PP fordert Zustimmung des CGPJ für Peramatos Ernennung

Spaniens Ministerrat schlägt Teresa Peramato als neue Generalstaatsanwältin vor. Die PP verlangt die Billigung durch den Justizrat nach dem Rücktritt von García Ortiz.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

PP fordert Zustimmung des CGPJ für Peramatos Ernennung
Peramato als Generalstaatsanwältin vorgeschlagen nach Rücktritt von García Ortiz

Der Ministerrat hat das Verfahren zur Ernennung von Teresa Peramato Martín zur neuen Generalstaatsanwältin des Staates eingeleitet. Sie soll Álvaro García Ortiz ersetzen, der nach einer Verurteilung durch den Obersten Gerichtshof zu zwei Jahren Amtsenthebung zurückgetreten ist. Peramato leitete von 2021 bis 2025 die Sonderstaatsanwaltschaft gegen Gewalt gegen Frauen und ist derzeit Chefstaatsanwältin der Strafabteilung am Obersten Gerichtshof sowie Delegierte Staatsanwältin für Opferschutz. Die Ernennung hat die Debatte über die Unabhängigkeit der Staatsanwaltschaft neu entfacht: Die PP (Partido Popular) besteht darauf, dass die Position die Unterstützung des CGPJ (Consejo General del Poder Judicial, der spanische Justizrat) erhält, und argumentiert, dass nicht entscheidend sei, wer das Amt innehat, sondern wer es besetzt.

Ein Lebenslauf geprägt von Fällen geschlechtsspezifischer Gewalt

Peramatos beruflicher Werdegang ist fast vollständig mit dem Kampf gegen Männergewalt verbunden. Im Jahr 2005 wurde sie zur delegierten Staatsanwältin für die Abteilung Gewalt gegen Frauen bei der Provinzialstaatsanwaltschaft Madrid ernannt und war Teil der Expertengruppe des Nationalen Observatoriums für Gewalt gegen Frauen, die den ersten Jahresbericht der Behörde im Jahr 2007 erstellte. Sie gilt als eine der treibenden Kräfte hinter der richterlichen Spezialisierung auf diesem Gebiet.

Dieses Profil, das theoretisch ein technisches Aushängeschild sein sollte, ist zum Hauptargument der Kritik geworden. Manche behaupten, die Spezialisierung auf geschlechtsspezifische Gewalt fungiere eher als ideologisches Etikett denn als berufliche Qualifikation, während andere kontern, dass genau diese Erfahrung sie für das Amt qualifiziere. Die Debatte ist nicht neu: Jedes Mal, wenn ein Generalstaatsanwalt ernannt wird, verschiebt sich die Diskussion vom Kandidaten zum System, das ihn auswählt.

Warum fordert die PP die Zustimmung des CGPJ?

Die Partido Popular hat den Vorschlag mit großer Vorsicht aufgenommen. Tellado kritisierte Sánchez wegen der Politisierung der Staatsanwaltschaft und Yolanda Díaz wegen der Anstiftung zu Protesten gegen den Obersten Gerichtshof. Er fasste die Haltung seiner Partei in einem Satz zusammen: Entscheidend sei nicht die neue Generalstaatsanwältin, sondern wer sie ernennt. Feijóo forderte, dass die Ernennung die Billigung des Consejo General del Poder Judicial erhalten müsse. Abascal erklärte seinerseits, er habe alle seine Verdachtsmomente und Vorbehalte.

Der grundlegende Einwand betrifft nicht Peramatos Profil, sondern den Mechanismus. Der Generalstaatsanwalt wird auf Vorschlag der Regierung ernannt, ohne dass eine Bestätigung durch das Richtergremium erforderlich ist. Befürworter des aktuellen Systems argumentieren, dass der Generalstaatsanwalt gesetzlich als Vertrauensposition der Exekutive konzipiert sei und dass die Einhaltung des Legalitätsprinzips später gerichtlich überprüft werde. Kritiker entgegnen, dass eine Vertrauensposition, die von potenziell Untersuchten besetzt wird, ein Widerspruch in sich sei.

Der Schatten von García Ortiz und der Rücktritt, der alles änderte

Der unmittelbare Kontext ist der Abgang von García Ortiz, der vom Obersten Gerichtshof zu zwei Jahren Amtsenthebung verurteilt wurde. Diese Verurteilung, die erste dieser Tragweite für einen amtierenden Generalstaatsanwalt, hat das Amt beschädigt und jede Nachfolge zu einem öffentlichen Test gemacht. Die Diskussion um Peramato kann ohne dieses Erbe nicht betrachtet werden: Weniger ihre Biografie steht im Fokus als das institutionelle Vermächtnis, das sie antritt.

Manche sind der Ansicht, dass der Wechsel zu spät komme und der Schaden am Ruf der Staatsanwaltschaft bereits angerichtet sei. Dem gegenüber steht das Argument, dass sich die Institution normalisiere und das Problem eine Person gewesen sei, nicht das System. Jedenfalls hat sich die Debatte vom 'Wer' zum 'Wie' verschoben: Das Ernennungsverfahren, die Rolle des CGPJ und das Verhältnis zwischen Regierung und Staatsanwaltschaft stehen nun im Mittelpunkt des Interesses.

Ein Profil, das Freunde wie Gegner verwirrt

Auf der praktischen Ebene hat sich das Gespräch auf das persönliche und berufliche Profil der Kandidatin verlagert. Sie wird als Staatsanwältin mit umfassender Erfahrung im Bereich geschlechtsspezifische Gewalt beschrieben, die der Madrider Regionalregierung kritisch gegenübersteht. Es wird spekuliert, ob sie zu einer Rolle passt, die durch hohe öffentliche Aufmerksamkeit gekennzeichnet ist. Vergleiche mit anderen Namen aus dem Justizbereich waren ebenso unvermeidbar wie die Diskussion darüber, ob ihre Spezialisierung sie zu einer technischen oder politischen Wahl macht.

Die Frage, die über der Ernennung schwebt, lautet, ob Peramato die Autonomie ausüben kann, die das Amt erfordert, wenn ihre Benennung von derselben Regierung abhängt, deren Handlungen sie möglicherweise untersuchen muss. Es gibt keine abschließende Antwort. Das Verfahren hat gerade erst begonnen, und die PP hat bereits angekündigt, es genau zu überwachen.



Mit diesen Voraussetzungen wird der Abschluss des Ernennungsverfahrens Peramatos erster echter Test sein. Wenn die Zustimmung des CGPJ gefordert wird und ausbleibt, folgt sofortiger Verschleiß; wenn sie kommt, bleibt abzuwarten, ob die Geste ausreicht, um eine Institution wiederherzustellen, die unter einer historischen Verurteilung ihres obersten Leiters leidet.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (121 Antworten).

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