Reiche in Spanien: Wohnen in Málaga, Girona oder Pozuelo?

Ein Szenario mit 40 Mio. € Vermögen und Geschäftssitz in Madrid stellt Málaga, die Costa Blanca und das Empordà vor Pozuelo als bevorzugte Wohnorte.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Reiche in Spanien: Wohnen in Málaga, Girona oder Pozuelo?
Bei 40 Millionen und an Madrid gebunden: Wo lebt ein Reicher?

Der beste Ort in Spanien für wohlhabende Bewohner wird nicht durch die Landkarte bestimmt, sondern durch die Steuerlast. Mit 40 Millionen Euro Vermögen, davon 10 Millionen liquide Mittel, einer Ehefrau, zwei kleinen Kindern und der Pflicht, den Geschäftssitz in Madrid zu behalten, schrumpft die Liste der Kandidatinnen von selbst. Der Grund hat einen technischen Namen und sehr untechnische Konsequenzen: die Exit Tax (Wegzugssteuer). Denn viel Geld sucht keine Aussichtspunkte, sondern Orte, an denen man für den Auszug nicht zur Kasse gebeten wird.

Warum beeinflusst die Wegzugssteuer den Wohnort reicher Spanier?

Weil eine Auswanderung aus der Europäischen Union bei diesem Vermögensstand eine Rechnung auslöst, die die meisten exotischen Pläne zunichtemacht. Miami und Panama tauchen in den ersten Antworten auf; sie verschwinden jedoch sofort wieder, wenn jemand an die Auswanderungssteuer erinnert. Außerhalb der EU ist es keine Option, und wer dies ohne Rücksprache mit dem Finanzamt plant, spielt ein gefährliches Spiel.

Die Ausnahme, die den Filter stets überlebt, ist Andorra – das Land, nicht das Dorf in Teruel mit gleichem Namen. Auch Zypern erscheint als Ziel innerhalb der Europäischen Union, allerdings mit der Warnung, dass die zyprische Staatsbürgerschaft widerrufen werden kann, falls man in juristische Schwierigkeiten gerät. Selbst Plan B hat also Kleingedrucktes.

Málaga und die Costa Blanca: Ausländisches Kapital treibt die Preise

Das Mittelmeer konzentriert die Interessen. Málaga behauptet sich als große, gut vernetzte Stadt; die Costa Blanca, mit El Albir — zwischen Benidorm und Altea — als Beispiel für eine ruhige, wenig überlaufene Urbanisation, punktet mit Preisen, die von Luxusvillen bis zu normalen Wohnungen im selben Gemeindegebiet reichen.

Der entscheidende Faktor ist der Quadratmeterpreis, der in dieser Zone bei 3.400 Euro liegt. Dies ist kein Zufall: Er spiegelt wider, dass ein Großteil des Immobilienbestands hochpreisig ist. Das Kleingedruckte kommt mit dem Thermometer. In Málaga werden Spitzenwerte von 44 °C zusammen mit hoher Küstenluftfeuchtigkeit gemessen, ein Cocktail, der dazu einlädt, den gesamten Sommer zu verschwinden.

Das Empordà, die „spanische Toskana“ im Wettbewerb mit der Costa Brava

Girona hat seine eigene Meinungsbewegung, und sie ist die hartnäckigste. Das Empordà wird wie die spanische Toskana vermarktet: Strand und Berge, Restaurants, gute Gesundheitsversorgung und Verbindungen nach Girona, Barcelona und Toulouse. Das Argument ist nicht ästhetisch, sondern logistisch. Wer an einem idealen Ort lebt, braucht laut dieser Logik keinen Hochgeschwindigkeitszug (AVE), sondern einen Flughafen, um unabhängig ein- und auszureisen.

Gegenüber steht Cádiz mit leidenschaftlichen Befürwortern und ebenso lauten Kritikern, sowie San Sebastián, das in die Überlegungen einbezogen wird, obwohl das französische Baskenland prohibitiv teuer geworden ist. Die Kritik am Norden ist wiederkehrend: kleine Städte, schwache Wirtschaftskraft und ein Klima, das Besucher vom Hochland nicht überzeugen.

Pozuelo, Majadahonda und Conde Orgaz: Die Option der Nähe

Madrid bleibt im Rennen. Villen in Pozuelo und Majadahonda sowie der Parque Conde Orgaz als klassischer Referenzpunkt lösen das Problem, das kein Paradies löst: nur fünfzehn Minuten vom Büro entfernt zu sein. Für ein Vermögen, das von der Hauptstadt aus verwaltet wird, ist Nähe kein Komfort, sondern Rentabilität.

Die Kehrseite sind die Preise und das Durchschnittsalter der Nachbarschaft. Einige Ansichten besagen, dass die alte Elite von Neguri vor Jahrzehnten nach Madrid zog und der Norden diesen Wettstreit lange vor dem Aufkommen von Investmentfonds verlor.

Zwei Wohnsitze: Levante im Winter, Norden im Sommer

Der am häufigsten wiederholte Vorschlag, wenn Geld kein Problem mehr ist, lautet: nicht wählen. Ein Haus im Levante für die kalten Monate und ein anderes in Asturien oder Galicien für den Sommer, wobei Somió (Gijón) und Bezirke in Cáceres weniger als zwei Stunden von Madrid entfernt als Alternativen dienen. Bei reichlich Kapital, so das Argument, ergibt es keinen Sinn, auf das Beste jeder Jahreszeit zu verzichten.

Hier dreht sich der Streit nicht um das Klima, sondern um die pogre Besteuerung, das Gesundheitssystem, die Schulen der Kinder und sogar die „Sozialisierung“ in der Schule, ein Argument, das einige als erfunden betrachten, um öffentliche Bildung zu rechtfertigen.

Das Rauschen, das die Berechnung trübt

Nicht alles Material ist verwertbar. Ein Teil der Beiträge driftete bei der Diskussion über Viertel und Nationalitäten in offen fremdenfeindliche Positionen ab, ohne auch nur einen einzigen Datenpunkt zu liefern. Dieses Rauschen ändert weder die Quadratmeterpreise noch die Flugrouten.

Man sollte zwei Dinge trennen: die Vermögensanalyse und die Liste der Vorurteile. Nur Erstere bewegt echte Entscheidungen.

Wenn die Wegzugssteuer und die steuerliche Behandlung großer Vermögen bestehen bleiben, ist die vernünftige Prognose, dass die mediterrane Küste weiterhin nationales und ausländisches Kapital absorbieren wird, wobei das Empordà als Premium-Alternative und Madrid als operative Basis dient. Allerdings: Viele derer, die fragen, wohin sie ziehen sollen, leben immer noch zwanzig Minuten von der Paseo de la Castellana entfernt. Und dort gibt es keine Toskana, die mithalten kann.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (395 Antworten).

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