Óscar Puente: interne Umfragen sehen Spaniens PSOE bei der Wahl am 29.11. vorn

Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente behauptet, interne Umfragen der PSOE sähen seine Partei als stärkste Kraft bei der Parlamentswahl am 29. November. CIS und Tezanos unter Beschuss.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Óscar Puente: interne Umfragen sehen Spaniens PSOE bei der Wahl am 29.11. vorn
Óscar Puente: interne Umfragen sehen Spaniens PSOE bei der Wahl am 29.11. vorn

Spaniens Minister für Verkehr und nachhaltige Mobilität, Óscar Puente, hat erklärt, dass interne Umfragen der PSOE seine Partei als stärkste Kraft bei der Parlamentswahl am 29. November sehen. Die über soziale Medien verbreitete Aussage hat die Debatte über die Zuverlässigkeit von Umfragen und deren Nutzung durch die Parteien neu entfacht. Die Äußerung ist nicht harmlos: Sie fällt mitten in den Wahlkampf vor der Wahl, während das CIS (Spaniens staatliches Meinungsforschungsinstitut) wegen seiner statistischen Tricksereien unter Beschuss steht. Die Frage, die in der Luft liegt: Sind diese internen Umfragen ein Analyseinstrument oder eine Mobilisierungswaffe?

CIS, Tezanos und das Kochen der Umfragen

Die erste Reaktion war Skepsis. Tezanos und sein Team beim CIS werden seit Jahren beschuldigt, die Daten zugunsten der Regierung zu frisieren. Manche behaupten, die vom CIS veröffentlichten Umfragen seien „gekocht" und die internen Umfragen der Parteien seien etwas ganz anderes. Die Ironie schlägt hohe Wellen: „Nicht mal high auf Psychedelika könnte man so etwas glauben", fasst die allgemeine Stimmung zusammen. Der Name Iván Redondo, Sánchez' ehemaliger Kabinettschef und bekannt für seine Datenbesessenheit, fällt als Beleg dafür, dass die PSOE gute Profis hat. Doch das macht aus einer internen Umfrage noch kein Wahlergebnis.

Der Senat, die Auslandswähler und die absolute Mehrheit der PP

Der Fokus hat sich schnell auf den Senat verlagert. Ein Tweet von Electodatos warnt, dass die PP ihre absolute Mehrheit in der Oberkammer verlieren würde, wenn die Linke mit einer gemeinsamen Liste für den Senat anträte. Manche halten dieses Szenario für plausibel, andere wischen es als Fake beiseite. Der Schlüssel liegt in den CERA-Stimmen (im Ausland lebende Spanier), die traditionell der PP nützen, diesmal aber zugunsten der PSOE ausschlagen könnten. Manche scherzen, das sei schon „durchumfragt". Die Realität ist, dass der Senat nach Wahlkreisen entschieden wird und eine gemeinsame Linke-Liste die Landkarte verändern würde.

Die kursierenden Zahlen: Vox, PP und die Summe der Rechten

Die kursierenden Zahlen gehen weit auseinander. Es ist die Rede davon, dass Vox bei der letzten Wahl 3.050.000 Stimmen holte und 1.700.000 sicher habe; darauf aufbauend rechnen manche, dass Vox sich nicht mit 55 Sitzen zufriedengeben könne, sondern auf 70 oder 80 käme. Andere prognostizieren für die PP ein Maximum von rund 122 Abgeordneten und 54 für Vox. PP und Vox zusammen hätten hauchdünn die absolute Mehrheit, 178 Sitze von den benötigten 176, laut einer Umfrage von El Español. Junts und PNV würden fallen, während ERC und Bildu gestärkt würden. Sumar und Podemos kämen gemeinsam auf über 10 % der Stimmen. Das sind Projektionen, keine Gewissheiten.

Die Strategie der Rechten: Einheit oder Zersplitterung?

Auf dem rechten Flügel geht die Debatte darum, ob PP und Vox gemeinsam antreten sollen. Manche verteidigen die These, dass nur die Einheit Sánchez stürzen kann, sogar im Abgeordnetenhaus, während andere sich weigern, PP zu wählen. Die Zersplitterung der Stimmen auf Optionen wie die von Alvise gilt als Risiko. Die Parole ist klar: „Wer will, dass diese korrupte Regierung verschwindet, soll PP und Vox wählen und nicht zu Hause bleiben." Die Frage ist, ob sich diese Einheit in Sitze übersetzen würde oder in eine neue Volksfront, wie manche spotten.

Das Narrativ der Angst und die Mobilisierung der Wähler

Jenseits der Zahlen geht es um das Narrativ. Ein Teil der Analyse besagt, dass durchgestochene interne Umfragen die eigenen Wähler mobilisieren und die Gegner demobilisieren sollen. Die Erwähnung einer „Volksfront" und das Gespenst von 1936 sind kein Zufall. Die spanische Politik spielt erneut mit der Angst vor dem anderen. Und währenddessen passen die Daten weiterhin nicht zusammen: Weder liegt das CIS richtig, noch stimmen private Umfragen überein. Am 29. November entscheiden, wie immer, die Unentschlossenen.



Die wichtigsten Zahlen

  • Vox: 3.050.000 Stimmen bei der letzten Wahl, 1.700.000 sicher
  • PP: Wahlmaximum von rund 122 Abgeordneten
  • Vox: prognostizierte 54 Sitze
  • PP+Vox: 178 Sitze von den für die absolute Mehrheit benötigten 176
  • Sumar und Podemos gemeinsam: über 10 % der Stimmen

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (44 Antworten).

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