PP und Vox: Die Debatte, ob sie schlimmer wären als Spaniens Regierung

Das Argument, dass eine Regierung aus PP und Vox für Spanien noch schädlicher wäre als die aktuelle, gewinnt an Gewicht: Privatisierung, Renten und Wohnungsbau.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

PP und Vox: Die Debatte, ob sie schlimmer wären als Spaniens Regierung
PP und Vox – schlimmer als die jetzige Regierung?

In wirtschaftspolitischen Kreisen der Rechten kursiert eine These, die unbequem ist: Eine Regierung aus PP und Vox wäre noch schädlicher als die jetzige. Nicht wegen der Ideologie, sondern wegen Inkompetenz. Das zentrale Argument lautet, dass die Rezepte der Rechten in Sachen Wohnungsbau, Renten und Gesundheitswesen bestehende Probleme nicht nur nicht beheben, sondern verschärfen würden, indem sie dem privaten Kapital und Investmentfonds mehr Gewicht einräumen.

Ausgangspunkt ist eine Warnung vor der Privatisierung. Es wird behauptet, PP und Vox würden Heuschreckenfonds im Wohnungsmarkt begünstigen, Vermieter mit größerem Druckmittel stärken und die Tür zur Privatisierung von Renten und Gesundheitswesen öffnen. Das benannte Risiko ist nicht theoretisch: Es wird daran erinnert, dass Investmentfonds pleitegehen können, wie 2008 geschehen, und dass eine Rente, die an Finanzmärkte gebunden ist, Zyklen ausgesetzt ist, die niemand kontrolliert.

Das Argument Inkompetenz gegen Korruption

Der häufigste Vorwurf lautet nicht, dass die Rechte korrupter sei, sondern dass sie inkompetenter ist. Die PP-Führer werden abwertend beschrieben, und es wird behauptet, dass sie zwar genauso korrupt seien, aber die Verwaltungskompetenz fehle, die man der aktuellen Regierung zuschreibt. Diese Angriffslinie entschuldigt die Regierung nicht, sondern stempelt sie zum kleineren Übel.

Dagegen stützt sich die Verteidigung der Rechten auf zwei Ideen. Erstens wollten PP und Vox sich nicht an der Macht festsetzen noch per Dekret regieren, anders als Sánchez unterstellt wird. Zweitens sei der Regierungswechsel gesund, auch wenn das Ergebnis unvollkommen ist: „nicht gut, einfach nicht schlechter“.

Wohnungsbau als Schlachtfeld

Die Diagnose zum Wohnungsbau ist die technischste. Es wird behauptet, dass Wohnraum „das am stärksten staatlich regulierte Gut“ sei und deshalb so schlecht funktioniere. Die gezogene Schlussfolgerung: Die Lösung liegt in Deregulierung, nicht in noch mehr Eingriffen. Verfechter des öffentlichen Sektors entgegnen, Rentiers seien keine Unternehmer, sondern Parasiten, die von der Knappheit profitieren.

Die Ironie zeigt sich, wenn man sich daran erinnert, dass die klassischen Liberalen – Adam Smith, David Ricardo, John Stuart Mill – Rentiers verachteten und sie als Blutsauger betrachteten. Die Liberalen von heute, so heißt es, vergöttern sie.

Renten: privatisieren oder verwalten?

In der Rentendebatte stehen zwei Sichtweisen gegenüber. Die eine besagt, dass es nach 40 Jahren Arbeit ein Fehler ist, von Politikern abhängig zu sein, die einen hassen, und dass es vernünftig sei, sein Geld selbst zu verwalten. Die andere erinnert daran, dass Investmentfonds pleitegehen und die Rente nicht von einem Markt abhängen darf, der alle fünfzehn Jahre abstürzt.

Der Mittelweg-Vorschlag, der auftaucht, lautet: alles privatisieren außer Verteidigung und Sicherheit. Es ist eine extreme Position, die jedoch als konsequent dargestellt wird: Wenn der Staat schlecht verwaltet, soll er weniger verwalten.

Enttäuschung als Fazit

Das Ende der Debatte ist nicht optimistisch. Es wird behauptet, alle Regierungen seien schlechter als die vorherige, und die Demokratie garantiere nur, dass die Agenda dieselbe bleibe. Die sich durchsetzende Schlussfolgerung: Wählen ändert nichts, und der Zusammenbruch des Regimes ist nur eine Frage der Zeit.

Es ist eine bequeme These: Sie verlangt keine Vorschläge, nur Geduld. Und sie bewegt vermutlich die wenigsten Wähler.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (137 Antworten).

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