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Redondo wohnte 14 Jahre in derselben Sozialwohnung – 50 % unter Marktpreis
Iván Redondo mietete zwischen 2011 und 2025 eine Sozialwohnung der Sozialversicherung in der Madrider Straße Diego de León für etwa die Hälfte des Marktpreises. Lesen Sie, worum es in dem Fall geht.
Iván Redondo, ehemaliger Kabinettschef von Pedro Sánchez, wohnte mindestens von 2011 bis 2025 als Mieter der spanischen Sozialversicherung in einer Wohnung in der Diego de León in Madrid und zahlte eine Miete von rund der Hälfte des Marktpreises. Im September 2025 kaufte er dieselbe Wohnung ohne Versteigerung.
Der Fall wurde von **OKDIARIO** aufgedeckt und von **El Mundo** mit Dokumenten der **Tesorería General de la Seguridad Social (TGSS)**, der Generalkasse der Sozialversicherung, vervollständigt. Der Mieter war kein Unbekannter: Von 2018 bis 2021 war er Kabinettschef von **Pedro Sánchez**, dem Vertrautesten des Ministerpräsidenten in La Moncloa. Die Wohnung liegt in der Straße **Diego de León**, einer der teuersten Gegenden Madrids.
## Von 975 auf 1.147 Euro im Monat
Die Miete, die Redondo 2011 zahlte, betrug **975 Euro** monatlich. Im Jahr 2025, dem letzten dokumentierten Jahr, war sie auf **1.147 Euro** gestiegen. Das sind Zahlen aus einem Sozialmietvertrag, also einer Wohnung im Eigentum der Sozialversicherung, die sozialen Zwecken dient.
Der Markt in der Gegend verlangte deutlich mehr. Zu Beginn des Zeitraums etwa **1.400 Euro** im Monat, am Ende etwa **3.250 Euro**. Der Abstand hielt sich vierzehn Jahre lang und verringerte sich nur, weil die öffentliche Miete etwas stieg und der Markt explodierte.
## Der Kauf ohne Versteigerung
Im September 2025 kaufte Redondo genau diese Wohnung. Wie aus den veröffentlichten Informationen hervorgeht, geschah dies ohne Versteigerung und zu einem deutlich unter dem Marktwert liegenden Preis. Die Transaktion macht aus dem Mieter den Eigentümer einer Wohnung, die er über ein Jahrzehnt lang zu geschützter Miete bewohnt hatte.
Die TGSS ist die Behörde, die den Immobilienbestand der Sozialversicherung verwaltet. Ihre Dokumente belegen die Chronologie des Mietverhältnisses und die gezahlten Beträge. Die Verkaufsakte dagegen ist nicht in derselben Detailtiefe bekannt geworden.
## Der soziale Aufstieg und seine Ausnahmen
Redondos Gehalt als Kabinettschef war keineswegs niedrig: **125.000 Euro** pro Jahr. Bei diesem Einkommen lässt sich der Zugang zu einer Sozialwohnung kaum mit der üblichen Erzählung vom sozialen Aufstieg vereinbaren. Er funktioniert, ja – aber nicht für alle.
Die Paradoxie ist die des Systems selbst: ein knapper öffentlicher Wohnungsbestand, gedacht für niedrige Einkommen, der in der Praxis auch Vertrauensleute mit hohen Gehältern beherbergt hat. Die Warteliste für eine Sozialwohnung in Madrid wird in Jahren gemessen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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