Delahaye, Duesenberg oder F40: Das schönste Auto existiert nicht
Eine Frage ohne einfache Antwort kann monatelang Seiten füllen. Welches ist das schönste Auto, das die Menschheit je gebaut hat? Der erste Vorschlag war kein Ferrari. Es war Delahaye, eine französische Marke, die vor Jahrzehnten verschwunden ist. Danach, nach 19 Seiten Nachrichten, bleibt das Urteil aus. Es gibt kein schönstes Auto. Es gibt Autos, die je nach Betrachter schöner sind.
Delahaye und Duesenberg: Die Klassiker, die den Ton angeben
Die französischen Modelle der Zwischenkriegszeit erhielten die ersten Erwähnungen. Der Duesenberg SJ Speedster Boattail aus den 30er-Jahren mischte sich fast sofort unter die Favoriten. Danach folgten der Hispano Suiza H6C Torpedo, der Bugatti 57 Type SC Atlantic und der Mercedes 540K. Die Liste der Klassiker wurde durch den Jaguar D-Type für die 50er und den Alfa Romeo Stradale für die 60er vervollständigt.
Einige behaupten, dass diese handwerklichen Karosseriebauer – Werkstätten wie die von Henri Chapron, die auf damaligen Chassis arbeiteten – den absoluten Höhepunkt darstellen und alles danach ein Verfall sei. Dem gegenüber steht ein anderes Argument: Es sind Fahrzeuge einer anderen Ära, gebaut unter unvergleichlichen technischen Einschränkungen, und sie mit einem aktuellen Sportwagen zu vergleichen, ist unfair. Der Delahaye 175S von 1949 wurde, ohne Ironie, als ein Modelltyp zitiert, der allein jede Liste dominieren könnte.
Warum scheinen die 50er und 60er unüberbietbar?
Die Mitte des Jahrhunderts konzentrierte einen Großteil der Vorschläge. Eine Nachricht fasste es präzise zusammen: Die Dekaden der 50er und 60er scheinen in Sachen Stil unüberbietbar. Der Chevrolet Corvette von 1958 taucht in dieser Aufstellung auf. Auch der Aston Martin DB5.
Vom F40 zum Diablo: Die Sportwagen, die das Patt brechen
Als die Auszählung entschieden schien, kamen die Achtziger und Neunziger hinzu. Der Ferrari F40, der Porsche Carrera GT, der BMW M6 E24 und der Lamborghini Diablo, beschrieben als das aggressivste Automobil der Geschichte. Sogar der Audi TT fand in jeder seiner Generationen Verteidiger.
Der Porsche 911 löste seinen eigenen Streit aus. Jemand versuchte, die Generation 993 mit technischem Geschwafel zu rechtfertigen: Doppelturbo, größere Ladeluftkühler, Nockenwellen mit erheblicher Überschneidung. Die Antwort war knapp: Das Handling ist schlecht wegen der Motorposition, und hier geht es um Ästhetik, nicht um Leistung. Nach diesem Urteil verlässt das deutsche Icon den Kopf gesenkt.
Muscle Cars und Schönheit als Provokation
Amerikanisches Muscle hatte seinen Platz. Der Dodge Challenger, besonders in seiner aktuellen Version, und der Charger von 1969. Auch der Phantom Corsair, Spitzname Flying Wombat.
Hier schlich sich eine ideologische Anmerkung ein: Jemand wies darauf hin, dass diese Designs zum Verschwinden verurteilt seien, da sie Ausdruck einer aggressiven Männlichkeit sind. Hispano Suiza erschien mit seiner Carmen-Saga, bereits elektrisch, und mit der Beschwerde, dass das letzte Modell – der Carmen Sagrera – sich mit Batterien verabschiedet.
Der Krieg der SUVs und die Verteidigung der Gegenwart
Der Moment größter Spannung kam, als jemand das neue und protzige Auto verteidigte. Das Argument: Männer zwischen 30 und 40 Jahren mit Geld kaufen SUVs, BMW X6 und ähnliche Modelle, und jene, die von Autos vor 50 Jahren träumen, sind Hobbyisten ohne Budget. Die Antwort war ein Frontalangriff auf das zeitgenössische Design. Nach dieser Haltung erscheinen die meisten Millionäre heute im Smoking mit Lamborghini, während Straßenautos scheinbar ohne Kriterium entworfen werden.
Die Verteidigung der Gegenwart blieb in der Minderheit. Die wiederholte Diagnose lautet, dass das Automobildesign in lebenden Tod geraten ist und dass die abgerundeten Nasen der aktuellen Modelle, laut einem Kommentar, der Aerodynamik und nicht der Schönheit geschuldet sind. Die genannte Ausnahme war erneut der Dodge Challenger.
690.000 Kilometer und Blech, das wie Papier nachgab
Abgesehen von Schönheit kam Zuverlässigkeit zur Sprache. Ein Teilnehmer erzählte, dass sein Bruder einen SEAT Córdoba SDI mit 690.000 Kilometern besaß. Ein anderer erinnerte sich an seinen ersten Kauf: 340.000 Pesetas, etwa 2.000 Euro, für ein Auto, das mehr Zeit in der Werkstatt verbrachte als auf der Straße. In einer Nacht, bei 80 km/h, trat er voll auf die Bremse und das Fahrzeug begann wie ein Karussell zu rotieren, bis es gegen einen Baum prallte. Er stieg durch die Tür aus, die sich noch öffnen ließ. Es brannte nicht.
Daraus entstand eine Diskussion über das Blech jener Zeit. Eine weitere Erfahrung: Der R4-Kastenwagen eines Klempners gab unter dem Gewicht einer Person nach, die auf der Haube saß.
Warum wurden in den Kanaren andere Autos verkauft?
Das Gespräch wandte sich einem wenig erforschten Aspekt zu: den Modellen, die auf den Kanarischen Inseln, aber nicht auf dem Festland Spanien vertrieben wurden. Ein Teilnehmer beschrieb sein Auto – hellblau, weißes Fiberglasdach, Kurbelstart und Kennzeichen aus Teneriffa –, zugelassen 1974 und gekauft 1983, von dem er vermutete, dass es importiert worden war. Als mögliche Erklärung, unbestätigt, wurden Steuern genannt. Ein anderer Teilnehmer erinnerte daran, dass der SEAT Córdoba auf dem Festland nicht als Polo verkauft wurde, aber junge Familien zu moderaten Preisen motorisierte.
Das Problem, einen Hispano Suiza mit einem Mazda zu vergleichen
Der ordentlichste Vorschlag weigerte sich, einen einzigen Gewinner zu wählen, und verteilte das Podium nach Jahrzehnten. Hispano Suiza für die 10er und 20er, Bugatti 57 für die 30er, Mercedes 540K für die 40er, Jaguar D-Type für die 50er, Alfa Romeo Stradale für die 60er, der Lotus 72 für die 70er, der Jaguar XJ220 Concept für die 80er und der Mazda 787B für die 90er. Fazit: Danach fiel das Design ins Bodenlose.
Es gab auch jemanden, der sich verabredet hatte, die Sahara mit Geländewagen zu durchqueren, und in letzter Minute auf Nissan wechselte. Es ging schief. Die daraus gezogene Lehre: Für etwas Ernsthaftes entweder Toyota oder Land Rover Defender. Schönheit zumindest lässt niemanden in der Wüste stranden.
Die Auszählung ist weiterhin offen und niemand hat gewonnen. Eine kleine Detailsache für alle, die das Schönste suchen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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