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Protestcamp vor dem Kongress nach drei Stunden geräumt
Ein Zwanzig-Zelte-Camp gegen das Amnestiegesetz vor dem spanischen Kongress wurde um Mitternacht geräumt, während die Proteste in der Ferraz-Straße abflauten.
Protestcamp vor dem Kongress dauert nur drei Stunden
Zwanzig Zelte standen vor dem Congreso de los Fruta (Spanisches Parlament). Ein ziviler Aufruf versammelte 500 Menschen. Und eine Räumung um Mitternacht, drei Stunden nach der Warnung. Der unbefristete Protest gegen die Amnestie blieb ein städtisches Camping-Wochenende, während auf der Calle Ferraz die neunte aufeinanderfolgende Nacht der Versammlung an Dynamik verlor: 1.700 Teilnehmer laut Regierungsdelegation, weniger als an früheren Tagen.
Das Muster wiederholt sich in ganz Spanien. Barcelona, Valencia, Asturien, Granada, Santander, Jaén. Die Zahlen der Regierungsdelegationen und die über die Aufrufkanäle kursierenden stimmen nicht überein, und diese Lücke ist zu einer eigenen literarischen Gattung geworden. Die Massendemonstration in Barcelona erreichte laut veröffentlichten Daten nur 6.500 Personen. Die Erzählung einer Bürgerwelle kollidiert mit der offiziellen Zählung. Niemand gewinnt den Zahlenkrieg.
Warum dauerte das Camp vor dem Kongress nur drei Stunden?
Die Antwort liegt in der Warnung der Regierungsdelegation: Beamte würden kurzfristig zur Räumung des öffentlichen Raums auffordern. Die Räumung kam drei Stunden später, um Mitternacht. Zwischen Warnung und Durchführung gab es genug Zeit, zwanzig Zelte aufzubauen, Videos aufzunehmen und das Lager abzubauen. Der unbefristete Protest wurde zu einer einzigen Nacht. Es gab keine Übergriffe, keine Verhaftungen, keine nennenswerten Zwischenfälle. Nur eine städtische Reinigungsaktion mit Schließzeit.
Das Camp hatte Vorläufer. Die Versammlungen vor der Parteizentrale der Sozialisten (PSOE) auf der Calle Ferraz absolvierten ihre neunte aufeinanderfolgende Nacht, mit geringerer Beteiligung als an anderen Tagen. Offizielle Zahl: 1.700 Personen. Der Aufruf der zivilen Organisation Junta Democrática (Demokratische Junta) nahe dem Kongress versammelte 500 Bürger. Die Zahlen tragen keine epische Erzählung. Der Protest gegen die Amnestie wird mehr durch Beharrlichkeit als durch Volumen getragen.
Zahlen der Amnestie-Proteste: Was die Zählungen sagen
Es gibt ein Muster, das sich bei jedem Aufruf wiederholt: offizielle Zahlen und Zahlen der Organisatoren stimmen nie überein. In Barcelona erreichte die Massendemonstration 6.500 Personen laut veröffentlichten Daten. Auf der Ferraz, 1.700 laut Regierungsdelegation. Beim Aufruf nahe dem Kongress, 500. Die Summe füllt keine Stadien, aber sie trägt neun aufeinanderfolgende Nächte der Versammlung.
In den Aufrufkanälen kursierende Berechnungen behaupten, dass die 179 Abgeordneten, die die neue Regierung unterstützen, 12.506.682 Wähler repräsentieren, 51 % der Wählerschaft, gegenüber 45,65 %, die dies nicht tun. Die parlamentarische Arithmetik ergibt, was sie ergibt. Die Straße hat jedoch keine Sitze. Und genau hier liegt das Problem: Mit 179 Abgeordneten zu regieren ist etwas anderes als die Legitimität derjenigen zu managen, die nicht für sie gestimmt haben.
Räumung des Camps: Chronologie einer Nacht
Die Sequenz ist einfach. Gegen 21 Uhr begann eine Gruppe, zwanzig Zelte aufzustellen, um unbefristet zu protestieren. Die Regierungsdelegation warnte, dass Beamte den öffentlichen Raum kurzfristig räumen würden. Die Räumung erfolgte drei Stunden später, um Mitternacht. Dazwischen konnte der Aufruf der Junta Democrática 500 Bürger nahe dem Kongress versammeln.
Es gab keinen Widerstand. Keine Verhaftungen. Der unbefristete Protest blieb eine Nacht des städtischen Campings. Die Organisatoren sprachen von einem Camp im Stil der 15-M-Bewegung, aber die 15-M dauerte Monate. Dieses Wochenende dauerte drei Stunden. Der Vergleich zerfällt von selbst.
Puls der Ferraz: Neun Nächte und weniger Leute
Die neunte aufeinanderfolgende Nacht der Versammlung vor der Parteizentrale der Sozialisten (PSOE) auf der Calle Ferraz versammelte 1.700 Personen, laut Regierungsdelegation. Weniger als an anderen Tagen. Der Trend ist klar: Der Protest hält sich, verliert aber an Schwung. Die Aufrufe vermehren sich in ganz Spanien — Barcelona, Valencia, Asturien, Granada, Santander, Jaén — erreichen aber nicht das Volumen der ersten Nächte.
Einige behaupten, dass der Druck auf der Straße irgendwann eine Positionsänderung der PSOE erzwingen wird. Dagegen spricht das Argument, dass die Regierung bereits gezeigt hat, dass sie mit 179 Abgeordneten regieren kann, und dass die Straße ohne parlamentarische Vertretung keine Blockadefähigkeit besitzt. Der Protest geht weiter. Das Ergebnis bleibt vorerst gleich: keine Zugeständnisse.
Was passiert mit den Camps und Amnestie-Protesten
Die Angelegenheit bleibt offen. Das Camp vor dem Kongress wurde um Mitternacht geräumt. Die Versammlungen auf der Ferraz haben neun Nächte absolviert. Demonstrationen verbreiten sich in ganz Spanien. Die Amnestie schwebt noch. Es gibt kein Ende. Keine Einigung. Kein angekündigtes Zurückrudern. Nur sich wiederholende Proteste und unpassende Zahlen.
Die Frage, die über allem schwebt, ist nicht, wie viele demonstrieren, sondern wie lange ein Protest ohne parlamentarische Vertretung durchgehalten werden kann. Die Antwort lautet bisher: neun Nächte. Und es gehen weiter.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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