Sarah Santaolalla wirft spanischem Richter Rechtsbeugung vor: Verleumdungsrisiko

Sarah Santaolalla schreibt 'P R E V A R I K A T I O N' gegen einen Richter. Das spanische Strafgesetzbuch ahndet Verleumdung mit bis zu 2 Jahren Haft. Die wichtigsten Punkte im Überblick.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Sarah Santaolalla wirft einem Richter Rechtsbeugung vor: die rechtlichen Hintergründe

Sarah Santaolalla hat in großen Buchstaben "P R E V A R I K A T I O N" geschrieben und damit direkt einen Richter angegriffen. Die öffentlich gemachte Anschuldigung wirft ein klares rechtliches Dilemma auf: Erweist sich die Anzeige als falsch, kann sich der Anzeigende wegen Verleumdung strafbar machen.

Das spanische Strafgesetzbuch bestraft die falsche Beschuldigung eines schweren Vergehens mit Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zwei Jahren oder Geldstrafen von 12 bis 24 Monatsraten, insbesondere bei öffentlicher Äußerung. Das Amt des Richters ist geschützt, um leichtfertige Anzeigen zu verhindern, die das Vertrauen in die Justiz untergraben.

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten: Während einige darauf hinweisen, dass Santaolalla Beweise vorlegen muss, spotten andere über die Form der Anzeige und den verwendeten Ton. In jedem Fall ist die Grenze zwischen berechtigter Anzeige und Verleumdung dünn.

Der Fall bleibt offen und hängt davon ab, ob die Anschuldigung vor Gericht formalisiert wird. Vorläufig ist das strafrechtliche Risiko für die Anzeigende real, wenn sie ihre Behauptungen nicht mit überprüfbaren Fakten belegen kann.

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