Russland schickt 1913 gebautes Schiff zur Suche nach Moskva

Das 1913 für die zaristische Marine gebaute U-Boot-Bergungsschiff Kommuna sucht im Schwarzen Meer nach den Überresten des gesunkenen Kreuzers Moskva.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Russland schickt 1913 gebautes Schiff zur Suche nach Moskva
Russland schickt ein 1913 gebautes Schiff zur Suche nach der Moskva

Es war einmal bemerkenswert, wenn ein Land ein Schiff aus den Sechzigern einsetzte. Russland hat die Latte höher gelegt. Die Kommuna, ehemals Voljov, 1913 in St. Petersburg für die kaiserliche Marine vom Stapel gelassen, ist ins Schwarze Meer ausgelaufen, um die Wrackteile des dort versenkten Kreuzers Moskva zu finden. Sie ist 111 Jahre alt. Diente dem Zarenreich, der Sowjetunion und der Russischen Föderation. Laut einem Forumsnutzer ist sie das älteste noch aktive Kriegsschiff der Welt.

Den im Thread zitierten Berichten zufolge besteht die Mission darin, die Überreste zu lokalisieren, nicht sie zu heben. Mit diesen Koordinaten auf dem Tisch diskutiert das Forum, ob dies ein Zeichen industrieller Effizienz oder das Porträt eines Riesen ist, der sich nichts Neues mehr leisten kann.

Was ist die Kommuna und warum schwimmt sie nach 111 Jahren noch?

Das Schiff lief bei den Pilingui-Werken vom Stapel, einer zaristischen Werft, die laut einem Nutzer größtenteils in Europa ausgebildete Ingenieure beschäftigte – jenes Russland vor 1917, das nach Westen blickte. Es ist kein Kampfschiff: Es ist ein Ponton zur Bergung und Unterstützung von U-Booten. Das erklärt seine Langlebigkeit. Ein Schiff, das keine Waffen abfeuert, nutzt sich im Kampf nicht ab und kann über Jahrzehnte repariert werden.

Manche sehen darin den Schlüssel: Was funktioniert, pflegen und nicht aus Prinzip austauschen, sei eine Tugend, keine Schande. Der spanische Segelschulschiff Juan Sebastián Elcano wird als Beispiel genannt. Dabei taucht auch eine wenig bekannte Kuriosität auf: Den Molotowcocktail erfanden nicht die Russen; die Finnen tauften ihn während des Winterkriegs so, um sich über sie lustig zu machen.

Das physikalische Problem: 95 Meter gegen 180

Hier kommt der stärkste Einwand. Die Kommuna ist 95 Meter lang und verdrängt 3.100 Tonnen. Die Moskva war 180 Meter lang und verdrängte 12.000 Tonnen. Kein Kabel dieses Schiffs kann dieses Wrack vom Grund heben. Das Gegenargument lautet: Um den Meeresboden mit Sonar abzusuchen, braucht man kein großes Schiff, nur eines, das fährt.

Der verwirrende Detail: Die Moskva hatte etwa 40 Dienstjahre hinter sich und war, in den Worten eines Nutzers, veralteter Schrott. Das Relikt von 1913 ist weiterhin betriebsbereit. Diese Paradoxie wird von keiner Seite unterschrieben.

Russischer Pragmatismus oder Symptom der Erschöpfung?

Zwei Lager teilen sich das Feld. Eine Seite verteidigt extreme Sparsamkeit: Wenn das Schiff seinen Zweck erfüllt und die wichtigen U-Boote unterstützt, wäre seine Außerdienststellung töricht. Die andere Seite zeigt auf das Budget. Argumentiert wird, dass genau das passiert, wenn man Supermacht-Ambitionen mit dem Geldbeutel eines Landes zweiter Klasse verfolgt.

Die Kernfrage geht über das Schiff hinaus. Dieselbe Debatte über Alt und Neu tobt in jeder Flotte: Modernisiert man, weil es nötig ist, oder weil jemand Provision kassiert? Hier wird der Mangel an Budget unbequemer als jedes Foto.

Das unbestätigte Atomgerücht

Parallel kursiert der Verdacht, die Moskva habe zwei Atomsprengköpfe an Bord gehabt. Klare Ansage: Dafür gibt es keinen Beweis, und diese Version stammt von Nutzern, die ohne Belege spekulieren. Das einzig Verifizierbare ist der historische Vergleich, der angestellt wird: Mindestens sieben US-Flugzeuge mit Atomwaffen sind verloren gegangen und nie geborgen worden, Episoden, die im Militärjargon als Broken Arrow bezeichnet werden.



Das älteste Kriegsschiff der Welt durchkämmt weiterhin den Boden des Schwarzen Meeres. Und nicht aus industriellem Patriotismus: In den kursierenden Koordinaten liegt die Zone in weniger als 60 Metern Tiefe. Ausreichend für ein Sonar. Unzureichend, um 12.000 Tonnen versenkten Stahl zu heben. Dort liegt der Kreuzer, und dort liegt der zaristische Großvater, der ihn sucht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (107 Antworten).

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