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SAR-Übereinkommen: Spaniens riesige Seenotrettungszone, finanziert von allen Steuerzahlern
Das SAR-Übereinkommen von 1979 weist Spanien 1,5 Millionen km² seerechtliche Verantwortung zu, dreimal so viel wie sein Staatsgebiet. So funktioniert die Rettung auf hoher See.
Das SAR-Übereinkommen, das 1979 angenommen wurde und seit 1985 in Kraft ist, verpflichtet Spanien, die Suche und Rettung von Menschen in einem Verantwortungsbereich von anderthalb Millionen Quadratkilometern zu organisieren – dreimal so groß wie sein Landesterritorium. Salvamento Marítimo (die spanische Seesicherheitsgesellschaft) führt diese Einsätze mit öffentlichen Mitteln durch und koordiniert sich mit den Diensten der Nachbarländer.
Das Internationale Übereinkommen über die Suche und Rettung auf See, bekannt als SAR-Übereinkommen, wurde auf einer Konferenz der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) am 27. April 1979 angenommen und trat am 22. Juni 1985 in Kraft. Spanien ist Vertragspartei. Dieser Text erklärt, warum die Patrouillenboote von Salvamento Marítimo Hunderte von Meilen vor der Küste auftauchen – es handelt sich nicht um eine Idee der jüngsten politischen Generation.
## Was das SAR-Übereinkommen regelt und was auf Spanien entfiel
Das Übereinkommen teilt das Meer in Such- und Rettungsregionen ein. Jede Vertragspartei verpflichtet sich, in ihrer Zone angemessene Dienste sicherzustellen und sich mit den Nachbarn zu koordinieren. Spanien hat fast **8.000 Kilometer** Küstenlinie und einen Verantwortungsbereich von **anderthalb Millionen Quadratkilometern**, wie aus den von Salvamento Marítimo veröffentlichten Daten hervorgeht. Das entspricht dem Dreifachen des Staatsgebiets.
Die Zone ist in vier Bereiche unterteilt: Atlantik, Straße, Mittelmeer und Kanarische Inseln. Der kanarische Bereich reicht am weitesten in den Ozean hinein und erhält die meisten Boote, die von der westafrikanischen Küste aus aufbrechen. Das Übereinkommen sagt nicht „nimm auf, wen du kannst“: Es besagt, dass jede Partei sicherstellen muss, dass Maßnahmen ergriffen werden, um Menschen in Not in ihrer Region zu helfen.
## Wer zahlt und mit welchen Mitteln
Salvamento Marítimo ist ein staatliches Unternehmen, das dem Verkehrsministerium untersteht. Seine Mission ist in Artikel 268 des neu gefassten Gesetzes über die staatlichen Häfen und die Handelsmarine festgelegt, das durch das Königliche Gesetzgebungsdekret 2/2011 genehmigt wurde. Dort sind die Rettung von Menschenleben auf See, die Bekämpfung der Verschmutzung, die Überwachung des Schiffsverkehrs, die Sicherheit der Schifffahrt sowie Schlepp- und Hilfsdienste für Schiffe aufgeführt.
All dies wird aus dem öffentlichen Haushalt finanziert. Das Unternehmen verfügt über Schiffe, Hubschrauber und Flugzeuge, und seine Einsätze werden von Zentren wie denen in Las Palmas oder Teneriffa koordiniert. Wenn ein Boot in internationalen Gewässern innerhalb der spanischen SAR-Region Hilfe anfordert, mobilisiert das zuständige Zentrum Mittel. Findet die Rettung im Bereich eines anderen Landes statt, wird die im Übereinkommen selbst vorgesehene Zusammenarbeit aktiviert.
## Die Debatte über Kosten und Nutzung des Dienstes
Manche behaupten, diese Einsätze seien zu einem Anreiz für die Ausfahrt von Booten aus Westafrika geworden und die Kosten gingen ohne Gegenleistung zu Lasten der Steuerzahler. Diese Meinung ist in Foren weit verbreitet, doch eine offizielle Zahl, die diesen Effekt beziffert, gibt es nicht. Belegt sind dagegen die Zahl der Geretteten und die jährlichen Ausgaben des Unternehmens, die in den allgemeinen Staatshaushalten erscheinen.
Das Übereinkommen verpflichtet die Parteien außerdem, Rettungseinheiten anderer Länder schnell in ihre Hoheitsgewässer einzulassen. Das bedeutet, dass ein spanisches Schiff ohne zusätzliche Formalitäten mit Marokko, Mauretanien oder Senegal kooperieren kann. Im Gegenzug können diese Länder dasselbe in der spanischen Zone tun.
## Was das Übereinkommen nicht sagt
Das SAR-Übereinkommen legt keine Rettungsquoten fest und verpflichtet nicht, Gerettete in einen bestimmten Hafen zu bringen. Die Pflicht besteht darin, Hilfe zu leisten und die Menschen an einem sicheren Ort an Land zu bringen, der normalerweise zwischen der Leitstelle und dem Kapitän des Schiffes entschieden wird. Es hindert einen Staat auch nicht daran, zusätzliche Mittel einzusetzen, wenn er dies für notwendig hält.
Die Diskussion darüber, ob Spanien seine SAR-Region neu verhandeln oder ihren Umfang verkleinern sollte, ist legitim, erfordert aber die Trennung zweier Dinge: was ein Staat in einem internationalen Vertrag unterzeichnet und was er jedes Jahr für Mittel ausgeben entscheidet. Das Übereinkommen setzt den Rahmen; der Haushalt legt die tatsächliche Reichweite der Patrouillenboote fest.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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