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Sánchezes Sicherheitsaufgebot übertrifft den Schutz des spanischen Königs
Sechs Autos und 20 Leibwächter für ein TikTok sowie zehn Fahrzeuge für ein Dorf in Huelva: So sieht Sánchezes Sicherheitsapparat mit dem vierten Sicherheitsring aus.
Sechs Autos, 20 Leibwächter und ein TikTok: Der Sicherheitsring um Sánchez
Sechs Autos und zwanzig Leibwächter, um ein vertikales Video im Zentrum von Madrid aufzunehmen. Diese Zahl, die von okdiario verbreitet wurde, ist nicht umstritten: Diskutiert wird vielmehr deren Bedeutung. Für die einen ist es der notwendige Schutz vor realen Bedrohungen. Für die anderen der Beweis dafür, dass der Präsident weiß, dass er von Menschen umgeben ist, die ihn nicht gerne in ihrer Nähe haben.
In derselben Woche ein weiteres Bild: zehn Fahrzeuge, die Sánchez durch ein 10.000 Einwohner großes Dorf in Huelva eskortieren. Und eine dritte Nachricht, die damit einhergeht: Moncloa (der Sitz der spanischen Regierung) soll einen vierten Sicherheitsring um den Präsidenten aktiviert haben – ein Schutzgrad, der laut Presseberichten über dem des Königs liegt.
Mehr geschützt als der König: Was ist der vierte Sicherheitsring?
Das ist keine Metapher. Der vierte Ring beschreibt eine zusätzliche Ebene aus Beamten, Filtern und Perimetern, die zu den drei üblichen Schichten bei offiziellen Reisen des Präsidenten hinzukommt. Die Schlagzeile der letzten Tage ist wörtlich zu nehmen: mehr geschützt als der König.
Diese Verstärkung ist nicht umsonlos. Sie wird aus demselben Budget finanziert, das auch die Gehälter der Polizei und der Guardia Civil (die spanische Zivilgarde) deckt, und zwar in einem Kontext, in dem die UIP (die größte Polizeigewerkschaft) beklagt, dass Sánchez mehr Beamte und Straßensperrungen fordert, wenn er das Kongressgebäude aufsucht. Ihre wortgetreue Einschätzung: „absolut unverhältnismäßig“. Hier ist Präzision geboten: Es gibt keine öffentlichen Zahlen über die Gesamtkosten des Einsatzes. Wer danach sucht, wird nicht fündig.
Franco im Cabrio und Rajoy mit einem Faustschlag
Der historische Vergleich bildet den Kern der Debatte. Franco bewegte sich in einem offenen Wagen durch Städte, in denen ein Großteil der Bevölkerung auf der unterlegenen Seite gekämpft hatte. Felipe González und Mitterrand spazierten 1989 gemeinsam zwei Autostunden von dem Baskenland entfernt, wobei nationale Korrespondenten wegen mangelnder Sicherheitsmaßnahmen protestierten, während ihre Kollegen in Valladolid daran erinnerten, dass dies eine friedliche Provinzstadt war.
Rajoy hingegen ging auf Pfaden mit ein paar Leibwächtern spazieren und erhielt bei einem Spaziergang durch seine Stadt einen Faustschlag. Die Ironie ist tiefgreifend: Der moderne spanische Politiker, der sich mit dem geringsten Aufwand bewegte, war gleichzeitig derjenige, der einen physischen Angriff erlitt.
Ceuta, die maritime Sperrzone und beschlagnahmte Mobiltelefone
Der Einsatz beschränkt sich nicht auf das Land. Jupol (die Abteilung für öffentliche Sicherheit der Nationalpolizei) behauptet, dass die ersten verstärkten Anti-Unruhen-Einheiten, die nach Ceuta (eine spanische Exklave in Nordafrika) geschickt wurden, dazu dienten, Sánchez zu eskortieren. Zudem wurde die maritime Sperrzone in den Gewässern der Kanarischen Inseln mit Booten, Helikoptern und GRS (Spezialeinheiten der Guardia Civil) eingerichtet – Beamte, die laut Argumentation während dieser Zeit den andalusischen Küstenabschnitt nicht mehr abdeckten.
Hinzu kommt ein Detail, das besonders für Verärgerung gesorgt hat: die Beschlagnahmung von Mobiltelefonen bei Besuchern des Präsidenten in La Mareta. Ein Sicherheitsapparat, der die Taschen der Besucher kontrolliert, bevor er sie hineinlässt.
Warum bewegt sich Sánchez mit so viel Sicherheit?
Es gibt drei unvereinbare Interpretationen. Die erste: die reale Angst vor einem Attentat, das typische JFK-Szenario, das in mehr als einer Analyse zitiert wird. Die zweite: eine Machtübersteigerung, die jede öffentliche Erscheinung in einen Staatsakt verwandelt. Die dritte, die unangenehmste: die Angst vor dem eigenen Volk, die These des terrorisierten Tyrannen, die diese gesamte Kontroverse anführt.
Keine davon lässt sich beweisen. Alle erklären dasselbe aus Blickwinkeln, die sich nicht berühren, und genau das ist das Problem: Wenn ein Fakt drei Erzählungen zulässt, wählt jeder diejenige, die er bereits im Gepäck hat.
Es ist damit zu rechnen, dass der Apparat nicht reduziert wird. Wenn der vierte Ring funktioniert, wird er bleiben. Und an dem Tag, an dem jemand versucht, ihn abzubauen, wird man ihn fragen, ob er der Verantwortliche für den Tag sein will, an dem es nicht gereicht hat.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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