PP und Vox enteignen Land für Microsoft zum Preis von 2 Euro pro Quadratmeter

In Spanien treiben PP und Vox die Enteignung von Land für ein Microsoft-Rechenzentrum zum Preis von 2 Euro pro Quadratmeter voran. Arbeitsplätze, Umwelt und Privateigentum: Die Debatte ist eröffnet.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Enteignung für 2 Euro pro Quadratmeter für Microsoft: Der Bodenpreis, der Spaniens Rechte spaltet

Die Nachricht trifft mitten in einem politischen Machtkampf ein: PP und Vox haben in Spanien die Enteignung von Land für ein Microsoft-Rechenzentrum zum Preis von 2 Euro pro Quadratmeter vorangetrieben. Der Preis, weit unter Marktwert, hat die Debatte darüber neu entfacht, wie wir ausländische Investitionen anziehen.

Wie viele Arbeitsplätze schafft ein Rechenzentrum?

Befürworter des Vorhabens versprechen qualifizierte Arbeitsplätze und wirtschaftliche Aktivität. Skeptiker weisen darauf hin, dass moderne Rechenzentren hochautomatisierte Anlagen sind: Die Bauarbeiten sind temporär, feste Stellen gibt es nur sehr wenige. Zudem bestehen berechtigte Zweifel, ob diese Jobs an lokale Arbeitskräfte gehen; man muss sich nur ansehen, was bei anderen Großprojekten geschah, wo der Hauptauftragnehmer seine eigene Belegschaft mitbrachte.

Die Umweltauswirkungen, die niemand sehen will

Der Wasser- und Stromverbrauch dieser Anlagen ist enorm, dazu kommen Elektroschrott und Wärmeemissionen. Kritiker merken an, dass ein Rechenzentrum – anders als erneuerbare Energien, von denen alle profitieren – eine private Dienstleistung erbringt und möglicherweise gegen die lokale Bevölkerung arbeitet. Das ist keine geringfügige Rechnung.

Die Enteignung als ideologischer Spiegel

Die Rechte kritisiert Enteignungen, wenn die PSOE (Spaniens sozialistische Partei) sie für Züge oder Windräden durchführt, doch wenn es darum geht, Land an einen Multikonzern zu übertragen, zittert ihre Hand nicht. Der Angriff auf das Privateigentum bleibt derselbe, egal von wem er ausgeht. Die Debatte geht damit über den Preis hinaus.

Die Analyse bleibt an der einzigen Gewissheit hängen: 2 Euro pro Quadratmeter. Solange Microsoft nicht konkretisiert, wie viele lokale Arbeitsplätze es benötigt, wird die Kosten-Nutzen-Rechnung nicht aufgehen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (15 Antworten).

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