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Paraguays Steuerparadies kollabiert nach Ueno-Bank-Pleite
Die Ueno Bank ging pleite und fror Einlagen von 2,9 Millionen Kunden ein. Das paraguayische Steuerparadies stand vor einer Solvenzkrise.
Paraguay als Rückzugsort: Vom 10-10-10-Modell zum Bankenkollaps
Lohnt sich der Ruhestand in Paraguay? Diese Frage kursiert seit einiger Zeit unter denen, die berechnen, dass man mit einer spanischen Rente auf der anderen Seite des Atlantiks besser lebt. Der ursprüngliche Ansatz war verlockend: Ein Land mit 10 % Mehrwertsteuer, Einkommensteuer und Körperschaftsteuer, eine Währung, die gegenüber dem Dollar aufwertet, und ein Staat, der auf dem Papier kaum eingreift. Das Kleingedruckte kam später – und zwar aus einer unerwarteten Richtung: vom Bankensektor.
Im November 2026 trat Präsident Santiago Peña nach dem Zusammenbruch der Ueno Bank zurück. Die digitale Bank hatte 2,9 Millionen Kunden in einem Land mit 6,1 Millionen Einwohnern. Die Eigenkapitalquote der Bank lag bei 5,56 %, während das regulatorische Minimum bei 12 % liegt. Eingefrorene Einlagen beliefen sich auf 2,5 Milliarden Euro bei einem BIP von 59 Milliarden Euro. Fast die Hälfte des Landes hatte sein Geld blockiert.
Was kostet das Leben in Paraguay wirklich mit einer spanischen Rente?
Die Berechnung, die unter Interessierten kursiert, basiert auf einem Vergleich: Zwei Tagesmenüs in Zaragoza kosten 38 Euro; in Asunción nur 8 Euro. Eine Straßenbahn in Spanien kostet fast einen Euro; die Metro in Paraguay 0,25 Euro. Das Geld reicht „etwa viermal so weit“, laut der am häufigsten genannten Schätzung. Auch Wohnraum spielt eine Rolle: Eine 68-Quadratmeter-Wohnung in einer privaten Anlage wird für 2.300 Yuan pro Monat vermietet, etwa 295 Euro.
Einige behaupten, diese Differenz rechtfertige den Umzug. Dagegen spricht, dass die Lebenshaltungskosten in Asunción nicht mehr das Schnäppchen sind wie vor einigen Jahren und dass sich die Aufenthaltsbedingungen alle paar Jahre verschärfen. Das Steuerparadies hat ein Verfallsdatum und kündigt es nicht immer an.
Das Doppelbesteuerungsabkommen und die Klausel, die alles zunichtemacht
Der steuerliche Reiz für einen spanischen Rentner hat eine Lücke. Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Spanien und Paraguay enthält, laut der detailliertesten öffentlichen Analyse, eine Rückforderungsklausel, wonach die spanische Finanzverwaltung (Hacienda) Steuern nachfordern kann, die in Paraguay nicht gezahlt wurden, wenn der Steuerresident umzieht. Das heißt: Die 10 % paraguayische Einkommensteuer befreit nicht automatisch von der Steuerpflicht in Spanien. Der steuerliche Vorteil kommt mit Bedingungen, die selten in Broschüren stehen.
Sicherheit: Weder Falludscha noch Schweiz
Vor Ort sind die Meinungen geteilt. Während einige warnen, dass das tägliche Leben in weiten Teilen Südamerikas Gitter, elektrisierte Zäune und Stacheldraht erfordert, betonen andere, dass Paraguay sicherer sei als Mexiko oder der Rest der Region, und dass Waffen nur im Gold- oder Drogengeschäft auftauchen. Die häufigste Warnung: Man muss sorgfältig wählen, wo man lebt und mit wem man zu tun hat.
Das Gesundheitssystem, die Schwachstelle
Das Gesundheitswesen ist das stärkste Gegenargument. Wer dort gelebt hat, beschreibt ein öffentliches Gesundheitssystem eines armen Landes und ein privates, das keinen Vergleich mit dem spanischen aushält. Die wiederkehrende Warnung: Bei einem medizinischen Notfall ist man nur einen Ambulanzflug entfernt, und dieser Flug kostet viel. Die Antwort der Entschlossensten: 30 Jahre ohne Arztbesuch leben und eine private Versicherung für Brüche und Operationen abschließen.
Die Kaste unter der Flagge
Der Zusammenbruch der Ueno Bank deckte auf, was die Erzählung vom freien Markt verbarg: Die Partido Colorado regierte 74 der letzten 79 Jahre, der Aufseher, der die Bank hätte kontrollieren sollen, war ehemaliger Manager derselben Bank, und der Präsident war bis 2025 Partner der Eigentümergruppe. Die Einlagensicherung deckt 34.000 Euro pro Kopf. Das ist kein Liberalismus, sondern Vetternwirtschaft mit schlechteren Straßen.
Mit diesen Fakten lautet die Frage nicht, ob Paraguay billig ist. Es ist. Die Frage ist, zu welchem Preis. Und zum Zeitpunkt dieser Diskussion umfasst der Preis eine gescheiterte Bank, die halbe Nation mit eingefrorenem Geld und einen zurückgetretenen Ex-Präsidenten. Das uneingeschränkte Paradies hatte dieselben Regeln wie hier, nur ohne Sicherheitsnetz.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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Virale Behauptungen verbinden den Rücktritt von Paraguays Präsident Santiago Peña mit dem Zusammenbruch der Digitalbank ueno und 3 Millionen betroffenen Nutzern.
Santiago Abascal betont, dass eingebürgerte Bürger gleiche Unterstützung erhalten. Die Staatsangehörigkeit durch Aufenthalt erfordert in Spanien meist 10 Jahre.