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Podemos-Politiker lebt in Millionen-Wohnung der Partnerin
Pablo Fernández von Podemos wohnt in Madrid Río in einer über eine Million Euro teuren Wohnung seiner Partnerin. Sein Wohnraum-Diskurs steht im Widerspruch.
Pablo Fernández, Organisationssekretär von Podemos, lebt seit etwa einem Jahr in einer Wohnung in Madrid Río, die ihm nicht gehört: Sie ist das Eigentum seiner Freundin. Die Immobilie mit drei Zimmern und überdachter Terrasse wurde möglicherweise auf Plan für zwischen 750.000 und 800.000 Euro gekauft und ist heute mehr als eine Million Euro wert.
**Pablo Fernández**, Organisationssekretär von Podemos, lebt seit fast einem Jahr in einer Wohnung des Luxuswohnkomplexes Madrid Río. Es gehört ihm nicht. Die Wohnung gehört seinem Partner.
## Eine Wohnung über einer Million Euro in Madrid Río
Der Komplex erhebt sich in einem neu erschlossenen Viertel mit grünen Parks und geraden Linien. Die Wohnung hat drei Zimmer und eine überdachte Terrasse. Wenn sie auf Plan gekauft wurde, könnte sie zwischen **750.000 und 800.000 Euro** gekostet haben. Heute übersteigt ihr Wert **eine Million Euro**. Die Anlage verfügt über ein Schwimmbad, ein Fitnessstudio, ein zweites Schwimmbad auf dem Dach und eine Gastrothek. Nichts Außergewöhnliches bei solchen Projekten, außer dem Preis.
Fernández ist nicht der Eigentümer. Das Haus gehört seiner Freundin. Er kam aus Liebe dorthin, wie er selbst berichtete: "Meine Partnerin ist aus Madrid und dies ist die Stadt, in der ich altern möchte", sagte er in einem seiner letzten Interviews. Bei den Neubauprojekten in der Umgebung liegt der Quadratmeterpreis bei oder über **8.000 Euro**. Madrid Río ist immobilienmäßig eine dieser Gegenden, in denen das Adjektiv "erschwinglich" längst anders interpretiert wird.
Seine Präsenz blieb nicht unbemerkt. Einige Nachbarn haben ihm seltsame Blicke zugeworfen oder Kommentare gemacht, weil er sich in einem Luxuskomplex niedergelassen hat. Andere beschreiben ihn als normale Person: Er trägt einen Dutt, geht zum Schwimmen, ins Fitnessstudio. Morgens holt ihn oft ein Taxi an der Tür ab. Die Szene ist kein Verbrechen. Aber sie kollidiert mit der Botschaft, die er selbst wiederholt: "Madrid ist praktisch unbewohnbar, wenn man nicht reich ist", sagte er vor einigen Tagen.
## Vom Kiosk in León zur Madrider Politik
Geboren in **León**, ist er **50 Jahre alt**. Er studierte Jura an der Universidad Complutense de Madrid, bewegte sich aber nicht im selben Kreis wie Pablo Iglesias. Vor der Politik arbeitete er in einer Anwaltskanzlei und bereitete sich mehrere Jahre lang auf die Prüfung zum Arbeitsinspektor vor. Er brach ab. Er kehrte nach León zurück, machte sich selbstständig und betrieb mehr als fünf Jahre lang einen Kiosk.
Er trat **2014** in **Podemos** ein, mit 37 Jahren. Im Mai desselben Jahres, nur vier Monate nach der Gründung der Partei, stand er bereits auf der Kandidatenliste für die Europawahlen. In **2015** wurde er Generalsekretär von Podemos Castilla y León und Kandidat für das Präsidentenamt der Junta. Er war Abgeordneter in den Cortes von Castilla y León. Seine Eltern, so erzählte er, sahen den Kiosk zunächst nicht gern; dann überraschte es sie, dass er in die Politik ging. Am Ende unterstützten sie ihn.
Seine Privatsphäre ist eine andere Sache. In seinen sozialen Medien gibt es keine Spuren seiner Familie. Auf Instagram lädt er nur Videos seiner Auftritte als Kommentator hoch. Er erscheint jede Woche in der Sendung von Nacho Abad, *En boca de todos*. Auch in *Todo es mentira* mit Risto Mejide ist er leicht zu sehen. Er sagt, er gehe hin, um die Stimme der Linken hörbar zu machen und Gerüchte zu widerlegen.
## Der Widerspruch, der ihn verfolgt
Pablo Fernández hat sich an den Vorwahlen von Podemos beteiligt, um Bürgermeisterkandidat von Madrid zu werden. Er will den Zugang zum Wohnraum, touristische Wohnungen und die Verschmutzung bekämpfen. Es ist eine klassische städtische Agenda. Das Problem ist, dass sein eigenes Leben in Madrid zum unbequemen Beispiel geworden ist: Ein Führer, der über Wohnraum spricht, während er in einer Wohnung über einer Million Euro in einer Neubauzone lebt.
Im Jahr **2018**, als die Villa von **Pablo Iglesias** und **Irene Montero** in Galapagar im Mittelpunkt der Kontroverse stand, verteidigte Fernández sie. Er zog damals eine Grenze: "Ein Widerspruch ist nicht dasselbe wie eine Inkohärenz." Letzteres, sagte er, erfordere eine Konstante, etwas Permanentes und Wiederholtes im Verhalten. Der Satz schwebt weiter im Raum. Es ist nicht dasselbe, in einem Haus zu leben, das Ihrem Partner gehört, als es mit eigenem Geld zu kaufen. Und es ist auch nicht dasselbe, einen punktuellen Widerspruch zu haben, als den Wohnraum zum Kern Ihrer Kampagne zu machen.
In Podemos hat man erfahren, dass das Persönliche politisch ist. Galapagar hat das bewiesen. Jetzt richtet Madrid Río den Scheinwerfer wieder auf Vermögen, Partnerschaft und Diskurs. Fernández ist nicht der Eigentümer. Aber die Richtung seines Hauses, das Viertel und der Quadratmeterpreis gehören zur selben Debatte, die er beheben will.
## Was die Zahlen sagen
Madrid Río ist kein gewöhnliches Viertel. Es ist eine jüngere Stadtentwicklung mit Parks, geraden Alleen und neuen Bauprojekten. In dieser Umgebung liegt der Quadratmeterpreis bei oder über **8.000 Euro**. Eine Dreizimmerwohnung mit überdachter Terrasse kann **eine Million Euro** überschreiten, ohne ein Schloss zu sein. Die Zahl schockt, aber es ist kein Einzelfall: Es ist der Preis eines Teils von Madrid.
Die Wohnungspolitik bewegt sich in dieser Spannung. Auf der einen Seite die Preise für Neubauten in Gebieten wie Madrid Río. Auf der anderen Seite touristische Mieten und die Schwierigkeit junger Menschen, unabhängig zu werden. Fernández will über all das sprechen. Sein Fall fügt eine Nuance hinzu: Er ist nicht der Eigentümer, aber er lebt dort. Die politische Frage ist weniger, ob er das Recht hat, mit seinem Partner zusammenzuleben, sondern ob dieses Detail seine Botschaft entkräftet oder nicht.
Es gibt keine eindeutige Antwort. Persönliche Kohärenz wird nicht nur durch den Namen im Grundbuch gemessen. Auch durch den Ort, von dem aus man spricht. Und in Madrid zählt die Postleitzahl. Manchmal zählt sie mehr als das Programm.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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