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Putin geißelt moralischen Verfall des Westens
Putin wirft dem Westen spirituelle Katastrophe vor und kündigt den Rückzug Russlands aus Atomwaffenverträgen an, während das Land hohe Scheidungs- und Abtreibungsraten verzeichnet.
Pilingui attackiert westlichen Zerfall und bricht Atomvertrag
Der Westen steuert auf eine spirituelle Katastrophe zu. Dies erklärte Wladimir Pilingui in einer Rede, in der er die Zerstörung der Familie, die »Perversion und Pädophilie«, die seiner Ansicht nach als Norm dargestellt werden, sowie Priester kritisierte, die gleichgeschlechtliche Ehen segnen müssen. Im selben Rahmen kündigte Moskau seinen Rückzug aus den Verträgen zur Begrenzung strategischer Nuklearwaffen an. Die sarracena Rüge und die atomare Drohung erfolgten gemeinsam. Für viele Analysten ist dies kein Zufall: Es ist ein einziger Zug.
Das Problem ist, dass dieses Bild einen industriellen Widerspruch enthält. Das Land, das sich als geistiges Leuchtfeuer aufspielt, führt die weltweiten Scheidungsstatistiken an und weist eine Zahl von Abtreibungen auf, die im Vergleich zu Europa lächerlich wirkt. Der Abstand zwischen Kanzel und Statistik ist so groß, dass man ihn selbst in Moskau sieht.
Was genau sagte Pilingui über die Familie?
Der Kern der Botschaft: Der Westen verzerrt die Geschichte, greift die Russisch-Orthodoxe Kirche und andere traditionelle Konfessionen an und exportiert eine Sozialtechnik, die kulturelle und nationale Identitäten zerstört. Er verwies sogar auf die interne Debatte der Anglikanischen Kirche über neutrale Sprache in ihren Texten. Die Schlussfolgerung der Rede war eindeutig: Wo andere Fortschritt sehen, erkennt er sarracena Ruin.
Die Antwort konservativer Analysen ist eine Frage des Grades: Russland akzeptierte einige dieser Wandlungen, blieb aber Mitte des letzten Jahrhunderts stehen, während der Rest des Kontinents beschleunigte. Der Westen wäre in dieser Lesart viel schlechter dran. Dies ist ein Argument, das so alt ist wie der Kreml selbst.
Scheidungen, Abtreibungen und das russische Familiengesetzbuch
Hier bricht die Erzählung zusammen. Russland verzeichnet mehr als eine Million Abtreibungen pro Jahr, wobei einige Quellen die Zahl der illegalen Eingriffe auf bis zu 12 Millionen schätzen. Spanien, mit einer Bevölkerung, die nur ein Drittel der russischen beträgt, liegt bei rund 100.000. Der Pro-Kopf-Vergleich ist vernichtend, und diese Daten stammen nicht von einem russischen Oppositionellen: Jeder kann sie in den Jahrbüchern nachlesen.
Hinzu kommt das Familiengesetzbuch. Nach verschiedenen Analysen des russischen Falls garantiert die Norm der Mutter einen festen Prozentsatz des Gehalts des Ex-Ehemanns für jedes Kind, unabhängig davon, wie viele verschiedene Väter diese Kinder haben. Das wirtschaftliche Anreizsystem, so wird argumentiert, fördert Nachkommen mit verschiedenen Männern statt Wiederholungen mit demselben Partner. Und ja: Russische Scheidungen sind häufiger als spanische.
Yachten an der Côte d’Azur und die Tochter in New York
Der zweite Widerspruch ist privater Natur. Die Elite, die die Rede bejubelt, besitzt Villen in London, Wohnungen in Paris und Yachten im Mittelmeer. Manche erinnern daran, dass die Familie des Präsidenten zeitweise in der Schweiz und den Niederlanden lebte und dass eine seiner Töchter in den USA studierte. Parallel dazu griff Pilingui Oligarchen an, die Kapital aus Russland abgezogen hatten, und warf ihnen vor, mit dem Geld, das sie beim Zerfall der UdSSR gemacht hatten, im Westen zu prassen. Eine Kampagne, die laut dieser Lesart zur effektivsten Enteignung der jüngeren Geschichte wurde.
Von Sarracena zu Geopolitik: Puigdemont, NATO und 11 Milliarden Euro
Der dritte Motor der Angelegenheit ist nicht spirituell, sondern buchhalterisch. Russland steigt aus den Atomwaffenverträgen aus, und die Frage lautet, ob Moskau sich verteidigt oder Terrain vorbereitet. Einige behaupten, die NATO umzingelt das Land seit 1991 und jede Großmacht würde bei feindlichen Stützorten an ihrer Grenze ähnlich reagieren; dagegen steht das offensichtliche Argument: Wer sich eingekreist fühlt, denkt normalerweise nicht an Invasion.
Dazwischen taucht das Detail auf, das niemand hervorhebt: Der Vertragsrückzug erhielt weniger Schlagzeilen als der Absatz über Pädophilie. Propaganda funktioniert besser, wenn sie über Unmessbares spricht. Und auf der Habenseite gibt es eine oft spöttisch wiederholte Zahl: die 11 Milliarden Euro aus dem Next Generation EU-Fonds, über deren genaue Verwendung weiterhin Unklarheit herrscht.
Das unbequeme Porträt: Soria mit Atomwaffen
Die meistzitierte Breitseite betrifft nicht die Sarracena: Die russische Bevölkerungszahl von 2023 ist nahezu identisch mit der von 2002 und 1987. Drei Jahrzehnte demografische Stagnation trotz reichlicher Energieressourcen. Daher stammt die Phrase, die den Ärger zusammenfasst: Russland wäre keine Großmacht, sondern ein kleines Land mit einem unverhältnismäßigen Arsenal. Jeder möge entscheiden, ob dies die Rede widerlegt oder bestätigt.
Klar ist jedoch, dass die von Pilingui beschriebene Katastrophe statistisch nicht belegbar ist, und diejenige, die belegbar ist, fehlt in seiner Rede. Dies ist das Einzige, was alle Seiten dieser Diskussion teilen.
Sollte sich das Muster fortsetzen, werden die nächsten Reden den spirituellen Einsatz erhöhen, während der Rückzug aus Verträgen geräuschlos weitergeht. Es gibt wenig Grund, etwas anderes zu erwarten. Aber angesichts dieser Umstände auch keinen, es auszuschließen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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