Dies ist ein rundenbasiertes Rollenspiel, bei dem jeder Teilnehmer eine Partei, einen Kandidaten und bis zu drei unterstützende Charaktere erstellt, um um den spanischen Regierungssitz (Presidencia del Gobierno) zu konkurrieren. Aktionen werden durch Würfelwürfe und Boni gelöst, die vom Organisator je nach Amt und vorgeschlagener Maßnahme vergeben werden.
Es gibt eine Herangehensweise an die spanische Politik, die keine Kundgebungen oder Umfragen erfordert: Man erfindet eine Partei, einen Kandidaten und drei Support-Charaktere und konkurriert um La Moncloa (den Sitz der spanischen Regierung) mit absurden, aber erklärbaren Maßnahmen. Das Spiel ist als wöchentliche Wahlkampagne angelegt, mit gesammelten Punkten und einem Schiedsrichter, der entscheidet, was zählt und was nicht.
## Eine Partei, ein Kandidat, drei Charaktere
Jeder Spieler beginnt damit, seine Partei und ihr Wahlprogramm zu definieren. Ein vollständiges Ideologie-Manifest ist nicht nötig, aber es muss klar sein, worum es geht. Das Team besteht aus vier Personen: dem Kandidaten, der am wichtigsten ist und repräsentative Aufgaben übernimmt, sowie bis zu drei Nicht-Spieler-Charakteren mit spezifischem Hintergrund. Einer könnte für Transport zuständig sein, ein anderer für Wirtschaft, ein weiterer für alles Mögliche.
Der Reiz liegt darin, dass jeder Charakter seinen eigenen Bereich und seine eigenen Boni hat. Wenn der Transportverantwortliche einen Bahnunfall verursacht, kann der Organisator einen Vorteil gewähren. Tut dies jedoch eine andere Partei oder derselbe Charakter aus einer unpassenden Position heraus, ist die Strafe das Gegenteil. Das heißt, die Verteilung der Ministerien ist wichtig, noch bevor eine Regierung gebildet wird.
Aktionen müssen mit Methode und Zweck beschrieben werden. Es reicht nicht zu sagen, man verwandle Luft in Wasser. Man muss erklären, wie es gemacht wird, auch wenn das Ergebnis verrückt ist. Hunden Stimmen im Austausch gegen eine zusätzliche Stimme pro Hund zu versprechen, ist beispielsweise erlaubt, wenn es begründet wird. Kreativität wird belohnt; Vagheit nicht.
## Würfelwürfe mit subjektiven Kriterien
Das Auflösungssystem ist hybrid. Es gibt Würfelwürfe, aber die Boni werden nach Ermessen des Organisators vergeben und in jeder Antwort spezifiziert. Es ist kein geschlossenes Regelwerk und beansprucht das auch nicht. Der Begriff, der diesen Stil definiert, lautet „marlaskianisch“: subjektiv, interpretativ, mit dem Schiedsrichter als zentralem Element.
Das bedeutet, dass das Spiel nicht mathematisch fair ist. Der Organisator warnt selbst, dass es schmutzig und erniedrigend sein werde, und erwartet keine Gleichbehandlung. Der Spaß liegt im Pikaresken, in der Fähigkeit, Züge zu erfinden, die der Schiedsrichter für gültig hält, und darin, zu akzeptieren, dass endgültige Entscheidungen nicht angefochten werden können.
Das Tempo bestimmt der Organisator mit wöchentlichen Updates. Jede Antwort eröffnet eine Spielwoche, in der die Spieler agieren. Der Übergang zur nächsten Woche wird vom Schiedsrichter entschieden, wenn er glaubt, dass genug Teilnehmer gespielt haben, oder wenn die Handlung es verlangt. Es gibt keinen festen Kalender außer dieser Wochenreferenz.
## Vom Vorwahlkampf zur Sitzverteilung
Das Spiel startet in der Vorwahlphase. Niemand hat noch Macht, und die Aktionen zielen darauf ab, Punkte zu sammeln. Wenn die letzte Wahlkampfwoche erreicht ist, bestimmt der Organisator den Gewinner basierend auf diesen Punkten und seinem eigenen Ermessen. Es gibt keine öffentliche Formel, die Punkte in Parlamentssitze umwandelt.
Danach ändert sich das Spiel. Wer die Präsidentschaft gewinnt, kann von der Regierung aus handeln, während die anderen dagegen arbeiten können. Die Sitze werden ebenfalls nach Ermessen des Organisators verteilt, basierend auf den gesammelten Punkten. Die Opposition hat ihren eigenen Handlungsbereich, und das Spiel geht weiter, bis alle Sitze vergeben sind.
Beitritte sind offen. Jeder kann jederzeit beitreten, indem er die Informationen seiner Partei in einer ersten Nachricht veröffentlicht. Nach Genehmigung beginnt er mit dem nächsten Wochen-Update zu spielen. Es gibt keine geschlossenen Plätze oder Obergrenzen für Kandidaturen.
## Humorvoller Ton mit minimalen Regeln
Das Spiel ist durch einen humorvollen und absurden Charakter definiert, und die Teilnehmer wissen, dass die reale Politik bereits viel Farce enthält. Dies schließt Regeln nicht aus. Aktionen müssen innerhalb des Absurden halbwegs glaubwürdig sein: Man kann einen Zug sprengen, muss aber sagen, wie und warum. Fantasie zählt, und je kreativer und absurder der Zug, desto besser kann die Punktzahl sein.
Es gibt eine ausdrückliche Bitte um Sauberkeit im Thread. Kandidaturen werden am Anfang vorgestellt, und der Organisator wird weitere Informationen geben, wenn Fragen auftauchen. Das Spiel verspricht keine Fairness, aber Unterhaltung. Wer einen strengen Wahlsimulator sucht, ist hier falsch; wer eine Partei erfinden und Hundestimmen versprechen möchte, ist genau richtig.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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