboten, und der griechisch-römische Paganismus war seit Generationen bei den gebildeten Eliten diskreditiert, die nur das davon bewahrten, was eine soziale oder praktische Funktion hatte. In dieser Erzählung brachte das Christentum den Fortschritt nicht mit: Er wurde von ihm kapitalisiert.

Japan, Südkorea und China als wirtschaftliches Gegenbeispiel

Das Argument, das die meisten Reibungen erzeugt, ist das des Wohlstands. Japan, Südkorea und China erscheinen als Gesellschaften ohne abrahamitische Religionen mit vergleichbaren Entwicklungsindikatoren. Die Gegenoffensive ist doppelt: Ein großer Teil ihrer Bevölkerung bezeichnet sich heute eher als konfessionslos als als heidnisch; und vor allem lebte Japan Ende des 19. Jahrhunderts noch im Feudalismus, Südkorea war 1950 ein Entwicklungsland, und China hatte vor sechzig Jahren Hungersnöte erlebt. Als diese Länder aufstiegen, hatte die Religion ihre Karten bereits ausgespielt.

Das mariologische Dogma und der Ursprung der Sprachen

Die Nebenschauplätze sind ebenso rau. Diskutiert wird, ob die Marienverehrung ein heidnisches Lehnwort oder ein Glaubensdogma war und wann Christus als Sohn Gottes betrachtet wurde. Parallel dazu ein Exkurs zum Ursprung der Sprache: ob die Sprachen eine rein menschliche Entwicklung sind oder die Offenbarung erfordern, mit Rousseau und Derrida als gegenseitiger Munition.

Den Abschluss bildet die Chronologie. Nero starb vierhundert Jahre bevor Odoaker in Rom einmarschierte, ihm also den Fall des Imperiums zuzuschreiben, ist ein Sprung ins Leere. Das Datum, das jedoch verwirrt, ist ein anderes: Wenn im Westen etwas entchristlicht wird, dann begann dieses Etwas 1960 zu bröckeln, nicht im Jahr 326 v. Chr.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (74 Antworten).

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