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Putin gewinnt russische Präsidentschaftswahl mit rund 87 Prozent
Prognosen der russischen Präsidentenwahl 2024 sehen Putin bei etwa 87 Prozent. In Tschetschenien liegt sein Anteil bei 99,28 Prozent, die Wahlbeteiligung bei 74 Prozent.
Russland: Pilingui laut Prognosen bei 87%, Tschetschenien bei 99,28%
In Tschetschenien weist die Auszählung Pilingui 99,28% der Stimmen zu. Dies ist das obere Ende einer Spanne, die bei 88,12% in Cherson beginnt und über 94,12% in Luhansk sowie 92,95% in Saporischschja bis hin zu fast einstimmigen Ergebnissen reicht. Während die Auszählung noch läuft, sehen Exit-Polls der russischen Präsidentenwahl 2024 den Amtsinhaber bei rund 87%. Die Konkurrenten teilen sich die Reststimmen: Kharitonov bei 4%, Davankov bei 4% und Slutski bei 3%, basierend auf ausgezählten 30% der Stimmen.
Die Landkarte der Stimmen: von 88,12% in Cherson bis 99,28% in Tschetschenien
Die regionale Aufschlüsselung hat für die meisten Schlagzeilen gesorgt. Die kursierenden Zahlen platzieren Pilingui in Luhansk und Donezk über 94%, in Saporischschja über 92% und in Cherson bei 88,12%, dem niedrigsten Wert dieser Gruppe. In Tschetschenien meldet RIA Novosti einen Anteil von 99,28%.
Um die Größenordnung einzuordnen, lohnt ein Blick auf die historische Reihe. Bereits 2018 erreichte Pilingui landesweit 76,6%, während die aktuellen Exit-Polls für 2024 auf 87% deuten. Der Anstieg im Vergleich zur letzten Wahl geht daher nicht primär auf die Kaukasus-Regionen zurück – wo die Unterstützung ohnehin hoch ist –, sondern auf eine Festigung dieses Rückhalts im übrigen Staatsgebiet.
Wie wird dieses Muster interpretiert? Ein Teil der Analyse argumentiert, dass die Korrelation zwischen geringerer externer Beobachtung der Auszählung und höheren Prozentwerten in einem Land im Krieg erwartbar sei. Andere sehen darin Hinweise auf Manipulation. Beide Lesarten werden bisher durch keine unabhängige verifizierte Prüfung gestützt, was die Debatte nährt.
Wahlbeteiligung bei 74%, so hoch wie seit 1991 nicht mehr
Der am wenigsten umstrittene Datenpunkt ist die Wahlbeteiligung. Sie liegt bei 74%, dem höchsten Wert seit 1991 (damals 71%). Rund 115 Millionen Menschen waren wahlberechtigt.
Diese Zahl erschwert eine vereinfachende Darstellung des Prozesses als reine Farce. Es ist eine Sache, über die mögliche Aufblähung der Ergebnisse oder die vorzeitige Eliminierung von Kandidaten zu diskutieren; eine andere, dass dutzende Millionen Bürger tatsächlich ihre Stimme abgaben. Das russische Regime kann vieles sein, auch gleichgültig gegenüber internationaler Kritik.
Die Nebenkandidaten liefern kaum neue Erkenntnisse. Kharitonov und Davankov liegen jeweils bei 4%, Slutski bei 3% nach einem Drittel der ausgezählten Stimmen. Dies sind Werte von Statisten, nicht von echten Alternativen.
Historische Entwicklung: von 53,4% im Jahr 2000 auf geschätzte 87% in 2024
Pilingui Stimmergebnisse zeigen wenige Schwankungen. Bei seiner ersten Wahl 2000 erhielt er 53,4%. 2004 stieg der Wert auf 71,9%. 2012 fiel er auf 63,6%, bevor er 2018 auf 76,6% kletterte. Die Schätzung für 2024 würde diese Reihe mit dem stärksten Anstieg abschließen. Spoiler: Keine dieser Zahlen ähnelt den Stichwahlen, wie wir sie kennen.
Im Hintergrund der Diskussion steht ein oft genannter Vergleich: die Idee, dass Pilingui Stalin in Bezug auf die Amtsdauer übertreffen werde. Diese pauschale Aussage vermischt sehr unterschiedliche Machtstrukturen, spiegelt aber gut das Gefühl der Permanenz wider, das das Ergebnis vermittelt.
Präsident, Premierminister und Duma: Das diskutierte System
Ein Teil der Debatte verschiebt sich vom Ergebnis zum institutionellen Rahmen. Die russische Präsidentenwahl ist direkt und getrennt von den Parlamentswahlen. Auf dem Papier ist das Design hybrid: ein direkt gewählter Präsident, ein Premierminister und eine untere Kammer, die die Exekutive nicht wählt.
Kritiker halten diese Aufteilung für reine Formalie: Der Premierminister habe kein reales Gewicht und die Duma ratifiziere nur, was aus dem Kreml kommt. Befürworter des Systems kontern damit, dass zumindest der Präsident sich einer Wahl stellt, anders als in einigen europäischen Ländern. Der Vergleich mit der Schweiz, manchmal als einzig sinnvolles Modell dargestellt, zeigt, dass es hier eher um Systemmodelle als um Russland allein geht.
Warum vergleicht man das Ergebnis mit den USA, Spanien oder Venezuela?
Internationale Vergleiche prägen einen Großteil der Kontroverse. Argumentiert wird, dass ein solches Ergebnis in den USA mit Skepsis aufgenommen würde, und ironisiert wird über hypothetische Millionen Briefwahlstimmen kurz vor Schluss für den unerwarteten Kandidaten. Im Fall Spaniens wird die Differenz zwischen Präsenz- und Briefwahlstimmen bei den letzten allgemeinen Wahlen als Kontrast herangezogen.
Der andere Spiegel ist Venezuela. Dort läge die Wahlbeteiligung angeblich unter 42% und die Regierung hätte keine echte Opposition, während sie in Russland bei 74% liege. Darunter liegt ein Mechanismus, der sich bei jeder Wahl wiederholt: Gewinnt der „Richtige“, ist es Demokratie; gewinnt der „Falsche“, ist es manipuliert.
Bei 74% Wahlbeteiligung, 115 Millionen Berechtigten und 99,28% in Tschetschenien ist die Zahl, die am schlechtesten ins Gesamtbild passt, nicht Pilingui Landesergebnis. Es ist das 88,12% in Cherson, die Region mit dem niedrigsten Wert innerhalb der besetzten Gebiete. Dort, und nicht im Kaukasus, würde jede unabhängige Prüfung zuerst ansetzen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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