Sánchez im Visier: Der Plus-Ultra-Fall rückt Moncloa näher

Julio Martínez' Aussage im Plus-Ultra-Fall rückt Sánchez in den Fokus. Die 53-Millionen-Euro-Rettungshilfe und das Geständnis der Airline zu Zahlungen an...

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Sánchez im Visier von Richter Calama wegen der Plus-Ultra-Rettungshilfe

Warum sollte der spanische Ministerpräsident nach Julio Martínez' Aussage im Plus-Ultra-Fall besorgt sein? Die Antwort liegt in einer 180-Grad-Wende der Ermittlungen. Bislang konzentrierte sich der Fokus auf die Mittelsmänner und auf die Figur des Ex-Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero, dem vorgeworfen wird, für seine Vermittlungstätigkeit eine Provision kassiert zu haben. Doch Martínez' Aussage als Führungskraft der Airline hat eine neue Spur eröffnet, die direkt auf die Entscheidung der Koalitionsregierung verweist, die 53-Millionen-Euro-Rettungshilfe zu bewilligen.

Laut den Informationen, über die Richter Calama verfügt, hat Plus Ultra zugegeben, dass Zapatero für seine Begleitaktivitäten eine „Schmiergeldzahlung" erhielt. Der Vorsitzende der Airline hat sich gemeinsam mit dem Manager Roberto Roselli entschlossen, mit der Justiz zu kooperieren, und dem Richter ein detailliertes Schreiben vorgelegt. Die vier an die Audiencia Nacional (Spaniens oberstes Strafgericht) übermittelten Schreiben belasten den Ex-Ministerpräsidenten, und in Moncloa herrscht die Sorge, dass sich die Ermittlung nun bis zur Spitze der aktuellen Regierung ausweitet.

Was sich durch Martínez' Aussage ändert: Es geht nicht mehr nur um intransparente Provisionen. Der Richter will den gesamten Prozess rekonstruieren: Wer entschied über die Rettungshilfe, nach welchen Kriterien und gab es politischen Druck? Sánchez, der zu diesem Zeitpunkt Ministerpräsident war, wird damit zur nächsten Stufe der Ermittlung. Es geht nicht um politischen Verschleiß; es ist ein greifbares strafrechtliches Risiko. Wie ein Analyst ironisch anmerkte, lautet die Frage, wie lange es dauern wird, bis der Richter den aktuellen Bewohner der Moncloa vorlädt.

Die Schwere der Angelegenheit liegt darin, dass sich bei Bestätigung der Verdächtigungen die Straftat als sehr schwerwiegend erweisen könnte, mit Auswirkungen auf Geldwäsche hin zu internationalen Institutionen. Eine Verurteilung in diesem Fall würde sogar die von Ábalos übersteigen, so die juristischen Analysen. Die Zeit läuft: 72 Stunden ist die Frist, die manche Beobachter für den nächsten justiziellen Schritt ansetzen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (19 Antworten).

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