Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Phoskitos: Nostalgie trifft auf EU-Reformulierung
EU-Regeln zu Transfetten veränderten industriell hergestelltes Gebäck und den Geschmack von Phoskitos. Nostalgie, Grenznutzen und Marken, die mit Erinnerungen werben.
Die EU schaffte Transfette ab – und nebenbei den Geschmack von Phoskitos
Schmeckt ein Phoskitos heute noch wie 1996? Die kurze Antwort ist nein, und es liegt nicht nur an verklärter Nostalgie. Eine ganze Packung zu essen wird zum Experiment der Erlebnisökonomie: Der erste ist fluffig, der zweite akzeptabel, und mitten im dritten studiert man schon die Makros, die nicht aufgehen.
Eine Analyseströmung macht die EU-Regulierung verantwortlich. Die Vorschriften zu Transfetten erzwangen eine Rezepturänderung bei Industriegbäck, und was an Lebensmittelsicherheit gewonnen wurde, ging an Genuss verloren. Früher war das Fett Butterschmalz, mit dieser Textur, die den Gaumen nicht täuschte; heute ist es etwas anderes – besser für die Arterien, schlechter für die Erinnerung. Zudem enthalten einige Varianten inzwischen Likör, eine Zutat, die Puristen als Ketzerei betrachten, vergleichbar mit Tiramisu mit Wein.
Manche bringen ein wirtschaftliches Konzept ins Spiel: den Grenznutzen. Jedes zusätzliche Gebäckstück spendet weniger Freude als das vorherige, wodurch die Ess-Exzesse zu einer Übung mit abnehmendem Grenznutzen wird. Und die Frage, die den Nostalgiker vom Analysten trennt, bleibt: Hat sich das Produkt verändert, oder misst der erwachsene Gaumen einfach anders? Die Marke hält unterdessen am Preis fest.
Brüssel hat uns die Arterien gerettet. Der Gaumen hat es noch nicht verziehen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (35 Antworten).
Die griechische Athletin Sofia Tsarsitalidou ist wegen ihrer Figur viral gegangen, doch die EU verbietet Aufnahmen von der Hüfte abwärts. Zensur oder Schutz?
Passing wird wie ein Produkt bewertet: ein Nasenring zieht Punkte ab, der Kamerawinkel bringt sie zurück, und 300.000 Follower machen aus der Transition ein Geschäft.
Der spanische Schriftsteller Juan Soto Ivars lebt in einer bescheidenen Mietwohnung in Madrid mit abblätternder Farbe, was Debatten über seinen Lebensstil auslöst.
Nicht rausgehen, nicht duschen und nichts tun wird als Lebensform verteidigt: fünf Jahre ohne Baden oder der Verdacht auf Depression hinter der Einsiedelei
Die Verbreitung eines Fotos einer mutmaßlich wiederholungstäterischen Taschendiebin in der Metro von Barcelona entfacht die Debatte über Diebstähle, Rückfall und Sicherheit neu
Haare, Körpergröße und Geldbörse: die ästhetische Hierarchie, die entscheidet, was sich beheben lässt und was nicht – in der meistgeführten Diskussion über Glatzigkeit