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PP und PSOE und die Korruption: kein Versagen, sondern das System
Die Madrider Penthouse-Wohnung von Ayuso gilt als Unregelmäßigkeit, ist aber nicht gerichtlich aufgearbeitet: Eine Analyse, ob sich beim Machtwechsel vom Sanchismo zur PP etwas ändert
Wenn Sánchez geht, wird die PP das Machtwechsel-System von 1982 nicht ändern
Die Penthouse-Affäre um Ayuso, die Masken-Affäre und die Liste der Verfahren, die beide großen Parteien belasten, sind erneut in derselben Debatte zusammengekommen. Die eigentliche Frage lautet nicht, wer mehr stiehlt, sondern ob sich etwas ändert, wenn die PP den Sanchismo ablöst. Die zynischste Antwort: nein. Dass auf breiter Front gestohlen wird, ist eine Art Staatskontinuität, kein Defekt einzelner Parteien.
Das Penthouse von Ayuso: Unregelmäßigkeit ohne Gerichtsverfahren
Der Kauf der Madrider Penthouse-Wohnung wird in den Analysen als unregelmäßig beschrieben, mit dem Verdacht, dass Einzelheiten verschleiert wurden und das Geschäft am Ende der Präsidentin selbst zugutekam. Dem steht der Einwand entgegen, der die halbe Debatte entschärft: Es gibt kein Gerichtsverfahren und keinen belegten Hinweis auf die ihr zugeschriebene Manipulation. Dass etwas übel riecht, ist nicht dasselbe wie eine bewiesene Straftat, und beides zu verwechseln, ist der Nationalsport jeder Talkshow. Auffällig an dem Fall ist nicht das Penthouse, sondern dass er davon ablenkt, was daneben passiert.
Das Machtwechsel-System von 1982 und die Theorie des garantierten Plünderns
Das am häufigsten wiederholte Argument beruht auf einer einfachen Grundlage: PP und PSOE lösen sich seit 1982 in der Regierung ab, und Spanien hat nicht aufgehört, Krisen anzuhäufen. Die Theorie des PPSOE besagt, dass Blaue und Rote um dasselbe konkurrieren – um das Abschöpfen von Renten aus der Macht – und sich nur in der Methode unterscheiden: Die einen brauchen ein wachsendes Wirtschaftswachstum, damit mehr zu verteilen ist; die anderen, dass die soziale Basis vom Staat abhängt. Keine der beiden Varianten betrifft die Superreichen, und genau dort verliert das Narrativ an Fahrt.
Der Gegenargument ist genauso unbequem: Das Lager, das heute verspricht, das Haus zu säubern, schleppt seinen eigenen Rattenschwanz an Verfahren mit sich, und die regierende Seite verzeichnet – so die Behauptung – rechtskräftige Verurteilungen auf höchster Ebene sowie eine Masken-Affäre, von der erst die Spitze aufgedeckt sei.
So bleibt die ursprüngliche Frage unbeantwortet und ohne echte Antwortwillige. Unter diesen Voraussetzungen wählt der Wähler nicht zwischen Ehrlichkeit und Korruption: Er wählt zwischen zwei Arten wegzuschauen. Und keine von beiden verdient den Preis der Anständigkeit.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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