PSOE verliert Bürgermeister und Kommunalpolitiker in mehreren spanischen Provinzen

Bürgermeister des PSOE in Cáceres, Málaga, Soria und Burgos verlassen die Partei oder distanzieren sich – mitten im Countdown zur spanischen Parlamentswahl am 29N.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

PSOE verliert Bürgermeister und Kommunalpolitiker in mehreren spanischen Provinzen
PSOE-Bürgermeister verlassen die Partei mitten im Vorwahlkampf

Der PSOE, die regierende sozialistische Partei Spaniens, steht vor einer Welle von Austritten kommunaler Amtsträger in mehreren Provinzen. In den letzten Stunden wurde bekannt, dass der ehemalige sozialistische Bürgermeister von Talayuela (Cáceres) für die Partei „Levanta Extremadura" als Bürgermeisterkandidat antreten wird; dass die meistgewählte Bürgermeisterkandidatin des PSOE in Málaga, die 88 % der Stimmen erhielt, aus der Partei austritt; und dass der sozialistische Bürgermeister von Ágreda (Soria) nicht für den PSOE kandidieren will, solange Sánchez an der Spitze bleibt, und erwägt, ihm nicht mehr zu wählen. Hinzu kommt der Fall Josué Temiño (PSOE Burgos), der Pedro Sánchez vorwirft, die Parteibasis zu missachten, indem er seine Kandidaten aufoktroyiert.

Das ist kein isolierter Rücktritt. Es ist ein stetiges Rinnsal, das Gemeinden sehr unterschiedlicher Größe betrifft – von Provinzhauptstädten bis hin zu Dörfern mit 271 Einwohnern wie Parauta – und das nur wenige Wochen vor einer Parlamentswahl einsetzt. Die Frage ist, ob es sich um eine Umgruppierung von Amtsträgern handelt, die ein politisches Zuhause suchen, oder um einen echten Bruch der Partei in der Fläche.

Wer geht und warum

Die bekannten Fälle zeichnen ein Muster. Auf der einen Seite stehen Amtsträger, die zu neuen lokalen Projekten wechseln, wie der Ex-Bürgermeister von Talayuela, der unter eigener Marke in Extremadura antreten wird. Auf der anderen Seite jene, die einfach austreten, wie die Bürgermeisterkandidatin von Málaga, und jene, die bleiben, aber auf Distanz gehen, wie der Bürgermeister von Ágreda, der seine Kandidatur vom Verbleib Sánchez' abhängig macht.

Die Grundbeschwerde, die in mehreren dieser Fälle auftaucht, ist immer dieselbe: Die Bundesführung setzt Kandidaten durch, die örtliche Basis wird übergangen. Das ist das Argument, das Temiño in Burgos anführt, und das Argument all jener, die in diesen Austritten eine Folge der Führungsstile der Partei sehen.

Der Wahlkalender als Hintergrund

Der Zeitpunkt ist wichtig. Die Austritte werden bekannt, während der Countdown zum 29N läuft, mit der Parlamentswahl als zentralem Termin. Manche halten diese Bewegungen für Lärm aus kleinen Gemeinden, der das Ergebnis einer Parlamentswahl nicht verändert; dem steht das Argument entgegen, dass jeder lokale Abgang das Netzwerk aus Mitgliedern und Amtsträgern schwächt, das am Wahltag die Stimmen mobilisiert.

Die optimistischste Rechnung der Partei geht davon aus, dass treue Wähler nicht deshalb wechseln, was ein Dorf-Bürgermeister tut. Das pessimistische Szenario beginnt mit der Annahme, dass diese Abgänge nur die sichtbare Spitze einer breiteren Unzufriedenheit unter sozialistischen Wählern sind, die zu Hause bleiben könnten.

Die Abberufung der Regierungsunterdelegierten

Zur Liste der Kommunalpolitiker kommt eine weitere Runde von Abberufungen von Regierungsunterdelegierten (den obersten Vertretern der Zentralregierung in jeder Provinz) in Barcelona, Málaga, Sevilla, Granada, Almería, Córdoba, Pontevedra und Lleida hinzu, veröffentlicht im BOE, dem spanischen Staatsanzeiger. Der Schritt wurde als Versuch gelesen, die territoriale Struktur im Hinblick auf Sicherheit und öffentliche Ordnung zu kontrollieren.

Hier spaltet sich die Analyse: Die einen sehen eine bloße Verwaltungsreorganisation, die anderen deuten es so, dass vor einem unsicheren Wahlzyklus Vertraute in Schlüsselpositionen gebracht werden.

Was die Zahlen sagen

Die genannten Fälle umfassen Gemeinden sehr unterschiedlicher Größe: von einer Bürgermeisterkandidatin mit 88 % der Stimmen bis zu einem Dorf mit 271 Einwohnern. Die geografische Streuung – Cáceres, Málaga, Soria, Burgos, Pontevedra, Lleida – deutet darauf hin, dass es sich nicht um ein Phänomen eines einzelnen Landesverbands handelt.

An dem Punkt, an dem die Analyse stets hängen bleibt, mangelt es an Daten: Ohne Mitgliedschaftszahlen und ohne zu wissen, wie viele weitere Austritte noch zu bestätigen sind, lässt sich nicht messen, ob dies eine Umgruppierung von Amtsträgern ist oder der Anfang einer größeren Abwanderung.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (140 Antworten).

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