Roma greifen aus Angst vor Migranten zur Waffe

In spanischen Vierteln wächst die Unsicherheit: Roma beklagen Diebstähle durch Migranten, manche bewaffnen sich. Verändert sich die Landkarte der Angst in Spanien?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Angst wechselt die Seite: Bewaffnete Roma und die neue Einwanderung

Historisch stigmatisiert, klagen manche Roma-Gemeinschaften in Spanien nun selbst über Unsicherheit. Der Satz „Ich muss mit der Pistole schlafen, falls mich jemand ausraubt“ fasst eine wachsende Spannung zusammen: Sie fühlen sich durch algerische und marokkanische Einwanderer in ihren Vierteln bedroht. Die Paradoxie ist erheblich: Eine Gruppe, die jahrzehntelang Diskriminierung erlitten hat, greift nun zu Waffen, um ihr Eigentum zu schützen.

Warum verschieben sich die Rollen der Unsicherheit?

Die Krise des Zusammenlebens in benachteiligten Vierteln hat einen Wettbewerb um Ressourcen und die Kontrolle des öffentlichen Raums ausgelöst. Während manche Anwohner auf Alarmanlagen und Anzeigen setzen, bevorzugen andere – etwa bestimmte Roma-Clans – die bewaffnete Abschreckung. Das ist kein Einzelfall: Der illegale Waffenbesitz steigt dort stark an, wo die Polizei nicht hinkommt.

Die unbequeme Zahl

Die Debatte lässt mehrere Fragen offen. Eine davon: Erlebt Spanien eine Fragmentierung der öffentlichen Sicherheit in private Hände? Die Antwort ist vorerst unklar. Klar ist jedoch, dass sich die Angst neu verteilt hat: Wer früher als Bedrohung wahrgenommen wurde, erleidet sie heute selbst.

Wie weit wird diese Spirale des Misstrauens noch gehen? Für das Zusammenleben in den am stärksten betroffenen Vierteln zeichnet sich keine einfache Lösung ab.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (19 Antworten).

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