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Sánchez unter Druck wegen DANA-Katastrophe in Valencia
Über 200 Tote durch die DANA und Streit um den Alarmzustand. Sánchez' politische Position wird kritisch hinterfragt.
Sánchez unter Druck wegen DANA-Katastrophe in Valencia
Ist Pedro Sánchez politisch am Ende? Diese Frage taucht bei jeder Katastrophe, jeder Krise und jedem institutionellen Fehltritt seit Jahren auf. Die DANA (Starkregenereignis), die Teile der Provinz Valencia verwüstete, forderte über zweihundert Todesopfer und löste gegenseitige Vorwürfe zwischen den Verwaltungsebenen aus. Formal lag die Zuständigkeit für den Notstand bei der Generalitat Valenciana unter Carlos Mazón. De facto geriet jedoch auch La Moncloa (der spanische Regierungssitz) ins Visier, wegen des Managements internationaler Hilfeleistungen und einer von Teilen der Öffentlichkeit als Passivität interpretierten Haltung gegenüber dem Desaster. Die Debatte darüber, wer den Alarmzustand ausrufen sollte, wurde zum politischen Schlachtfeld.
Wer hätte den Alarmzustand ausrufen müssen?
Artikel 4 des Ley Orgánica 4/1981 (Organisches Gesetz über Ausnahmezustände) sieht die Ausrufung des Alarmzustands bei Naturkatastrophen vor, einschließlich Überschwemmungen. Dies ist das Argument, mit dem eine Intervention der Zentralregierung gefordert wird. Der zeitliche Ablauf deutet jedoch darauf hin, dass Mazón zwei Tage brauchte, um formell staatliche Unterstützung anzufordern, wie Beobachter der Protokolle betonen. Da UME (Militärische Nothilfeeinheit), Armee, Nationalpolizei, Guardia Civil, AEMet (Meteorologischer Dienst) und Wasserbeckenbehörden der Zentralregierung unterstehen, wird die These gestützt, dass die staatlichen Ressourcen früher hätten aktiviert werden können.
Das Gegenargument hat ebenfalls Gewicht: Hätte die Regierung den Alarmzustand ausgerufen und sich auf Schadensbegrenzung beschränkt, wäre kaum Kritik laut geworden. Andere weisen jedoch darauf hin, dass bei einem früheren Anlass Maßnahmen ergriffen wurden, die von Gerichten wegen Überschreitung der gesetzlichen Befugnisse kassiert wurden. Dieser Präzedenzfall lastet schwer auf jeder Diskussion über die Aktivierung des Mechanismus.
Internationale Hilfe und der Vorwurf der "Fachocomodín"-Rhetorik
Die anfängliche Debatte konzentrierte sich auf zwei Punkte: die angebliche Weigerung, internationale Hilfe anzunehmen, und die Verwendung des Begriffs fachocomodín (ein abwertender Begriff für rechtsgerichtete Protestler), um Kritiker des Krisenmanagements zu diskreditieren. Der Besuch des Königspaares und des Premierministers in Paiporta endete mit Bewurf durch Schlamm und Gegenstände, ein Vorfall, den Sánchez selbst als "jede Form von Gewalt" verurteilte. Daraufhin spalteten sich die Narrative: Manche sahen darin eine legitime Volksreaktion auf institutionelles Versagen, andere einen Versuch, Proteste zu kriminalisieren.
Einige argumentieren, die Zentralregierung sei ebenfalls verantwortlich, da das Gesetz bei Naturkatastrophen, bei denen die öffentliche Sicherheit nicht gewährleistet werden kann, zwingend den Alarmzustand und den Einsatz des Militärs vorschreibt. Dem hält man entgegen, dass Protokolle zwar existieren, aber nicht angewendet werden, wenn die zuständige Behörde sie nicht auslöst. Der politische Machtkampf spielt sich auf einem Terrain ab, wo die Zahl der Toten keine Verhandlungsbasis mehr ist.
Der ausbleibende Verschleiß
Das Gerede vom "politischen Leichnam" begleitet Sánchez seit seinem Amtsantritt in La Moncloa. Jeden Monat pünktlich erscheinen Prognosen über seinen bevorstehenden Abgang. Und doch bleibt er. Die gängigste Erklärung ist eine treue Wählerbasis, die ihre Partei wie einen Fußballverein unterstützt, unbeeindruckt von Skandalen oder Managementkrisen. Laut einigen Analysen wäre die Wahlenthaltung der wahre Schiedsrichter für jeden Machtwechsel.
Die optimistischste Berechnung seiner Kritiker geht von einem irreversiblen Vertrauensverlust aus; das pessimistische Szenario nimmt an, dass es keine realistische Alternative gibt, die diesen nutzen könnte. Unterdessen vermengt sich die DANA-Debatte mit Theorien über inoffizielle Treffen und dem nie bewiesenen Verdacht, der Premierminister werde von undurchsichtigen Instanzen gestützt. Nichts davon hat bisher auch nur einen einzigen Sitz verschoben.
Die Zahlen des Desasters
Mehr als zweihundert Tote, ein überflutetes Einkaufszentrum und eine nach unten korrigierte Zahl der Vermissten nach der Durchsuchung des Parkplatzes von Bonaire. Die Überprüfung von 99 % dieses Bereichs ergab keine weiteren Leichen, was die schlimmsten Befürchtungen widerlegte. Das Notfallmanagement hat jedoch weiterhin keinen klaren Verantwortlichen: Die autonomen und staatlichen Zuständigkeiten überschneiden sich in einem Graubereich, den keine Seite übernehmen will.
Die Frage, ob Sánchez ein politischer Leichnam ist, lässt sich angesichts der Daten unbequem beantworten: Politische Leichen überleben selten sieben Jahre lang Sterbeprognosen.
Wer hätte den Alarmzustand wegen der DANA ausrufen sollen?
Das Ley Orgánica 4/1981 erlaubt der Regierung die Ausrufung bei Überschwemmungen. Die primäre Zuständigkeit lag bei der Generalitat, die laut Protokollen zwei Tage brauchte, um staatliche Intervention anzufordern. Die Zentralregierung hätte handeln können, aber der Präzedenzfall gerichtlicher Aufhebung früherer Maßnahmen beeinflusst die Entscheidung.
Was geschah beim Besuch des Königspaares in Paiporta?
Felipe VI und Pedro Sánchez wurden in Paiporta, einer der verwüsteten Ortschaften, mit Schlamm und Gegenständen beworfen. Der Premierminister verurteilte danach "jede Form von Gewalt". Der Vorfall entfachte erneut die Debatte über das Krisenmanagement und die Reaktion der Bürger auf die Präsenz der Institutionen.
Warum heißt es, Sánchez sei ein politischer Leichnam?
Es ist ein wiederkehrender Ausdruck seit Jahren, verwendet bei jeder Krise. Kritiker nutzen ihn, um seinen Abgang vorherzusagen; Verteidiger zitieren ihn als Beweis dafür, dass die Prognose nie eintrifft. Das Fehlen einer konsolidierten elektoralen Alternative hält die Vorhersage in der Schwebe.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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