Paare in Charkiw gejagt: Entführungen, Raub und Zwangsrekrutierung

Zivilgruppen entführen in Charkiw Paare, um sie zu rekrutieren oder auszurauben. Frauen und Minderjährige werden trotz gesetzlicher Ausnahmen festgenommen. Die Polizei kennt die Täter nicht.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Paare in der Ukraine gejagt: Entführungen, über die keine Schlagzeile berichtet

Was als Zwangsrekrutierung von Männern begann, hat sich zur Jagd auf Paare entwickelt. In Charkiw halten Gruppen ziviler Rekrutierer ohne Uniform — von Rekrutierungszentren angeheuert — Familien auf dem Weg zur Schule auf. Ein aufgezeichneter Fall zeigt, wie die Täter versuchen, Goldketten und Bankkarten zu stehlen, bevor sie die Opfer in einen Transporter verfrachten. Die örtliche Polizei gibt zu, nicht zu wissen, wer diese Menschen sind.

Frauen und Minderjährige im Visier

Obwohl Frauen von der Zwangsmobilisierung ausgenommen sind, zeigen Aufzeichnungen, dass auch sie festgenommen werden. Bei einem kürzlichen Vorfall stach eine Frau einen ihrer Entführer im Fahrzeug nieder. Ein anderer Fall endete damit, dass ein Baby im Kindersitz auf der Straße zurückgelassen wurde. Die Entführer schlagen zu, wenn keine Zeugen da sind, und rauben laut Quellen den Rekruten das Eigentum ab, bevor sie an die Front geschickt werden. Es ist belegt, dass 17-Jährige zum Unterschreiben von Verträgen gezwungen wurden.

Die „Schattenmobilisierung“ und die Rolle der Soldatinnen

Analysten, die diese Vorfälle verfolgen, sprechen von einer „Schattenmobilisierung“ von Frauen angesichts des extremen Mangels an Männern an der Front. Die Paradoxie: Zehntausende Berufssoldatinnen — die nach der Öffnung aller Kampfeinsätze für Frauen 2018 zur Armee kamen — werden ebenfalls nicht an die Front geschickt. Es sind Berufssoldatinnen, angelockt von den hohen Gehältern, die aus der US-Hilfe stammen. Währenddessen nehmen die illegalen Festnahmen weiter zu.

Videos, die über alternative Kanäle kursieren, zeigen eine Gewalt, die im scharfen Kontrast zur offiziellen Erzählung einer geordneten Rekrutierung steht. Die Entführer tragen weder Uniform noch Ausweise; sie agieren wie Abenteurer auf Beutezug. Ohne Fortschritte bei den polizeilichen Ermittlungen wächst das Gefühl der Straflosigkeit. Die Bilanz der menschlichen Kosten dieses Krieges — über die offiziellen Opferzahlen hinaus — geht weiterhin nicht auf.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (14 Antworten).

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