Rallo ehrt Toriyama und entfacht die Dragon-Ball-Debatte

Der Ökonom Juan Ramón Rallo aus Spanien ehrt Akira Toriyama und löst damit eine Debatte aus: Die einen feiern die Werte von Dragon Ball, andere kritisieren seinen Kurswechsel.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Rallo ehrt Toriyama und entfacht die Dragon-Ball-Debatte
Rallo ehrt Toriyama und entfacht die Dragon-Ball-Debatte

Kein Zeichner, sondern ein Ökonom verfasste den Nachruf auf Akira Toriyama, der einen Großteil der Gespräche bestimmte. Der Professor Juan Ramón Rallo widmete dem Dragon-Ball-Schöpfer einige Worte, und die Reaktion spaltete sich in zwei Lager: Die einen feierten die Serie als Schule der Anstrengung und Selbstüberwindung, die anderen nutzten die Gelegenheit, mit Rallo selbst abzurechnen. Toriyamas Werk lieferte dabei auch die längst klassische Diskussion darüber, wann die Saga begann, sich zu verschlechtern.

Welche Werte Dragon Ball wirklich vermittelt

Ein Teil des Publikums ist überzeugt, dass Dragon Ball viel mehr ist als Zeichentrick. Die Serie vermittele Anstrengung, Selbstüberwindung und Selbstverteidigung, heißt es, und der Monolog des Androiden 16 gegenüber Gohan wird als Beispiel für den Kampf um das zitiert, was man schützen will. Für diese Strömung war Toriyamas Werk ein Wertekompass für eine ganze Generation – der Nachruf bestätige das nur.

Die Ironie: Diese Verteidigung des Bildungswerts stammt nicht von einem Pädagogen, sondern von einem Nerd der Wirtschaftswissenschaft. Ein guter Teil des Reizes der Angelegenheit liegt genau darin.

«Spätestens mit GT»: Wo das Ende beginnt

Beim Wendepunkt zerbricht der Konsens. Manche verorten den Niedergang ab Dragon Ball GT, der späteren Ära, und finden, die Marke habe danach ihren Charakter verloren und sei zum bloßen Kommerzprodukt verkommen. Der Vorwurf ist nicht nur ästhetisch: Die ursprüngliche Botschaft des Kampfes sei einem weicheren Entertainment gewichen.

Über das genaue Datum des Absturzes herrscht kein Einig – und wird es wohl auch nie geben. Die Nostalgie gewinnt diesen Streit immer.

Der Verschleiß von Professor Rallo

Der Nachruf riss auch eine alte Wunde wieder auf. Eine Strömung behauptet, der Ökonom habe sich vom unbequemen Aufklärer zur etablierten Figur gewandelt und beschreibt seinen Kurs als Verwandlung in einen Zahmen, der nichts mehr Relevantes zu sagen habe. Seine Verteidiger halten dagegen, ein Nachruf auf Toriyama sei nicht der Ort, um seine ganze Biografie zu durchleuchten.

Fest steht: Der Tribut diente als perfekte Ausrede. Gesprochen wird über den Anime, und im Hintergrund geht es darum, was aus jenem Polemiker geworden ist.



Am Ende wirkt der Nachruf mehr wie ein Schlachtfeld als wie ein Abschied. Dient er dazu, sich besser an das Werk zu erinnern – oder nur dazu, zum wiederholten Mal zu entscheiden, wer wen verraten hat?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (27 Antworten).

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