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Russlands Plan: NATO im All blenden
Antisatellitenangriffe, EMP und nukleare Warnung: Optionen zur Blendung der NATO und das Risiko für Russland.
Antisatellitenangriff und EMP: Der Plan zur Blendung der NATO
Der aggressivste Vorschlag ist nicht die Einnahme Kiews, sondern das Abschalten von Satelliten. Da strategische Entscheidungen fernab der Front fallen, liegt der Schlüssel zum Sieg in der Zerstörung der technischen Infrastruktur des Gegners durch Blendung.
Plan gegen geostationäre Satelliten und NATO-Drohnen
Das Konzept hat zwei Phasen. Erstens wird die nukleare Raketenstreitmacht in höchste Alarmbereitschaft versetzt als Abschreckung. Zweitens starten Weltraumtruppen vom Boden aus Angriffe mit Antisatellitenwaffen gegen alle geostationären Satelliten des Westens über der Ukraine. Die dabei entstehenden Trümmer würden verbleibende Satelliten zerstören. Nicht-geostationäre Satelliten reichen laut dieser Theorie nicht aus. Das Ergebnis wäre eine "blinde" Armee und GPS-gesteuerte Systeme, die nutzlos werden.
Eine kompatible zweite Option wäre der Einsatz elektromagnetischer Impulse (EMP) aus dem Orbit, um Elektronik in Osteuropa zu zerstören. Eigene Geräte wären zuvor in Faraday-Käfigen geschützt. Dies würde Drohnen und fortgeschrittenes Material neutralisieren.
Warum Russlands Militärtechnik bezweifelt wird?
Hier bricht die Erzählung zusammen. Kritiker behaupten, dass 99 % des eingesetzten Materials noch aus sowjetischer Zeit stammt, während neue Systeme entweder fehlen oder nie produziert wurden. Ein Beispiel sind Luftabwehrsysteme, die HIMARS-Raketen angeblich nicht abfangen konnten. Hintergrund ist ein industrielles Problem: Die Sowjetunion baute ihre Macht auf kopierten westlichen Plänen auf, scheiterte aber bei Konsumgütern – teuer, knapp und schlecht.
Technisch ist der Gegenargument ebenfalls unangenehm: Ein großflächiger EMP-Angriff würde auch den Angreifer blind machen. Man müsste nicht nur eigene und fremde Satelliten, sondern auch alle Startplattformen feindlicher Staaten zerstören, um einen Wiederaufbau zu verhindern. Zudem haben chinesische Programme bereits selektive Satellitenabschüsse getestet. Eine Eskalation gleicht eher einem Lichtausschalten im ganzen Raum als einer Schachzug.
Ist Russland in die Enge getrieben oder hat es Rückzugsraum?
Die Angst vor dem "eingekesselten Tier" ignoriert die Geografie: Russland hat ganz Russland als Rückzugsraum. Ein Land dieser Größe kann nicht belagert werden. Solange Truppen jedoch außerhalb operieren, bedeutet jeder Tag vermeidbare Verluste. Daher sehen viele den Rückzug nicht als Niederlage, sondern als Ausweichen.
Andere Szenarien zielen weniger ambitioniert auf das gesamte Gebiet östlich des Dnepr und die Schwarzmeerküste, die wohlhabendsten Regionen. Der Rest sei eine Last für den Westen. Gegner argumentieren, dass die Ukraine ein unabhängiger Staat ist, der weder besiegt noch kapituliert wurde. Selbst wenn Moskau militärisch gewinnt, könnte es politisch verlieren, da Generationen von Hass nicht verhandelbar sind. Als Präzedenzfall dient der polnisch-sowjetische Krieg, wo Bevölkerungszahl nicht entscheidend war.
Option fünf: Saporischschja und das unsignierte Szenario
Unter extremen Szenarien gibt es eines, das keine Aktion erfordert, sondern Unterlassung. Es wird spekuliert, dass man bei günstigem Wind einen schweren Unfall im Atomkraftwerk Saporischschja zulässt. Dies erlaube den Einsatz der "Atombombe" ohne direkte Urheberschaft, kontaminiere die Westukraine und westliche Länder. Dies ist eine Hypothese, kein Fakt. Andere fordern, dass Kiew direkt in die Krim und russisches Territorium eindringt, um den offenen Lufteinsatz zu erzwingen.
Wer zahlt die Rechnung bei einer Eskalation in Europa?
Der letzte Streitpunkt betrifft nicht Taktik, sondern Folgen. Eine Seite behauptet, das angloamerikanische System brauche einen Neustart und suche den Dritten Weltkrieg, wobei die Ukraine und Europa Kollateralschäden seien. Die andere Seite listet Konsequenzen auf: Hunger, Armut und Wehrpflicht. Hinzu kommen hohe Energiekosten durch LNG-Transporte und die Befürchtung, dass Kiew bis zum letzten Ukrainer als Bocksmittel dient.
Angesichts dieses Bildes stellt sich die Frage, wie viel echte Abschreckung und wie viel Bluff in einem Plan steckt, der den Angreifer selbst blind machen würde. Niemand einigt sich darauf. Und genau diese Uneinigkeit ist wichtiger als jede Zahl.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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