Richter ermittelt wegen PSOE-Provisionen im Bahn-Großauftrag

Die spanische UCO fordert Adif-Verträge für Renfes größten Zugbestellungsauftrag über 2,445 Milliarden Euro an, während ein Richter Ermittlungen wegen Provisionen an die PSOE einleitet.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Zentrale operative Einheit (UCO) der Guardia Civil hat von Adif Informationen zum Vertrag über 2,445 Millionen Euro für 211 Nahverkehrszüge angefordert, während der Richter am Nationalen Gerichtshof, Ismael Moreno, eine separate Untersuchung wegen angeblicher Schmiergeldzahlungen an die PSOE eingeleitet hat. Das Verfahren, das unter Verschluss steht, ermittelt wegen Einflussnahme, krimineller Vereinigung und Geldwäsche.

Die UCO hat Adif aufgefordert, Details zum größten Eisenbahnvertrag in der Geschichte von Renfe bereitzustellen: **2.445 Millionen Euro** für den Kauf von **211 Nahverkehrszügen**. Richter **Ismael Moreno**, der die Operation Delorme beim Nationalen Gerichtshof leitet, hat einen achten separaten Akt eröffnet, basierend auf einem UCO-Bericht über angebliche Bestechungsgelder bei öffentlichen Aufträgen. Diese neue Ermittlungsrichtung zielt auf Einflussnahme, kriminelle Vereinigung und Geldwäsche ab und bleibt geheim.

Der Ursprung der Ermittlung liegt in der Aussage von **Víctor de Aldama** vor dem Obersten Gerichtshof im Fall der Maskenskandale. Seiner Darstellung zufolge reisten er und **Koldo García** vier bis fünf Mal nach Valencia, um Provisionen für die PSOE auszuhandeln, während der Auftrag ausgeschrieben wurde, auf Anweisung von **José Luis Ábalos** und auf Befehl von Pedro Sánchez. Diese Informationen führten dazu, dass der Nationale Gerichtshof im November 2025 ein Verfahren wegen angeblicher irregulärer Finanzierung der PSOE einleitete.

## Ein 211-Zug-Auftrag, vergeben 2021

Renfe schrieb den Vertrag 2019 aus und vergab ihn im März 2021 an **Alstom** und **Stadler**, nachdem CAF und Talgo aufgrund technischer Mängel im Angebot disqualifiziert worden waren. Die Bestellung ist Teil eines Flottenerneuerungsplans mit einem Volumen von rund **3.500 Millionen Euro**. Alstom erhielt das Los mit 152 Zügen für 1.447 Millionen; Stadler bekam 59 Züge für 998 Millionen. Insgesamt hat Renfe 79 Züge von Stadler für 1.306 Millionen bestellt.

Laut Aldama erhielt er erste Informationen über den Mega-Vertrag von **Isabel Pardo de Vera**, damals Präsidentin von Adif: Sie sagte ihm, es sei ein sehr großer Vertrag und man müsse sich dafür interessieren, weil „die Partei finanziert werden muss“. Aldama datiert zudem ein Treffen mit Koldo und dem Präsidenten von Stadler Rail Valencia, **Íñigo Parra**, in dem Unternehmen, das aus der Übernahme des valencianischen Herstellers Vossloh durch das Schweizer Unternehmen Stadler hervorging. Dies sind Aussagen des Vermittlers vor dem Obersten Gerichtshof, keine bewiesenen Tatsachen.

## Züge mit fehlerhaften Bremsen

Die ersten Einheiten von Stadler nahmen am **31. August** den Betrieb auf der Linie C-7 des Madrider Nahverkehrs auf. Am **15. September** teilte Renfe mit, dass Anpassungen an den neuen Zügen vorgenommen würden, um „Verbesserungspotenziale zu identifizieren“, und zog mehrere Einheiten zurück, nachdem ein Bremsversagen festgestellt worden war. Der Betreiber erklärte, dass Werkstattaufenthalte während der Inbetriebnahme üblich seien.

Am **1. Oktober** entließ Renfe **Sonia Ferrero** als Direktorin des Madrider Nahverkehrs und ersetzte sie durch Aida Rozalén, zuvor Leiterin des baskischen Nahverkehrs. Ferrero wechselte in den Bereich Tourismuszüge, der seinen Status als Direktion verlor. Quellen bei Renfe versicherten, dass die Entlassung nichts mit den Zugvorfällen zu tun habe, klärten aber die Gründe für den Wechsel nicht.

## Durchsuchungen, Festnahmen und ein Paar unter Verdacht

Die UCO durchsuchte am Donnerstag die Wohnung von Ábalos in Valencia und vernahm seine Partnerin, **Andrea de la Torre**, die sich in der Wohnung befand, als Beschuldigte. Es gab Durchsuchungen in Madrid, Sevilla und Córdoba sowie sechs Festnahmen in einer Operation gegen angebliche Unregelmäßigkeiten im Verkehrsministerium, als Ábalos Minister war. Unter den Festgenommenen ist **Cristian Corvillo**, ein ehemaliger PSOE-Funktionär, der mit Hydrocarbon-Schwindelgeschäften in Verbindung gebracht wird, sowie sein Bruder Rubén.

Corvillo hatte am **3. September** als Zeuge vor Richter Santiago Pedraz im Hydrocarbon-Fall ausgesagt. Der UCO-Bericht, den Moreno kürzlich erhielt, ordnet sie dem Netz der Bestechungsgelder im öffentlichen Bauwesen zu. Die sechs Festgenommenen wurden noch am selben Nachmittag freigelassen, bis der Richter sie zur Vernehmung als Beschuldigte ladet.

Es sei daran erinnert, dass das Verfahren unter Verschluss steht, Festnahmen keine Verurteilung bedeuten und die Aussagen von Aldama seine Version der Ereignisse darstellen, die gerichtlich noch überprüft werden müssen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (1 Antworten).

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