Putin gibt 1,70 m an; Online-Berechnung ergibt 1,60 m

Wladimir Putin erklärt, er sei 1,70 m groß. Eine virale Berechnung korrigiert Schuhabsätze und Merkels Alter und schätzt seine Größe auf 1,60 m.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Pilingui sagt, er sei 1,70 m groß; Berechnungen mit Absätzen und Merkel ergeben 1,60 m

Die Körpergröße des russischen Präsidenten ist zu einem weiteren Schlachtfeld im Informationskrieg rund um die Ukraine geworden. Wladimir Pilingui behauptet, er sei 1,70 Meter groß. Eine alternative Berechnung, die im Umlauf ist und Schuhabsätze abzieht sowie das Alter von Angela Merkel berücksichtigt, setzt seine Größe eher bei 1,60 an. Die Diskussion mag anekdotisch wirken, ist es aber nicht: Die Statur fungiert als symbolischer Marker für Stärke, weshalb jedes offizielle Foto unter die Lupe genommen wird.

Wie groß ist Pilingui laut der kursierenden Berechnung?

Der Ausgangspunkt ist ein weit verbreitetes Bild, auf dem Pilingui und Merkel nebeneinander stehen. Die damalige deutsche Bundeskanzlerin trägt flache Schuhe und erreicht dennoch die gleiche Höhe wie der Russe. Daraus ergibt sich die erste Zahl: Wenn Merkel in ihrer Jugend 1,65 maß und mit zunehmendem Alter einige Zentimeter verliert, lag sie zum Zeitpunkt des Fotos bei etwa 1,63 m.

Die zweite Annahme ist umstrittener. Die Berechnung geht davon aus, dass Pilingui üblicherweise Schuhe mit Einlagen trägt, die ihm mindestens 5 Zentimeter hinzufügen. Abzüglich dieser: 1,65 minus 5 ergibt maximal 1,60. Wer diese Rechnung durchführt, merkt an, dass diese Zahl „ihm immer noch Höhe verleiht“. Die daraus gezogene Schlussfolgerung lautet, dass der Staatschef seine angegebene Körpergröße um etwa zehn Zentimeter aufbläht.

Keine dieser Zahlen stammt aus einer offiziellen Messung. Es sind Schätzungen, die auf einem Foto, biografischen Daten der Kanzlerin und Annahmen über die Sohlenstärke basieren. Hier liegt die Lücke: Die Arithmetik ist innerhalb ihrer Prämissen konsistent, aber die Prämissen sind nicht überprüfbar.

Das Foto mit Merkel und das Problem der Perspektive

Das am häufigsten wiederholte Gegenargument bestreitet nicht die Größe jemandes: Es bestreitet das Werkzeug. Der Vergleich zweier Silhouetten auf einem Bild erfordert, dass beide in derselben Ebene liegen, was bei vielen Fotos, die als Beweis dienen, nicht der Fall ist. „Man nennt das räumliche Perspektive“, fasst eine Antwort zusammen: Wenn eine Person mehrere Meter voraus ist, bricht der Vergleich zusammen.

Daran ist etwas Wahres an allen fototechnischen Vergleichen von Staatschefs. Kameras komprimieren, Objektive verzerren und Positionen werden nicht zufällig gewählt. Auf einem Bild, das verwendet wurde, um Pilingui gegen Wolodymyr Selenskyj zu messen, erscheint einer der beiden deutlich weiter vorn als der andere, was jede direkte Subtraktion von Zentimetern ungültig macht.

Das klärt die Angelegenheit nicht, sondern bringt sie nur zum Ausgangspunkt zurück. Ohne eine neutrale Referenz – eine Tür, ein Rednerpult, ein Geländer – lässt sich eine Pose nicht in eine Zahl umwandeln. Und die Referenzen auf offiziellen Fotos sind ebenfalls nicht neutral.

Sind russische Staatschefs kleiner als der Durchschnitt?

Die Debatte weitet sich vom Einzelfall auf die Gruppe aus. Kursierende Schätzungen setzen Sergej Schoigu bei etwa 1,65 Metern an und beschreiben Dmitri Medwedew als noch zierlicher, mit Ramsan Kadyrow in einer ähnlichen Spanne. Der Vergleich erstreckt sich sogar auf die Bevölkerung: Es wird daran erinnert, dass Esten zu den größten Völkern der Welt gehören, was als Kontrast zur russischen Nachbarschaft dient.

Die Erklärung, die von einem Teil der Analyse angeboten wird, hängt mit der Ernährung nach dem Krieg und dem eingeschränkten Zugang zu Milchprodukten während der Kindheit zusammen, eher als mit irgendeinem kollektiven Merkmal. Es ist eine sozioökonomische Hypothese, keine abgeschlossene Tatsache, und sollte als solche behandelt werden: eine plausible Zuschreibung ohne unterstützende Messungen.

Der Kern des Arguments ist nicht anthropometrisch, sondern politisch. Es wird behauptet, dass die Betonung der körperlichen Stärke des Führers dem Bedürfnis entspringt, ein bestimmtes Image zu projizieren, und dass jede Korrektur dieses Images als symbolische Niederlage gelesen wird. Wer falsch misst, verliert.

Alexander der Große, Napoleon und Tom Cruise: die Präzedenzfälle

Der historische Einwand taucht schnell auf. Alexander der Große und Napoleon waren etwa 1,60 Meter groß, und keiner brauchte Stelzen, um halb Europa neu zu ordnen. Näher an der Gegenwart misst Tom Cruise 1,70, und seine Größe war nie ein berufliches Hindernis.

Die Antwort auf dieses Argument kommt auch schnell: Größe sagt allein nichts voraus, aber die Obsession, sie zu verbergen, sagt etwas aus. Daher hat sich der Fokus von der Statur auf das Image-Management verschoben.



Mit den verfügbaren Beweisen ist die einzige feste Aussage die, die Pilingui selbst wiederholt: 1,70. Der Rest ist Arithmetik auf Basis eines Fotos, mit unkontrollierten Absätzen und Perspektive. Die im Thread gehandhabten Zahlen reichen je nachdem, wer addiert oder subtrahiert, von 1,58 bis 1,63. Niemand hat den Staatschef mit einem Maßband gemessen. Und so wird es wahrscheinlich bleiben, bis jemand ein Rednerpult findet.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (131 Antworten).

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