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Ribera: AEMET und CHJ eine Stunde im CECOPI ausgefallen
Laut Ribera waren Regierung, AEMET und Júcar-Konföderation am 29. Oktober eine Stunde durch einen schwarzen Bildschirm vom CECOPI abgeschnitten.
Eine Stunde ohne AEMET und CHJ im CECOPI am 29.10.
Am 29. Oktober zwischen 18:00 und 19:00 Uhr waren die Regierungsvertretung, der staatliche Wetterdienst AEMET und die Hydrographische Konföderation des Júcar (CHJ) laut Teresa Riberas Darstellung nicht an der Sitzung des CECOPI beteiligt, da der Bildschirm schwarz blieb. Eine Stunde lang saßen sie in dem Raum, der die Notlage während der DANA koordinierte, während das Wasser bereits durch die Schluchten der Provinz Valencia floss. Niemand hat den Ausfall unterschrieben.
Die offizielle Erklärung spricht von einem technischen Fehler. Kritiker der autonomen Regierung sehen darin einen bewussten Boykott der Generalitat Valenciana gegenüber den Vertretern der Zentralregierung. Keine der beiden Versionen wird derzeit durch ein Gutachten, eine Aufzeichnung oder ein Störungsprotokoll belegt. In dieser Pattsituation steckt alles fest: Solange unklar ist, wer den Bildschirm abschaltete, bleibt es bei Spekulationen.
Warum ist von über 62 E-Mails der CHJ die Rede?
Dies war laut den im Diskurs kursierenden Berichten der offizielle Kommunikationskanal der Behörde zur Warnung vor Hochwasser: mehr als 62 E-Mails, keine Anrufe oder integrierte Alarme auf Handys. Demnach hatte die AEMET tagelang gewarnt und die Lage am selben Morgen auf Code Rot erhöht. Die UME wurde nach dieser Chronologie ab 15:00 Uhr automatisch aktiviert, und das CECOPI konstituierte sich um 17:00 Uhr.
Diese zeitliche Abfolge ist der Kern des Vorwurfs. Manche behaupten, Frankreich habe vier Tage zuvor und Japan einen Tag zuvor gewarnt, doch die Information habe die zuständigen Stellen nicht rechtzeitig erreicht. Dem steht ein unbequemes Argument entgegen: Eine E-Mail ist formale Kommunikation, aber weckt niemanden um fünf Uhr morgens. Wenn das System darauf beruht, dass jemand die Mail öffnet, liegt ein Designfehler vor, den man nicht mit weiteren E-Mails behebt.
Vier Talsperren, die die Bewirtschaftungspläne strichen
Der Nationale Verband der Bewässerungsgemeinschaften (Fenacore) berichtete, dass die neuen hydrologischen Pläne 73 wasserwirtschaftliche Projekte gestrichen hätten, darunter den Bau von vier Talsperren in der Provinz Valencia. Die Organisation argumentiert, diese hätten neben der Versorgung von Landwirtschaft und Bevölkerung auch dazu beigetragen, Flutwellen wie am 29. Oktober zu bremsen.
Diese Aussage ist politisch aufgeladen und schwer zu beweisen: Kein Staudamm wird an einem Nachmittag geplant, genehmigt und gebaut, erst recht nicht in einem Einzugsgebiet mit der Orographie des Júcar. Doch der Aspekt lenkt den Blick über den schwarzen Bildschirm hinaus. Die Diskussion um die DANA dreht sich nicht nur um Minuten und Warnungen, sondern auch darum, welche Infrastruktur in den Vorjahren nicht realisiert wurde und wer darüber entschied.
Die CHJ vergibt nun Frühwarnsysteme, die ihr fehlten
Das unangenehmste Detail stammt von El Confidencial: Das Ministerium für ökologischen Übergang hat direktvergebene Echtzeit-Frühwarnsysteme bestellt. Negativ gelesen bedeutet dies, dass die Hydrographische Konföderation des Júcar nicht über die nötigen Systeme verfügte, um die Pegelstände so dringend zu melden, wie es die Situation erforderte. Dass der Kauf ohne Ausschreibung erfolgte, verschärft die Kritik.
Die Paradoxie ist schwer zu verdauen. Die Behörde, die E-Mails versandte, kauft nun das Werkzeug, das sie davor hätte bewahren können. Und das Ministerium unter Leitung von Teresa Ribera steht im Kreuzfeuer, während ihre Amtsführung öffentlich überprüft wird.
Garagen, Massanassa und zwei Versionen ohne Protokoll
Danach folgte die Nachkatastrophenphase mit eigenen Kontroversen. Das CECOPI musste eine Anordnung zur Reinigung privater Garagen veröffentlichen, was als Zeichen dafür gewertet wird, dass die Koordination hinter der Realität vor Ort herhinkte. In Massanassa behauptete der Bürgermeister, das Bildungszentrum Lluís Vives sei als Rote Stufe eingestuft worden; der Bildungsminister widersprach. Wieder zwei Versionen, wieder kein Dokument zur Klärung.
Wer tritt zurück? Der Machtkampf verdeckt die Fakten
Auf diesem Wirrwarr baut sich der politische Streit auf. Eine Seite fordert Verantwortung auf allen Ebenen, unabhängig von Parteibuch. Die andere sieht die Schuld ausschließlich bei der damaligen Regierung der Generalitat. Das Etikett „gleich weit entfernt“ fungiert als effektivstes Schimpfwort im Diskurs: Wer die Schuld zwischen den Verwaltungsebenen verteilt, wird von beiden Seiten angegriffen.
Die Wirkung ist paradox. Die Forderung nach Aufklärung – und danach, dass die während der Notlage erteilten Anweisungen veröffentlicht und abgeglichen werden – artet oft in Lärm aus, der den Blick auf die tatsächliche Sequenz verstellt: Was war bekannt, wer wusste es, und wann wurde gehandelt? Solange dies nicht geklärt ist, wählt jede Verwaltung die für sie günstige Version.
Der schwarze Bildschirm dauerte eine Stunde. Die Erklärungen brauchen länger, und keine passt zur nächsten. Es fehlt weiterhin ein Gutachten zum Ausfall, ein Protokoll, das klärt, wer in jenem Raum was entschied, und eine unbequeme Frage hängt an einem Kabel, das niemand prüfen will: War es ein technischer Defekt oder eine Entscheidung?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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