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Haare, Körpergröße und Geld: das Ranking der Männlichkeit
Haare, Körpergröße und Geldbörse: die ästhetische Hierarchie, die entscheidet, was sich beheben lässt und was nicht – in der meistgeführten Diskussion über Glatzigkeit
Haare, Körpergröße und Geldbörse: das Schönheitsranking, das niemand unterschreibt
Was ist schlimmer als kahl zu sein? Die Frage lässt sich schnell beantworten, und fast alle Antworten sind unbequem. Den Ausgangspunkt liefert ein Mann, der sich als klein und behaart bezeichnet, mit seinen 1,70 m zufrieden ist und überzeugt davon, dass ein kahler Kopf das Erscheinungsbild mehr ruiniert als zehn Zentimeter weniger. Glatze, sagt er, mit dieser Mischung aus Diagnose und Urteil, die nur an der Theke eines Lokals funktioniert.
Von da an wird das Gespräch zu einer Hierarchie-Übung. Groß und kahl, klein und mit Haaren, lange Mähne und ein paar Kilo zu viel, schlank ohne ein einziges graues Haar. Jede Kombination bekommt ihr Urteil, und kaum eines fällt milde aus.
Welche Antworten kommen: hässlich, dick, arm oder klein
Die erste Antwort, die immer wieder fällt, ist die offensichtlichste und die grausamste: hässlich sein. Sie steht über der Glatzigkeit, weil – so argumentieren mehrere – Haare sich zurückholen oder verbergen lassen, ein Gesicht aber nicht. Den zweiten Platz belegt das Geld, zusammengefasst in einer Drei-Wort-Formel: kahl, arm und übergewichtig, mit dem Nachdruck auf dem Letzteren. Manche zählen die Körpergröße dazu, manche die Feigheit – in einer Argumentation, die das Vorurteil auf den Kopf stellt: "Die Welt ist voller feiger Männer mit Haaren".
Haare sind in fünf Minuten repariert; die Körpergröße nicht
Hier liegt das Argument, das die ganze Diskussion ordnet. Glatzigkeit, so die These, hat eine technische Lösung: eine gute Perücke oder ein Haarsystem, und das Problem ist in Minuten verschwunden. Mit der Körpergröße lässt sich nichts machen, außer sie zu akzeptieren. Diese Asymmetrie – das Umkehrbare gegenüber dem Definitiven – erklärt, warum Haarausfall zugleich als kleineres Problem erscheint, als es scheint, und als das dringendste von allen.
Dazu schleicht sich ein unbequemer Gedanke: Wenn sich Haare ersetzen lassen, dann wählt der Kahle, der es nicht tut, sein Schicksal selbst. Dieses Argument wiegt schwerer als das Haar selbst.
Der Dating-Markt: Überangebot und tägliche Konkurrenz
In der zweiten Hälfte verlässt das Gespräch den Spiegel und landet in den Apps. Ein Teilnehmer versichert, er bekomme Nachrichten von deutlich jüngeren Personen, teils über 40, und führt das auf seine Mähne und seine 1,70 m zurück. Die Antwort, die er bekommt, ist mechanisch: Profile, die mühelos Interaktionen sammeln, und männliche Profile, die dazu verdammt sind, gegen Tausende anzutreten. Das immer wieder gezogene Fazit: Die Haare sind egal, denn die Konkurrenz ist massiv, und der entscheidende Faktor ist nicht die Glatze, sondern das Überangebot an Kandidaten.
Was nicht diskutiert wird: keine einzige Zahl
Keine überprüfbare Zahl über Attraktivität, keine Studie, keine Quote. Nur Strandanekdoten, Kaffeegespräche und Erinnerungen von vor fünfzehn Jahren. Und trotzdem funktioniert die Diskussion, weil sie etwas Wiedererkennbares beschreibt: das Gefühl, dass das Aussehen bewertet wird wie ein Formular mit Kästchen – und dass immer ein Kästchen übrig bleibt, das sich nie ausfüllen lässt.
Nach diesen Regeln wäre die halbe Menschheit verloren und die andere Hälfte würde beim Erzählen lügen. Das Auffällige ist, dass kaum jemand das System infrage stellt: nur das Kästchen, das ihm zugelost wurde.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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