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Saudi-Arabien: Unruhen, gescheiterter Putsch und Zweifel an der offiziellen Darstellung
Unruhen in Saudi-Arabien, ein angeblich gescheiterter Putsch gegen Bin Salman und Zweifel an der Achse mit Pakistan und der Türkei: die kursierende, unbestätigte Geschichte
Saudi-Arabien: Unruhen, gescheiterter Putsch und Zweifel an der offiziellen Darstellung
Brennende Raffinerien, Raketen über der Westküste und ein historischer Verbündeter, der weg schaut. So beginnt die Geschichte, die derzeit über Saudi-Arabien kursiert: ein Land, in dem sich nach den geteilten Nachrichten das einfache Volk erhoben hat und das Haus Al Saud ins Wanken gerät. Als Auslöser werden die Angriffe aus dem Jemen genannt, die die innere Unzufriedenheit so vervielfacht haben sollen, dass das Königreich sie nicht länger verbergen konnte. Die Frage, die über jedem Gespräch über den Golf schwebt, ist nicht mehr, ob das Öl steigt oder fällt, sondern wie lange der Thron sich hält.
Ein angeblicher Militärputsch gegen Bin Salman
Die am häufigsten wiederholte Nachricht deutet auf einen regelrechten Putschversuch hin. Nach dieser Version soll der saudische Geheimdienst Prinz Mubarak bin Nawaf Al-Diyasi Al Saud zusammen mit mehreren Offizieren und Anhängern festgenommen haben, nach einem angeblichen Attentatsversuch auf Kronprinz Mohammed bin Salman. Der Putsch, so heißt es in diesem Bericht stets, soll Rückendeckung der Huthi gehabt und gescheitert sein. Die Quelle verdient Betonung: Es handelt sich um ein Transkript, das einem saudischen Bürger zugeschrieben wird, ohne unabhängige Bestätigung. Dieselbe Vorsicht gilt für die Videos, die über Proteste im Süden des Landes nahe der jemenitischen Grenze kursieren, mit der Forderung nach einem Ende der Herrschaft der Familie Al Saud.
Schiiten, Sunniten und eine Grenze in Flammen
Der religiöse Hintergrund zeigt sich, sobald man etwas tiefer gräbt. Saudi-Arabien hat eine bedeutende schiitische Bevölkerung, konzentriert nahe der Grenze zum Jemen und im Osten des Landes – und genau dort bewegt der Iran seit Jahren die Figuren. Das Schiiten-Sunniten-Duell ist nichts Neues: Es blickt auf mehr als anderthalbtausend Jahre Geschichte zurück und erklärt, warum jede Unruhe in der Region zuerst geopolitisch und erst dann lokal gelesen wird. Wer das Thema aufmerksam verfolgt, stellt fest: Entscheidend ist nicht so viel der Aufstand selbst, sondern welche auswärtige Macht hinter jedem Funken steht.
Die Achse Saudi-Arabien-Pakistan-Türkei unter Druck
Der Blick richtet sich auch auf Pakistan, wo die Proteste für die Freilassung von Imran Khan und gegen jede Hilfe für Saudi-Arabien wachsen. Parallel kursieren unbelegte Behauptungen: Die Türkei habe ein gemeinsames Verteidigungsabkommen mit Riad wegen eines Zahlungsstreits über 50 Milliarden US-Dollar gekündigt, und die USA hätten Waffenverkäufe gestoppt, darunter den F-35-Vertrag. Keine dieser Zahlen oder Brüche ist von offiziellen Stellen bestätigt. Fest steht nur die Nervosität: eine Militärachse, die als stabil galt und auf dem Papier vom Schutz der USA in einem Szenario hoher Intensität abhing.
Petrodollar, die keine Siege kaufen
Die am häufigsten zitierte Ironie ist wirtschaftlicher Natur. Mit all dem Geld, das es aus dem Öl zieht, war das Königreich nicht in der Lage, die Huthi niederzuwerfen. Dieser Gegensatz zwischen finanzieller Muskeln und militärischem Ergebnis nährt die Zweifel an der tatsächlichen Stabilität des Regimes. Und er öffnet die unbequeme Frage: Wenn der Thron fällt oder zerfällt – wer füllt die Lücke an einer der strategisch wichtigsten Meerengen des Planeten? Eine neue Aufteilung zwischen Angelsachsen, Chinesen und Russen? Ein Scheinwandel, der etwas ändert, damit nichts sich ändert? Zum Zeitpunkt dieser Diskussion hat keine dieser Fragen eine Antwort.
Die verstörende Erkenntnis ist nicht der gescheiterte Putsch oder die Protestvideos. Sondern dass das Königreich, mit dem größten Liquiditätsvorkommen des Planeten in der Hand, weiterhin davon abhängt, ob Washington hinschaut – oder nicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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