Schild am japanischen Strand verbietet Alkohol und Tätowierungen

Ein Schild an einem japanischen Strand verbietet Alkohol und Tätowierungen. Das Yakuza-Stigma verfolgt Touristen weiter: 95 % der tätowierten Spanierinnen dürften nicht baden.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Japan und seine Strände: Schilder gegen Alkohol und Tätowierungen

Ein Foto eines Schildes an einem japanischen Strand hat die Frage neu aufgeworfen, welche gesellschaftlichen Normen im Land noch gelten. Keine Flaschen, keine Tätowierungen. Für den westlichen Besucher wirkt das zweite Verbot befremdlicher als das erste.

In Japan werden Tätowierungen weiterhin mit der Yakuza, der örtlichen Mafia, und mit der bewussten Übertretung von Regeln in Verbindung gebracht. Sie öffentlich zu zeigen gilt als unpassende, fast beleidigende Geste. Es ist nicht nur eine ästhetische Frage: Öffentliche Bäder, Thermalquellen und manche Sportanlagen verweigern tätowierten Menschen den Zutritt. Es gibt Fälle von ausländischen Bewohnern, die brav ihre Mitgliedsbeiträge zahlen und sich trotzdem vollständig bedecken müssen, um zu trainieren.

Die Tourismusdebatte hat eine unmittelbare Lesart: Ein erheblicher Teil der spanischen Besucher, vor allem Frauen mit sichtbaren Tätowierungen, bliebe vom Strand ausgeschlossen. Die Zahl von 95 % ist im Gespräch. Eine Barriere, die nicht am Eingang steht, sondern im sozialen Kodex.

Unter den Deutungen des Schildes gibt es die Auffassung, die Beschränkung von Alkohol und Tätowierungen sei darauf ausgelegt, die Yakuza zu ärgern, die beides gewöhnlich zur Schau stellen. Andere reduzieren es auf kulturelles Unbehagen: Ein tätowierter Körper schüchtert nicht ein, er wirkt einfach erbärmlich.

Fest steht: Die Regel ist weder neu noch willkürlich. Sie steht seit Jahrzehnten in den Reiseführern. Das Schild macht sie nur explizit. Die verstörende Zahl: Eine Touristin mit kleinem Tattoo wird genauso ausgeschlossen wie ein MafiMitglied. Die japanische Kultur kennt keine Nuancen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (23 Antworten).

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