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Paar schläft in Auto in Arteixo nach Verlust der Wohnung
Juan José und Isabel verbringen drei Nächte im Auto in Arteixo, nachdem sie ihre 400-Euro-Wohnung verloren haben. Der Fall zeigt das Scheitern der angespannten Wohnlagen.
Drei Nächte im Auto: Unbezahlbarer Wohnraum im Raum A Coruña
Was trennt Arteixo von A Coruña? Manchmal eine Nacht im Auto. Juan José Jiménez Montero (55) und Isabel Otero Martínez (57) verbrachten ihre dritte Nacht in einem Pkw, nachdem ihr zwölf Jahre lang bestehender Mietvertrag über 400 Euro in Vilarrodís (Arteixo) ausgelaufen war. Die Kündigung des Eigentümers kam zwei Jahre zuvor. Sie fanden nichts Bezahlbares.
Der entscheidende Detail: Arteixo ist keine angespannte Wohnlage
Galicien hat nur zwei Gemeinden als „angespannte Wohnlagen“ (zona tensionada) ausgewiesen: A Coruña (von Juni 2025 bis 2028) und Santiago (ab Juli 2026). Arteixo, direkt an A Coruña angrenzend, bleibt außen vor. Dort gilt keine Mietpreisbremse; der Eigentümer setzt den Preis fest. Die Maßnahme löst den Druck nicht, sondern verlagert ihn auf den metropolitanen Gürtel.
Deutungen des Dramas
Ein Argument besagt, das Paar könnte in ein Dorf im Landesinneren ziehen, wo Wohnungen für 300 Euro verfügbar sind. Das stimmt, ignoriert aber, dass die ländliche Arbeitsmarktlage genau jenes Problem ist, das sie in die Stadt trieb, und dass Benzinkosten und Pendeln die Ersparnis auffressen. Eine andere Deutung weist auf ein Konstruktionsversagen hin: Schutz existiert dort, wo man ohnehin keinen Zugang mehr hat, und verschwindet dort, wohin die Ausgeschlossenen drängen.
Arteixo ist die Hochburg von Inditex. Die Paradoxie bedarf keiner Betonung: Hundert Meter von den Lagerhallen entfernt haben zwei Menschen ihr Auto zur Heimat gemacht. Das Wohnungsgesetz zeichnet weiterhin Karten, die die reale Lebenswelt nicht abbilden. Oder vielleicht doch – allzu deutlich.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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