Zapatero entging auf seinem Flug nach Caracas einer Festnahme durch die USA

José Cabrera enthüllte bei Antena3, dass die USA planten, Zapatero in Santo Domingo festzunehmen. Die Anklage in Spanien wäre eine Manöver gewesen, um das zu verhindern.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Zapateros vereitelter Flug nach Caracas und der Schatten einer US-Festnahme

Dass die Streichung des Flugs des ehemaligen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero nach Caracas weder wetterbedingt noch auf einen technischen Defekt zurückzuführen war, war das Mindeste, was man erwarten konnte. Der Journalist José Cabrera verriet bei Antena3, dass der geplante Zwischenstopp in Santo Domingo Schauplatz einer von Washington angeordneten Festnahme werden sollte und dass erst eine Leak in letzter Minute es der spanischen Justiz ermöglichte, den Ex-Regierungschef anzuklagen, um seine Auslieferung zu verhindern. Die Information, die in Kreisen der Wirtschafts- und Politikanalyse aufgegriffen und weiter ausgearbeitet wurde, zeichnet ein Szenario, das konspirative Fiktion übertrifft.

Die Enthüllung von Antena3: eine Festnahme in extremis verhindert

Laut Cabrera hatte das US-Justizministerium eine Operation vorbereitet, um Zapatero festzunehmen, wenn sein Flugzeug in der Dominikanischen Republik zwischelanden sollte – im Rahmen von Ermittlungen wegen mutmaßlicher internationaler Korruption und Verbindungen zum venezolanischen Drogenhandel. Jemand in der spanischen Regierung spielte den Plan durch, und die Audiencia Nacional (das oberste Strafgericht Spaniens) klagte den Ex-Ministerpräsidenten wenige Stunden vor dem Flug an und erzwang so die Absage. Die offizielle Version sprach von „Terminproblemen“, doch in Justizkreisen gilt als sicher, dass die Anklage ein Schutzmanöver war: Lieber in Spanien vor Gericht stehen, als in eine Zelle nach Guantánamo verbracht zu werden.

Zapatero vor den USA schützen oder einen diplomatischen Skandal vermeiden

Zwei Lesarten prallen aufeinander. Die eine besagt, dass die Regierung von Pedro Sánchez, Zapateros politischer Erbe, handelte, um das Image der Partei zu wahren und zu verhindern, dass ein spanischer Ex-Ministerpräsident in Handschellen vor einem US-Gericht landet. Die andere, bissigere, behauptet, ohne den Druck der amerikanischen Justiz wäre der Fall nie aus der Schublade gekommen. „Sie ermitteln daran seit 2015“, erinnerte ein Analyst während der Diskussion, in Anspielung auf die Untersuchungen zu Zapateros Geschäften in Venezuela. Die zeitliche Übereinstimmung mit den andalusischen Wahlen und der internen Säuberung des Systems wirft weitere Fragen auf.

Skepsis gegenüber der spanischen Justiz und die Rolle der USA

Parallel dazu zeichnet sich eine Strömung ab, die in der Operation einen neuen amerikanischen Staatsstreich im Gewand des Korruptionskampfs sieht. „Der Yankee-Tyrann ist außer Kontrolle“, spotten manche, während andere daran erinnern, dass der Ex-Ministerpräsident nicht mehr an der Macht ist und eine Festnahme auf fremdem Boden eine flagrante Verletzung des Völkerrechts gewesen wäre. Doch es gibt auch Stimmen, die darauf hinweisen, dass, wenn Washington wirklich Druck macht, der spanische Justizapparat ihn nicht ewig verstecken kann. Das vorläufige Ergebnis: Zapatero bleibt in Spanien auf freiem Fuß – aber unter der Lupe zweier Justizsysteme: der einheimischen, langsamen und politischen, und der amerikanischen, die weder vergisst noch vergibt.

Der Ausgang dieses Dreiecksspiels – die spanische Staatsanwaltschaft, das Justizministerium und Zapatero selbst – wird entscheiden, ob der Ex-Ministerpräsident am Ende eine Zelle mit Maduro teilt, wie manche vorhersagten, oder ob die spanische Justiz erneut unter Beweis stellt, wie geschickt sie unbequeme Fälle zu begraben versteht. Vorerst bleibt der Flug nach Caracas am Boden.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (64 Antworten).

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