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Rekordauslastung auf spanischen Campingplätzen: Inlandstouristen retten den Sommer
Spaniens Campingplätze sind im August fast zu 100 % ausgebucht, eine Familie gab in Salou 1.250 Euro aus. Neuer Urlaubstrend oder Low cost aus Not?
Campingplätze zu 100 % belegt: Die Inlandsgäste retten den August
Der August 2026 geht in die Liste der seltsamen Rekorde ein: Die spanischen Campingplätze hängen das Schild „voll“ heraus. Die Auslastung liegt nahe 100 %, angetrieben von einheimischen Gästen, die Sommer für Sommer wiederkommen, wie der spanische Campingverband (FEEC) meldet. Hinter der Zahl steht die unbequeme Frage: Was kostet eine Woche Low-cost-Urlaub wirklich?
Die Endabrechnung legte eine fünfköpfige Familie auf den Tisch: 1.250 Euro für sieben Tage in Salou. Benzin, Aktivitäten, der Wocheneinkauf im Mercadona nebenan und ein Stellplatz mit Sanitäranlagen 300 Meter entfernt. Knapp 178 Euro pro Nacht. Camping ist nicht mehr der Plan derjenigen ohne Geld, sondern Plan B für alle, die nicht zu Hause bleiben wollen.
Der Preis-Rückzugsort und der Schatten der DDR
Manche sehen darin einen sentimentalen Nepp: Low-cost-Urlaub verkleidet als cooler Plan. Der meistgehörte Witz beschreibt das Phänomen als „Vollpension vor der Tür des Mercadona“. Die Geschichte liefert aber eine andere Lesart: In der DDR war das Recht auf Erholung seit 1949 gesetzlich garantiert, mit Betriebsferienheimen und begrenzten Reisezielen. Hier erledigt der Markt die Drecksarbeit: Fehlt der Urlaubsgutschein, improvisiert man das Glück auf einem Campingstellplatz.
Ein Rekord mit kleinem Asterisk
Während die einen rechnen, äußern andere Ablehnung: sieben Personen im Wohnmobil bei 40 Grad, gemeinsame Sanitäranlagen, Lärm. Manche verbringen den Tag lieber am Strand und kehren nach Hause in allen Komfort zurück. Die FEEC lobt die treuen einheimischen Gäste, doch die Auslastungsquote verrät nicht, ob wer im Zelt schläft, das aus Überzeugung oder aus Budgetgründen tut. Die Frage bleibt offen: Ist der August ausgebucht, weil Camping jetzt im Trend liegt – oder weil es das Einzige ist, was ins Gehalt passt?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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