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PP-Kundgebung füllt das Bernabéu nicht: 45.000 bis 50.000 Teilnehmer
Die PP-Demonstration in Madrid zog 45.000 Menschen an, etwas mehr als die Hälfte der Kapazität des Bernabéu-Stadions in einer Metropolregion mit 3,5 Millionen Einwohnern.
PP-Kundgebung füllt das Bernabéu nicht: 45.000 bis 50.000 Teilnehmer
Pedro Sánchez wird deshalb nicht zurücktreten. Die unter dem Motto „Mafia oder Demokratie“ einberufene Kundgebung versammelte laut Regierungsdelegation zwischen 45.000 und 50.000 Menschen in einem Ballungsraum mit über 3.500.000 Einwohnern. Das Maß der Dinge war das Santiago-Bernabéu-Stadion mit 84.000 Plätzen: Der Marsch erreichte nur knapp die Hälfte der Kapazität. Diese Zahlen stürzen weder die Regierung noch bestätigen sie den unaufhaltsamen Trend, den manche prophezeiten.
Die Veranstaltung fand ohne Parteisymbolik statt, doch die Einberufung kam von der PP, was die Interpretation erschwert. Nach Angaben einiger Teilnehmer reiste ein Teil des Publikums aus dem Umland Madrids mit gecharterten Bussen an, was das Argument schwächt, dass das Foto die soziale Basis der Hauptstadt widerspiegelt. Ein anderes Thema ist der Hintergrundlärm: Eine Mobilisierung, die als Startsignal gegen die Exekutive gedacht war, bleibt in Bezug auf die Zuschauerzahl eine große Wahlkampfveranstaltung mit plebiszitärem Anspruch.
Wie viele Menschen kamen zur PP-Kundgebung in Madrid?
Zwischen 45.000 und 50.000 Personen, so die Regierungsdelegation. Mit diesen Zahlen im Vergleich zum Real-Madrid-Stadion (84.000 Zuschauer) liegt der Marsch bei etwa der Hälfte der Kapazität. Im Verhältnis zur Metropolregion Madrid mit 3.500.000 Einwohnern wirkt die Quote für jene, die eine ungetrübte Machtdemonstration erwarteten, noch unbequemer.
Manche sehen darin ein klares Scheitern, andere erinnern daran, dass die letzte große Protestaktion gegen die Amnestie 2023 weitaus spontaner wirkte: Menschen, die zufällig vorbeikamen und sich anschlossen. Wenn die Partei damals nicht organisiert hatte, ändert sich die Lesart. Die Angabe über Teilnehmer aus dem Umland, die nur einige Aktivisten bestätigen, dient dazu, der Kundgebung Gewicht zu geben oder zu nehmen.
„Mafia oder Demokratie“: Das Motto, das mehr Diskussionen auslöst als die Teilnehmerzahl
Die Kampagne für die Veranstaltung hat ebenso viel Kritik einstecken müssen wie der Aufruf selbst. Dem Vorwurf nach klingen die Slogans der Partei wie Produkte aus Hinterzimmern; zudem wurde ein früheres Motto gegen den Präsidenten von der Parteiführung als zu hart verworfen. Das aktuelle „Mafia oder Demokratie“ wird von Teilen des Publikums als weniger konsequent empfunden als erhofft.
Im Kern geht es um eine ältere Debatte: Kann die PP die Schwäche anderer nutzen, ohne eine überzeugende Alternative zu bieten? Jene, die nicht mehr an die Partei glauben, antworten mit Nein: Das Problem sei nicht der Gegner, sondern die fehlende Alternative. Diese Zweifel lassen sich nicht mit Bannern auf einer Bühne lösen.
Unmut über die PSOE führt nicht automatisch zu Vertrauen in die PP
Das ist der Knackpunkt. Alle sind sich einig, dass es Ermüdung gegenüber der Regierung gibt, bedingt durch Managementprobleme und Justizfälle, die ein Teilnehmer auch mit der Außenpolitik in Verbindung bringt. Bei der Übersetzung in Stimmen scheiden sich die Geister: Eine Strömung hält den Unmut für ausreichend für einen Wechsel, eine andere warnt, dass ohne Enthusiasmus keine Mobilisierung möglich ist, und eine dritte bezweifelt, dass der Wechsel besser wäre.
Hier spielt auch der Kampf um die konservative Führung eine Rolle, während die Partei Energie in interne Konflikte steckt und sich als Alternative ausgibt. Für viele Teilnehmer fühlt es sich wie ein Kreislauf an: dieselben Namen, dieselben Slogans und keine Versprechen, die den Montag überleben.
Justizfälle im Hintergrund der Kampagne
Im Hintergrund laufen Ermittlungen, die je nach Lager instrumentalisiert werden. Die Operation Kitchen, untersucht von der Antikorruptionsstaatsanwaltschaft, zielt auf einen mutmaßlichen Apparat zur Entwendung sensibler Daten vom ehemaligen Schatzmeister der PP ab, mit mehreren Beschuldigten aus Polizei- und Beraterkreisen. Der Fall Lezo am Nationalen Gerichtshof prüft mögliche Geldveruntreuungen bei der Verwaltung von Canal de Isabel II. Keines der Verfahren hat rechtskräftige Urteile über die beschriebenen Fakten, was man bedenken sollte, wenn sie als Wurfgeschosse genutzt werden.
Wohnraum und Mieteinnahmen: Der wirtschaftliche Hintergrund
Unter all dem liegt ein Thema, das viele Ärgernisse erklärt: das Mietgeschäft. Die im Diskurs genannten Maßnahmen – 21% MwSt. auf touristische Vermietungen, höhere Einkommensteuer auf leerstehenden Wohnraum und die digitale Registrierung, die angeblich Gesetzesumgehungen und unbelegte Zahlungen bekämpfen soll – haben nach Ansicht ihrer Befürworter einen Sektor belastet, der sich im Graubereich bewegte. Das Wohnungsgesetz, das laut Erzählung an Next-Generation-Fonds gekoppelt wurde, gilt als Damm, den niemand zu rühren wagt.
Das Ergebnis ist eine Paradoxie: Jene, die weniger Regulierung für kleine Eigentümer fordern, leben in einem europäischen Rahmen, der laut Teilnehmern in die entgegengesetzte Richtung drängt. Die EU, oft als Alibi zitiert, übt hier ebenfalls Druck aus.
Mit diesen Elementen ist die ehrlichste Schlussfolgerung vorsichtig: Wenn die PP nicht einmal ein Stadion in ihrer eigenen Hochburg füllen kann, wird es schwierig, die Erzählung vom Ende eines Zyklus aufrechtzuerhalten. Aber eine Regierung, die an einem sonnigen Wochenende 45.000 Demonstranten mobilisiert, kann auch nicht ruhig schlafen. Niemand hat diese Woche gewonnen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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