PC-Bau 2025: RAM und Speicherpreise steigen um 60 Prozent

DDR5-RAM-Preise haben sich verdreifacht, Festplatten verdoppelt. Wir erklären den KI-Einfluss und ob sich der Kauf jetzt lohnt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der Wahnsinn beim PC-Bau 2025: RAM und Laufwerke explodieren wegen des KI-Hypes

Einen Gaming-PC zu bauen ist heute ein finanzieller Kraftakt. DDR5-RAM mit 32 GB kostet rund 500 €, während man vor zwei Jahren noch 150 € zahlte. SSDs mit 1 TB sind nicht unter 150 € zu bekommen, und HDDs mit 2 TB nähern sich der 300-€-Marke. Die offizielle Erklärung lautet, dass die Nachfrage nach KI-Rechenzentren die Produktion von Speichermedien austrocknet, doch die Zahlen deuten auf weitere Faktoren hin.

Von 150 auf 500 €: RAM wird zum Luxusgut

Bis 2023 kostete ein 32-GB-DDR5-Kit etwas mehr als 100 €. Im Dezember 2024 begannen die Preise zu steigen, und heute kostet ein solches Modul 500 € bei DDR5 oder 250 € bei DDR4. Der Anstieg ist nicht graduell, sondern sprunghaft. Wer vor zwei Jahren 32 GB kaufte, zahlte 150 €; heute müsste er das Dreifache ausgeben. Analysten prognostizieren zudem eine erneute Verdopplung der Preise im Jahr 2026, da die HBM-Speicherproduktion (für KI) Vorrang vor herkömmlichem RAM hat.

Festplatten: Doppelter Preis gegenüber vor drei Jahren

Ähnlich verhält es sich beim Speicherplatz. Eine 1-TB-SSD, die 2022 noch 60 € kostete, liegt nun bei 150 €. Auch klassische HDDs verteuern sich stark: Ein Seagate Barracuda mit 4 TB wurde im September 2024 für 103 € verkauft; binnen drei Monaten stieg der Preis auf 170 € und übersteigt heute 200 €. Western Digital, einer der Hersteller, hat seinen Börsenkurs verzehnfacht, was auf extrem hohe Margen hindeutet. Die offizielle Erzählung gibt der KI die Schuld, doch manche vermuten eine künstliche Verknappung zur Hochhaltung der Preise, ähnlich wie bei Grafikkarten während des Bitcoin-Booms.

Alternativen: Gebrauchtmarkt und Rückbesinnung auf Basics

Angesichts dieser Entwicklung warten viele ab oder suchen günstige Lösungen. Ein gebrauchter PC mit i5-14600, 32 GB RAM und RTX 5070 ist für 1.300 € erhältlich, im Vergleich zu 1.800–2.000 € für ein Neugerät. Andere nutzen alte Festplatten und Spiele von vor fünf Jahren oder wechseln zu Emulatoren und Klassikern, die keine High-End-Hardware benötigen. Manche setzen sogar auf ARM-Architekturen (Snapdragon X, Loongson) als Alternative zu teuren x86-Komponenten.

Sollte sich der Trend fortsetzen, könnte der Consumer-PC-Markt stark schrumpfen. Es stellt sich die Frage, ob die Industrie bereit ist, ihre Nutzerbasis zu kannibalisieren, oder ob der Druck eine Preiskorrektur erzwingt. Bis dahin sollten Käufer neuer Geräte entweder warten oder akzeptieren, dass die Ära günstiger Hardware vorbei ist.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (163 Antworten).

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