Roberto Vaquero stellt sich den Gewerkschaften am 1. Mai entgegen: die Rede, die man im Fernsehen nicht sehen wird
Das Video von Roberto Vaquero vor den Gewerkschaftssitzen am 1. Mai hat eine Debatte ausgelöst, die die etablierten Medien wohl unter den Teppich gekehrt hätten. Auf Burbuja.info macht niemand ein Blatt vor den Mund: Die Gewerkschaften, so die Mehrheit, verkaufen die Arbeitnehmer seit Jahrzehnten. Fragt mal jeden, der mehr als 21.000 Euro im Jahr verdient und dessen Einkommensteuertarif nicht an die Inflation angepasst wurde.
Die Rede, die die 'Vertreter' der Arbeiter entlarvt
Vaquero hält nichts zurück: Er wirft CCOO und UGT (die beiden größten Gewerkschaften Spaniens) vor, schlechte Tarifverträge abzuschließen und sich bei der Einwanderung an die Seite der Arbeitgeberverbände zu stellen. Die Forumsnutzer nehmen die Herausforderung an: "Sie haben keinen einzigen verdammten Tarifvertrag unterschrieben, der die Inflation abdeckt", schreibt einer. Ein anderer erinnert daran, dass die Gewerkschaften öffentliche Subventionen erhalten, während die kleinen Arbeiter Jahr für Jahr Kaufkraft verlieren. Die Kritik ist nicht neu, aber die Schärfe des Videos und das Fehlen einer offiziellen gewerkschaftlichen Reaktion verstärken das Gefühl, dass etwas im spanischen Arbeitsbewegungswesen verrottet ist.
Gewerkschaften vs. Arbeitgeberverbände: Wer verteidigt den Arbeitnehmer besser?
Das Auffälligste im Thread ist der direkte Vergleich: "Der Arbeitgeberverband funktioniert viel besser als die Gewerkschaften", behauptet ein Nutzer. Und das ist kein Einzelfall. Mehrere Nutzer stellen fest, dass die Unternehmer wirksame Vertreter haben, während die Gewerkschaften zu einer "Sonderzahlung" für ihre Führungsspitze geworden sind. Manche gehen so weit zu sagen: "Lieber lasse ich mich von der Firma verarschen als von den verdammten Gewerkschaften." Die Debatte driftet zur Einwanderung ab, wobei die Arbeitgeber mehr ausländische Arbeitskräfte fordern und die Gewerkschaften diese Haltung mittragen — was die Forumsnutzer als Verrat an den einheimischen Arbeitnehmern betrachten.
50 Jahre verlorene Rechte
Der Thread bleibt nicht beim Video stehen. Es tauchen Verweise auf den Ursprung des 1. Mai als "pogre Mythos" und auf die historische Komplizenschaft der Gewerkschaften mit der Macht auf. "Das sind 50 Jahre verlorener Arbeitsrechte", ist dort zu lesen. Die radikalsten Nutzer schlagen vor, den Tag der Arbeit und das Streikrecht gleich ganz abzuschaffen, weil es nur dazu diene, dass "4 Dicke ihre Stütze rechtfertigen". Das Fazit: Das spanische Gewerkschaftsmodell ist tot, und Vaqueros Rede war nur die Bruchlandung dieser Realität.
Die Frage, die in der Luft bleibt: Wenn die Gewerkschaften den Arbeitnehmer nicht verteidigen, wer dann? Derweil bleibt der 1. Mai ein Feiertag, den alle bezahlen — Mitglieder oder nicht.
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