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PNV sieht rote Linie bei PP-Vox-Pakt in Valencia
Die spanische Partei PNV wirft der PP vor, mit dem Bündnis mit Vox in Valencia eine rote Linie überschritten zu haben.
Die PNV behauptet, die PP habe mit einem „inakzeptablen“ Pakt mit Vox in der Region Valencia eine „rote Linie überschritten“. Diese über El País verbreitete Aussage stellt die baskische Nationalistenpartei ins Zentrum einer Kontroverse, die über Valencia hinausreicht und das gesamte Koalitionsgefüge in Spanien betrifft.
Die Reaktion ließ nicht auf sich warten. Nach der Ankündigung verschob sich der Fokus schnell von Valencia nach Madrid und ins Baskenland. Die zentrale Frage lautete: Kann die PNV ihre Strategie des Quarantäne-Rings gegen Vox aufrechterhalten, während die PP in Schlüsselregionen mit Santiago Abascals Partei regiert? Die unter Andoni Ortuzar geführte Partei hat einen großen Teil ihrer jüngsten Erzählung auf diese Distanz aufgebaut.
Warum spricht die PNV von einer roten Linie?
Das Argument der PNV ist, dass die PP die extreme Rechte normalisiert hat, indem sie sie in Regionalregierungen einband. Für die PNV bricht dieser Schritt den Rahmen des Zusammenlebens, der im Mittelpunkt ihres Projekts steht. Die baskische Formation wiederholte stets, keinen Raum mit Vox zu teilen, da diese Partei die territoriale Pluralität leugne.
Das Problem ist, dass diese Rhetorik Kosten verursacht. Wenn die PP ohne die PNV regieren kann, verliert die baskische Partei Hebelwirkung. Wenn nicht, wird sie zum notwendigen Partner. Genau hier liegt der Knotenpunkt. Der Pakt in Valencia ändert die Kalkulation, denn er zeigt, dass die PP eine Alternative zu den baskischen Nationalisten hat: die Stütze auf Vox.
PP und Vox: Was bedeutet das für Koalitionen in Spanien?
Die häufigste Lesart ist, dass die PP beschlossen hat, ein Bündnis mit Vox sei günstiger als eines mit der PNV. In Valencia umfasst der Pakt relevante Ministerien für Abascals Partei. Aus baskischer Sicht bedeutet dies, dass die PNV nicht mehr zwingend erforderlich ist, damit die PP dort regiert, wo es möglich ist.
Manche behaupten, die PNV beschwere sich, weil sie ihre Fähigkeit zum haushaltspolitischen Druck verliere. Andere deuten darauf hin, dass die baskische Partei fürchtet, Bildu könnte ihr Terrain abgewinnen, wenn die PP nach rechts rückt. Die rote Linie der PNV ist im Grunde eine Linie des wahlpoltischen Überlebens.
Misstrauensantrag gegen Rajoy und das Gedächtnis der PNV
Im Hintergrund der Debatte taucht der Misstrauensantrag gegen Mariano Rajoy auf. Die PNV unterstützte diesen Antrag, wurde aber dafür kritisiert, zuvor die PP-Regierung gestützt zu haben. Dieser Widerspruch ist das Hauptargument derer, die der PNV Heuchelei vorwerfen. „Die einzige rote Linie, die sie nicht überschreiten, ist die ihrer Bankkonten“, fasst eine der häufigsten Positionen zusammen.
Die PP hat die Tür für zukünftige Vereinbarungen mit der PNV nicht geschlossen. Die Koalitionspolitik ist flüssig. Was heute eine rote Linie ist, kann morgen ein Verhandlungstisch sein.
Was passiert mit Bildu und der Quarantäne-Rhetorik?
Die andere Seite der Debatte ist Bildu. Verschiedene Analysen betonen, dass die PNV von der PP verlangt, was sie von der Linken nicht verlangt: keine Pakte mit Vox zu schließen, während die PSOE mit Bildu kooperiert. Diese Asymmetrie ist das Argument, das am häufigsten genutzt wird, um die Beschwerde der PNV zu entkräften.
Die Diskussion lenkt dann auf den baskischen Wirtschaftsvertrag (Concierto Económico), die regionale Finanzierung und die Rolle der PNV als Haushaltspartner. Der Pakt in Valencia ändert nichts am Concierto Económico, aber er ändert die Erzählung. Und in der Politik ist die Erzählung bares Geld.
Die PNV hat wegen Vox in Valencia Alarm geschlagen. Die PP hat bewiesen, dass sie ohne sie regieren kann. Die rote Linie existiert, aber niemand weiß noch, ob sie eine Grenze oder nur ein Teppich ist.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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