PP stoppt Umweltzone in Saragossa nach Vox-Abkommen

Saragossas PP-Regierung vereinbart mit Vox Bußgelder nur bei außergewöhnlicher Verschmutzung, trotz Überschreitung der EU-Grenzwerte im Vorjahr.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der von der PP regierte Stadtrat von Saragossa hat sich mit Vox darauf geeinigt, die Umweltzone (Umweltzone) "inaktiv" zu halten: Bußgelder werden nur während "außergewöhnlich" hoher Verschmutzungsphasen verhängt, wobei die NO2-Schwellenwerte noch nicht festgelegt sind. Die Vereinbarung erfolgt wenige Stunden nachdem die spanische Regierung die Anforderungen für solche Zonen per Dekret verschärft hatte.

Der Stadtrat von Saragossa hat beschlossen, dass seine Umweltzone kaum Wirkung zeigt. Die Volkspartei (PP), die die Stadt regiert, hat mit Vox vereinbart, sie auf ein Minimum zu reduzieren, um die nötige Unterstützung für den Haushalt 2027 zu sichern. In der Praxis bleibt die Umweltzone an den meisten Tagen "inaktiv".

## Bußgelder nur bei fünf erhöhten Messstationen

Die Sanktionen werden an hohe Verschmutzungsphasen gekoppelt. Laut Vereinbarung werden Bußgelder nur dann verhängt, wenn die Stickstoffdioxid-Werte (NO2)—deren Schwellenwert noch nicht feststeht—in **fünf der acht** Referenzmessstationen der Stadt über einen Zeitraum von mehr als **zwei aufeinanderfolgenden Stunden** überschritten werden. Im vergangenen Jahr überschritt Saragossa die von der EU empfohlenen Grenzwerte für Feinstaub nur an **sieben Tagen**.

Die Vox-Sprecherin im Stadtrat, **Eva Torres**, feierte die Vereinbarung als Erfüllung eines der wichtigsten Wahlversprechen ihrer Partei. "Saragossa ist kein verschmutztes Gebiet; alle Bürger sollten frei fahren können, ohne bestraft zu werden", betonte sie. "Sie wird inaktiv und nicht funktionsfähig bleiben, es sei denn, sie wird durch einen außergewöhnlichen Verschmutzungsereignis aktiviert."

## Staatsdekret am selben Tag

Diese rechtsgerichtete Einigung kommt nur wenige Stunden nachdem die spanische Regierung ein neues Dekret verabschiedet hat, das die früheren Anforderungen für Umweltzonen ändert und verschärft. Die Exekutive will damit sogenannte "Fake"-Umweltzonen angehen, da sie der Ansicht ist, dass einige Städte diese nicht korrekt anwenden. Deshalb verlangt sie ein wirksames Sanktionssystem.

Der Konflikt beschränkt sich nicht nur auf Saragossa. Städte wie **Valencia**, **Toledo**, **Málaga** oder **Alcalá** haben erlebt, wie ihre Umweltzonen verwässert oder wirkungslos wurden. Während die staatliche Norm in eine Richtung drängt, bewegen sich die kommunalen Vereinbarungen in die entgegengesetzte.

## Wer zahlt für die nicht gemessene Verschmutzung?

Der Schlüssel liegt im Schwellenwert. Wenn der NO2-Wert, der Bußgelder auslöst, hoch angesetzt wird, kann die Umweltzone jahrelang niemanden bestrafen. Wird er niedrig angesetzt, verliert die Vereinbarung ihren Sinn. Unterdessen wird die Luftqualität weiterhin an diesen acht Messstationen überwacht, und die Phasen der Partikelverschmutzung verschwinden nicht einfach, weil der Stadtrat beschließt, sie nicht zu sanktionieren.

Es sei daran erinnert, dass Umweltzonen geschaffen wurden, um die EU-Grenzwerte einzuhalten, und nicht als politisches Accessoire. Wenn der kommunale und der staatliche Rahmen kollidieren, landet die Angelegenheit vor Gericht oder in Brüssel. Und dort hilft kein Haushaltsabkommen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (7 Antworten).

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