Paris zeigt, wie die private Sicherheit ethnisisiert wird

Die private Sicherheit in Paris ist seit 20 Jahren ethnisisiert, während in Spanien ein Roma-Wächter bei McDonald's zum Meme wurde: Segregation oder Strategie?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Sicherheit wird ethnisch: Der Pariser Fall, der an den umstrittenen McDonald's-Fall erinnert

Der beste Weg, nicht rassistisch zu wirken, ist, genau die Gruppe mit den Kontrollen zu betrauen, die einen wegen Rassismus anzeigen könnte. In Frankreich ist diese Logik seit zwei Jahrzehnten in der privaten Sicherheitsbranche verankert: In den Geschäften von Paris ist es die Regel, auf einen Wachmann subsaharischer Herkunft zu treffen. So läuft es seit 20 Jahren, erzählt man auf der Straße, und niemand in der Branche scheint darin ein Problem zu sehen.

Manche erklären es als puren Pragmatismus: Teilt der Wachmann Wohnviertel und Aussehen mit dem Kunden, verliert eine Diskriminierungsbeschwerde auf dem Weg ihre Wirkung. Die gegenteilige Deutung spricht von beruflicher Segregation, die als Vielfalt getarnt wird. Und dazwischen liegt die Ironie, dass das Kapital gelernt hat, den Schild zu benutzen, an dem der öffentliche Diskurs sich nicht zu rühren wagt.

In Spanien kam dieselbe Strategie als Anekdote an, mit dem Roma-Wächter bei McDonald's; dort war es ein Witz, hier ist es Routine. Die unbequeme Frage, die in der Luft liegt: Bekämpft man Rassismus, indem man ethnische Überwachung normalisiert, oder verstärkt man ihn? Eine Antwort mit Daten gibt vorerst niemand.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (17 Antworten).

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