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Parfümtester: Tägliche Gratisproben ohne Kauf
Ketten wie Douglas und Primor bieten Tester von Luxusmarken an. Manche Kunden nutzen sie täglich, ohne zu kaufen. So funktioniert das System.
Die Nutzung von Parfümtestern zum Auftragen von Kölnischwasser ohne Kauf ist für manche eine tägliche Gewohnheit, oft mit zwei oder drei Sprühstößen teurer Marken wie Jean Paul Gaultier, Polo Blue, Lacoste oder Versace. Der Tester dient dazu, vor dem Kauf zu schnuppern, doch die wiederholte Nutzung ohne Kaufabsicht bewegt sich in einer Grauzone.
## Der Tester ist kein Gratis-Muster-Shop
Kosmetikketten wie **Douglas**, **Primor** oder **Druni** stellen Düfte aus, damit Kunden sie riechen und testen können. Das ist der Sinn des Testers: Riechen vor der Entscheidung. Der Unterschied zwischen Testen und Bedienen liegt in der Absicht. Wer jeden Morgen hereinkommt, sich **drei Sprühstöße** aufträgt – zwei am Hals und einer am Handgelenk – und geht, ohne etwas zu kaufen, nutzt den Tester wie einen kostenlosen Spender.
## Teure Marken werden am meisten getestet
Der Reiz liegt im hohen Preis. **Jean Paul Gaultier**, **Polo Blue**, **Lacoste** oder **Versace** sind einige der Namen, die in diesen Regalen gesucht werden. Im Erdgeschoss von **El Corte Inglés** (ein großes spanisches Kaufhaus) befinden sich Nischenmarken wie **Tom Ford**, deren Preise dazu führen, dass eine Anwendung mit drei Sprühstößen mehrere Euro wert ist. Die Logik ist einfach: Wenn das Flakon teuer ist, schmeckt das kostenlose Testen besser.
## Die Pose des Kenneers
Unter Liebhabern gibt es eine ungeschriebene Regel: Nicht mischen. Mehrere verschiedene Parfüms gleichzeitig aufzutragen, gilt als Amateurhaftigkeit. Die wiederkehrende Idee ist, dass man das Parfüm besitzen sollte, nicht umgekehrt. Deshalb greifen diese Personen meist zur gleichen Duftnote oder testen nur eine einzelne überraschende Variante, ohne Kombinationen.
## Kosten für das Geschäft und ethische Grenzen
Jeder vom Tester verbrauchte Sprühstoß ist Produkt, das das Geschäft nicht verkauft. Ketten akzeptieren dies als Teil des Marketings, aber die tägliche Nutzung ohne Kauf macht daraus eine laufende Ausgabe. Es gibt keine gesetzliche Norm, die das Testen von Parfüm ohne Kauf verbietet; die Grenze bildet die Politik jedes Geschäfts und der gesunde Menschenverstand des Kunden. Wenn sich diese Praxis verbreitet, besteht die übliche Reaktion des Handels darin, Tester zu entfernen oder unter Aufsicht des Personals zu stellen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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